RSG-Schüler sammeln 13.000 Euro für „Schulen in Afrika“

15.12.2014

Deutschland - Mit ihrer jährlichen Sammelaktion hat die Eine-Welt-AG des Rhein-Sieg-Gymnasiums in Sankt Augustin auch in diesem Jahr wieder eine große Spendensumme für das Projekt „Schulen in Afrika“ zusammengetragen.

Fünf Euro für einen Mauerstein: So rechnen die engagierten Schülerinnen und Schüler des RSG, wenn es um die gute Sache geht. Mit Erfolg. Denn mit ihren Spendeneinnahmen von 13.000 Euro finanzieren sie die neuen Grundmauern eines Gymnasiums in Namoo im Norden Ghanas.

„Das ist eine großartige Leistung“, sagte der Steyler Pater Moses Awinongya bei seiner Dankesrede vor den stolzen Kindern und Jugendlichen. „Das ist der beste Beweis von Nächstenliebe.“ Gemeinsam würden sie nicht nur mithelfen, ein Gebäude zu errichten, sondern errichteten darüber hinaus Zukunftsperspektiven  für Schülerinnen und Schüler, denen es aufgrund von Armut und mangelhafter Bildungschancen schlechter geht. „Ihr seht die Not der anderen und packt an, um zu helfen, indem ihr Erwachsene überzeugt, zu teilen und zu spenden. Das ist etwas ganz Besonderes und beeindruckt mich sehr“, erklärte Pater Moses, der selbst aus Ghana stammt.

Schüler des Rhein-Sieg-Gymnasiums überreichen Pater Moses Asaah Awinongya einen Spendenscheck 
Schüler des Rhein-Sieg-Gymnasiums überreichen Pater Moses Asaah Awinongya einen Spendenscheck

Auch Lehrer Jens von Bülow, der zusammen mit drei Kollegen die Eine-Welt-AG koordiniert und die jährlichen Spendenaktionen anleitet, ist begeistert von dem erfolgreichen Einsatz der jungen Helfer. „Dieses Jahr kamen von der Unter- und Mittelstufe 10.000 Euro, von dem Projektkurs 2.000 und von der Oberstufe nochmal 1.000 Euro zusammen.“ Neben verschiedenen Einzelaktionen im Schulalltag seien die Schülerinnen und Schüler auch mit Sammeldosen losgezogen, um in der Verwandtschaft, bei den Nachbarn, im Sportverein oder vor Supermärkten Spenden für den Schulbau in Afrika zu sammeln. „So kommt aus mehreren tausend Münzen die große Summe zusammen.“

Im vergangenen Jahr hatte die Eine-Welt-AG angefangen, für die Steine und die Fundamente der Schule zu sammeln. Mit den Geldern konnten die Lehrer, Schüler und alle Helfer vor Ort in Namoo mit dem Bau beginnen. „Dieses Jahr werden die Mauern hochgezogen. Und dann geht es nächstes Jahr mit dem Dach weiter“, sagt Jens von Bülow. „Und so wie die Schülerinnen und Schüler dieses Jahr für fünf Euro einen Mauerstein symbolisch in das Model einsetzen konnten, was einer realistischen Umsetzung vor Ort in Ghana entspricht, wollen wir nächstes Jahr den Dachstuhl mit Dachpfannen ebenfalls für fünf Euro das Stück bedecken, wenn die Mauern dann stehen und wir genügend Geld gesammelt haben.“

Benjamin Krysmann