Zum Internationalen Tag der menschlichen Solidarität

Foto: Stephanie Hofschläger/pixelio.de
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Solidarisch sein heißt „zu jmd. halten, für jmd. einstehen“, so definiert Friedrich Kluge dieses Wort in seinem Etymologischen Wörterbuch der deutschen Sprache und verweist auf dessen lateinischen Ursprung ‚solidus‘ = ganz, völlig, vollständig. Ich halte zu jemandem ohne Wenn und Aber, stehe voll für sie und für ihn ein.

Ich dachte in Bezug auf den Internationalen Tag der menschlichen Solidarität, den die Vereinten Nationen seit 2005 begehen, spontan an eine Frau aus Malawi, von deren wunderbarem Engagement ich las. Obwohl schon über 70 Jahre alt, muss sie sich allein um zehn Enkelkinder kümmern – um Kinder wie den achtjährigen Solomon und die 15-jährige Cecilia. Denn ihre eigenen Kinder, die Mütter und Väter ihrer Enkel, sind an Aids gestorben. Die HIV-Epidemie hat in manchen Landstrichen Malawis bereits jeden zweiten Erwachsenen das Leben gekostet. Was würde aus diesen Kindern werden, wenn ihre Großmutter nicht aus einem Gefühl tiefer Solidarität und Verantwortung heraus die Sorge für sie übernommen hätte? Wie würde die Welt aussehen, wenn es solche Frauen, solche Menschen wie diese Großmutter nicht gäbe?!

Das Weihnachtsfest ist von seinem christlichen Ursprung her ein Fest der großen Solidarität Gottes mit den Menschen: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab.“ Gott hält zu uns Menschen, steht für uns ein - besonders auch für die Kleinen und für die Ärmsten der Armen. Und er hat uns ein Beispiel gegeben, damit auch wir einander tun, wie er an uns getan hat und immer neu tut.

Ihnen allen im Namen der Steyler Missionare ein gesegnetes Weihnachtsfest!

Pater Manfred Krause SVD

 
 

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