Internationaler Tag der Witwen

Am 23. Juni machen die Vereinten Nationen zum siebten Mal mit dem Internationalen Tag der Witwen auf das Schicksal von ca. 250 Millionen Frauen weltweit aufmerksam, die ihre Ehemänner verloren haben. In unseren Breiten werden Witwen zumeist durch entsprechende Renten und Zuweisungen staatlicherseits unterstützt. Das ist längst nicht überall auf der Welt der Fall. Es gibt Kulturen, da verlieren Witwen ihren sozialen Status und ihren Schutz. Der Besitz der Familie geht bisweilen in die Hände der Familie des verstorbenen Mannes über. Selbst das Dach über dem Kopf wird ihnen und den hinterbliebenen Kindern genommen und sie müssen in ihre Ursprungsfamilien zurückkehren. Viele werden Opfer von Ausgrenzung und Missbrauch.

In der Bibel werden die Witwen ebenso wie ihre verwaisten Kinder oftmals erwähnt, wenn es um die Ärmsten der Armen geht. Als Witwe hatte eine Frau einen niedrigen gesellschaftlichen Status, weil sie ohne Mann schutzlos war. Witwe zu werden führte zumeist in eine soziale Krisensituation. In der Bibel gilt dem Schicksal der Witwen Gottes besondere Aufmerksamkeit. Jesus nahm sich ihrer immer wieder an.

Der Internationale Tag der Witwen ruft die UN-Mitgliedstaaten auf, der Situation dieser Frauen und ihrer Kinder eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken: „Er soll dazu beitragen, die Situationen der Witwen in allen Kulturen und Religionen zu erkennen und zu verbessern.“

Pater Manfred Krause SVD

 
 

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