Im Herrgottswinkel so eine Offenheit

30.10.2017

Im Herrgottswinkel so eine Offenheit

Die jungen Steyler Missionsschwestern aus Deutschland und Österreich trafen sich in St. Rupert bei Bischofshofen zum Austausch. Unter anderem beeindruckte sie der Besuch bei einer gastfreundlichen Bauernfamilie.

"Wir haben ein Experiment gewagt und sind begeistert!", fasst die Steyler Missionsschwester Lucia Budau das Impulstreffen der jüngeren Schwestern aus Österreich und Deutschland zusammen. Die steyle Welt in St. Rupert bei Bischofshofen war von 26. bis 29. Oktober 2017 Treffpunkt für neun Ordensfrauen, die sich zweimal jährlich an unterschiedlichen Orten begegnen, um Freud und Leid miteinander zu teilen. P. Laurent Chardey SVD war diesmal der engagierte Gastgeber. "Er hat uns mit seiner Spontanität überraschende Begegnungen in Bischofshofen geschenkt", erzählt Sr. Lucia Budau. Besonders der Besuch bei einer mit den Steyler Missionaren befreundeten Bauernfamilie hat sie beeindruckt. „Wie gastfreundlich die drei Generationen des Hauses uns neun fremde Frauen aufgenommen und bewirtet haben!“, schwärmt sie. Und setzt hinzu: „Da saßen wir alle gemeinsam im Herrgottswinkel, aus den verschiedenen Kontinenten zusammengewürfelt, und staunten über die Offenheit, über das offene Denken hier. Dazu hat vielleicht auch die Freundschaft und Verbundenheit der Familie mit den Steyler Missionaren von St. Rupert beigetragen.“

Sehr schöner Austausch mit sehr anderen Schwestern

Die Abende gehörten dem gemeinsamen Kochen und Essen, dem Erfahrungsaustausch, Plaudern und Singen bis in die Nacht. „Wir arbeiten in so vielen Bereichen, und jede von uns hat viel am Herzen“, schildert Sr. Christina Blätterbinder die Motivation zu den regelmäßigen Treffen. „Da tut es recht gut, immer wieder einmal den Alltag loszulassen, zusammenzukommen und sich gegenseitig zu stärken.“ Die Impulstreffen der jüngeren Steyler Missionsschwestern gibt es seit 2014 in Deutschland, später ist der Kreis um die Ordensfrauen aus der österreichischen Provinz erweitert worden. Meistens sind die Treffen mit einer gemeinsamen Weiterbildung verbunden. Diesmal war es anders. „Wir hatten kein fixes Programm geplant“, erklärt Sr. Lucia Budau. „Wir wollten herausfinden, was passiert, wenn wir einfach als Gruppe zusammenkommen und schauen, was jetzt ansteht. Es war ein Experiment.“ Von diesem Experiment waren alle Teilnehmerinnen begeistert. „Auch, weil P. Laurent Chardey unsere Begegnungstage begleitet hat und wir durch seine Kontakte in der Umgebung viel kennengelernt haben.“ Bei einer Bergwanderung besuchten die Steyler Missionsschwestern auch die kontemplativen Ordensfrauen auf der Kinderalm. „Es war ein sehr schöner Austausch mit sehr anderen Schwestern“, bringt es Sr. Lucia auf den Punkt.

Steyler Missionare als gute Gastgeber

Die Gastfreundschaft der Hausgemeinschaft der Steyler Missionare von St. Rupert beeindruckte die jungen Gäste aus der Steyler Ordensfamilie. Zwei Mahlzeiten teilten sie mit den älteren Patres, die im ehemaligen Missionshaus daheim sind. „Wir freuen uns, dass wir so herzlich bei euch aufgenommen wurden“, war die einhellige Meinung beim Abschied am Sonntag, 29. Oktober 2017. „Und wir würden gerne wiederkommen.“

Unter diesem Link sehen Sie ein Video des Segensliedes der Schwestern in der St. Ruperter Sonntagsmesse.

Und hier geht es zum Artikel auf ordensgemeinschaften.at

Die jungen Steyler Missionsschwestern Sr. Veronika Samosir, Sr. Lucia Budau, Sr. Francisca Alvarez, Sr. Michaela Leifgen, Sr. Joy, Sr. Imelda Taneo, Sr. Ida Haurand, Sr. Christina Blätterbinder und Sr. Christa (nicht am Bild) verbrachten inspirierende Tage im Haus St. Rupert der Steyler Missionare. 
Die jungen Steyler Missionsschwestern Sr. Veronika Samosir, Sr. Lucia Budau, Sr. Francisca Alvarez, Sr. Michaela Leifgen, Sr. Joy, Sr. Imelda Taneo, Sr. Ida Haurand, Sr. Christina Blätterbinder und Sr. Christa (nicht am Bild) verbrachten inspirierende Tage im Haus St. Rupert der Steyler Missionare.