Kongo (Demokratische Republik) - ORPER - Unterstützung von Straßenkindern in Kinshasa

13.10.2017

Das Hilfswerk ORPER unterhält unter anderem zwei Auffangzentren und fünf Heime und betreut rund 3.000 Kinder von der Straße pro Jahr.

Situation vor Ort

Kinshasa ist die Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo. Die Stadt hat über 10,3 Millionen Einwohner und ist damit die zweitgrößte Afrikas. Das Phänomen „Straßenkinder“ berührt 20 bis 25 Tausend Kinder in Kinshasa. Es spiegelt die soziale und wirtschaftliche Wirklichkeit in der Demokratischen Republik Kongo wider. Hier schätzt man die Arbeitslosigkeit auf 80 % der Bevölkerung. Die Gehälter vieler Leute übersteigen nicht 10 US$ pro Monat. Nur 52 % der Jungen und 47 % der Mädchen gehen in eine Schule. Eine der Folgen der totalen Verarmung ist, dass viele Eltern einfach vor ihrer Verantwortung kapitulieren. 70 % der Straßenkinder werden als „Hexen“ abgestempelt. ORPER setzt sich seit 35 Jahren dafür ein, dass diesen Straßenkindern geholfen wird.

1981 wurde ORPER von Pater Frank Roelants SVD gegründet. Ein Dutzend Straßenkinder bat die Gemeinde Christ König in Kinshasa damals um Unterschlupf. Sie wurden von Soldaten gejagt, die sie für die kongolesische Armee gewinnen wollten. Durch die schlechte sozioökonomische Lage in Kinshasa gab es immer mehr, immer jüngere Straßenkinder. Der Verein ORPER hatte beschlossen, mit seinen Hilfsangeboten noch mehr Kinder zu unterstützen. Mit Schutzhütten und Wohngruppen gab er den Kindern einen geschützten Lebensraum. Es war ein langer Weg, die Arbeit von ORPER zu etablieren – das Zentrum ist nun ein Ort der Hoffnung.

Unser Projekt

ORPER ist in den Lebensräumen der Kinder präsent und hilft durch vielfältige Maßnahmen denjenigen, die unter schwierigen Umständen leben, und gibt ihnen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Auf der Straße erleben die Kinder vor allem Traumatisierungen, ein Gefühl des Ausgestoßenseins und einen Mangel an Zuwendung. Die Situation kann nur schwer durch eine persönliche Betreuung aufgefangen werden. Bei seinen Maßnahmen lässt sich ORPER von Entwicklungszielen und Normen leiten, um sich auf die Erziehung einzustellen, die eigentlich von den Familien der Kinder geleistet werden sollte. Alle erzieherischen Aktivitäten beruhen auf den vier großen Bereichen der Konvention zum Schutz der Kinder, einem wichtigen internationalen Gesetzestext: Nichtdiskriminierung, Vorrang des Kindeswohls, Entwicklung sowie die Berücksichtigung der Meinung des Kindes.
ORPER verfolgt allgemein folgende Ziele:
- Den Schutz der Kinder;
- Ihre familiäre und soziale Wiedereingliederung sowie die berufliche Ausbildung.

Drei Bereiche wurden geschaffen, um die Straßenkinder zu unterstützen und ihre Lebensbedingungen zu verbessern.
Es gibt zum einen die “offene Tür“ mit zwei Tageszentren für die Betreuung der Kinder, die weiter auf der Straße leben. Es gibt zum einen das Foyer Pater Frank (FPF) für Jungen unter 18 Jahren und zum anderen das Foyer Pater Gérard (FPG) für Mädchen unter 18. Hier werden die Kinder aufgenommen, beschützt und teilweise betreut. Sie können warme Mahlzeiten erhalten und ihre Wäsche waschen.

Außerdem gibt es vier Wohnheime: Eines für jüngere Jungen zwischen 6 und 12; eines für Mädchen von 6 bis 15; eines für Jungen, die auf Sekundarschulen gehen (von 13 – 16 Jahre) und eines für Jungen, die eine berufliche Ausbildung machen, um selbstständig zu werden. Diese Heime mit umfassender Betreuung sind zugleich Orte, an denen diese von den Familien getrennten und sozial isolierten Kinder ein Leben in geordneten Strukturen lernen können. Für diese Kinder wird auch das Schulgeld bezahlt.

Als dritten Bereich gibt es das Mobile Zentrum. Ein Minibus fährt der tagsüber und nachts zu 30 Orten in 11 von 24 Stadtteilen Kinshasas, um die Kinder aufzusuchen, sie zu sensibilisieren, medizinisch zu betreuen und in die offenen Zentren zu vermitteln. Jedes Jahr nimmt das Mobile Zentrum Kontakt mit fast 2000 Kindern (darunter 500 Mädchen) auf.
Die Aktivitäten beziehen sich auf die Betreuung der Kinder von der Straße bis in die Familien und in den Zentren. Sie umfassen folgende Bereich: erste Kontakte, Aufnahme in ein Zentrum, medizinische Versorgung, Gespräche, Psychotherapie und Alphabetisierung, Kunst und Handarbeit, Einschulung und berufliche Ausbildung sowie sportliche Aktivitäten. Um diese Betreuung effektiv zu gestalten, erhält jedes aufgenommene Kind einen Erzieher, der es begleitet sowohl im Zentrum, als auch in der Familie. In den Zentren sind die Erzieher/innen 24 Stunden lang bei den Kindern und andere durchschnittlich 6 Stunden täglich auf der Straße. Um all diese Aufgaben zu bewältigen, hat ORPER 55 vollbeschäftigte Angestellte und 20 Hilfskräfte. Das Werk finanziert sich nur über Spenden.

Ihre Mithilfe

Helfen Sie uns, Straßenkinder im Kongo zu versorgen!

  • 18 Euro können ein Kind einen Monat lang ernähren.
  • Mit 30 Euro können wir einem Kind einen Monat lang eine physiotherapeutische Behandlung ermöglichen.
  • 64 Euro sichern die medizinische Versorgung eines Kindes für ein Jahr.

Unter dem Stichwort „ORPER“ können Sie auch auf die folgenden Konten spenden:


für Spender aus Deutschland:

Steyler Mission gGmbH
BIC: GENODED1STB
IBAN: DE77 3862 1500 0000 0110 09


für Spender aus Österreich:

Missionsprokur
St. Gabriel International
BIC: RVSAAT2SSTB
IBAN: AT65 1968 5000 0002 6732


für Spender aus der Schweiz:

Steyler Missionsprokur
Maria Hilf
6312 Steinhausen
Postcheck 90-13192-2
IBAN: CH16 0900 0000 9001 3192 2

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