Zum Gedenken an Pater Peter Michael (Heintges)

Pater Peter Michael (Heintges) SVD (Foto: Privat)
Pater Peter Michael (Heintges) SVD (Foto: Privat)

Auf den Philippinen in Quezon City Pater Peter Michael (Heintges) im gesegneten Alter von 104 Jahren gestorben.

Seine Wiege stand auf dem Heintges-Hof in Unterbruch, Schiefbahn-Willich. Seine Eltern waren Heinrich Heintges und Elisabeth Orth. Peter war der vierte von fünf Brüdern. Ihm voraus zu den Steylern ging sein sechs Jahre älterer Bruder Karl (1906-1986). Dieser war von 1934 bis 1949 Missionar in China.

Peter Michael arbeitete nach der Volksschule zunächst auf dem heimischen Hof bis er am 17.04.1928 auf die Steyler Missionsschule St. Josef nach Geilenkirchen ging. Am 10.05.1934 kam er zum Noviziat nach Sankt Augustin. Seine ersten Gelübde machte er am 01.05. 1936 in der Marienburg in der Schweiz. Hier machte er weitere philosophische Studien und setzte sie 1937 in St. Gabriel/Österreich fort. Zur Theologie meldete er sich nach Techny/USA, wo er am 15.08.1940 die Priesterweihe empfing.

Seine ersten 17 Priesterjahre war er Erzieher und Lehrer in den USA: In Epworth/Iowa, dann in Techny, zuerst im Noviziat, dann im Juniorat. 1949 kehrte er nach Iowa als Latein- und Griechisch-Lehrer zurück und war dort Rektor bis 1957. In den frühen fünfziger Jahren nahm er die amerikanische Staatsbürgerschaft an mit dem Familiennamen Michael.

Auf eigenen Wunsch kam er am 03.07.1957 auf die Philippinen. Dort war er hauptsächlich in der Priesterausbildung und in der Seelsorge tätig. Seine Stationen waren Tacloban, Pangasinan, Binmaley, Baguio City, wo er bei den Anbetungsschwestern Seelsorger war.


In all den Jahren war er ein eifriger Schreiber. Über 20 Titel hat er veröffentlicht. Sein großes Anliegen war, das Leben und Sterben seines Landsmannes Bischof W. Finnemann (1882 – 1942) zu dokumentieren. Dieser hatte die Willkürakte japanischer Soldaten an der Zivilbevölkerung öffentlich angeprangert und sich energisch gegen die Besetzung von Kircheneigentum gewehrt. Am Morgen des 26.10. 1942 wurde er unter dem Vorwand, ihn nach Manila zum Kriegsgericht zu bringen, von einem Militärboot abgeholt und ins Meer geworfen.

Seinen Lebensabend verbrachte Pater Michael im Seniorenheim Villa Cristo Rey in Quezon City. Von Ruhestand wollte er nie etwas wissen. Bis zuletzt hörte er Beichte, war Ratgeber für Jung und Alt. Solange er konnte, machte er sich noch im Garten nützlich.

Obwohl er Mitte der neunziger Jahre zum letzten Mal in Urlaub nach Deutschland kam – damals feierte er sein Goldenes Priesterjubiläum nach – hat er nie den Kontakt zur Heimat verloren. Wöchentlich bezog er die heimische Aachener Kirchenzeitung.

Die Steyler Missionare danken ihm für seine treue Arbeit auf drei Kontinenten. Sie danken auch seiner Familie, seinen Freunden und Bekannten, die ihn gestützt und ermuntert haben.

Pater Manfred Krause SVD

 

Pater Manfred Krause

+49 (0) 2241 / 2576-333
krause@steyler-mission.de

 

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