P. Jan Zimolong SVD verstorben

25.01.2017

P. Jan Zimolong SVD verstorben

P. Jan wird am Freitag, 27. Januar, um 11:00 Uhr auf dem Friedhof seines Heimatortes, Dobrzen Wielki, in Schlesien beigesetzt. Im Missionshaus St. Gabriel werden wir bei der abendlichen Eucharistiefeier am Donnerstag, 26. Januar, um 18:00 Uhr Gott für sein Leben danken.

P. Jan Zimolong wurde am 23. Oktober 1932 in Groß Döbern (Dobrzeń Wielki), Kreis Oppeln, Schlesien, in eine kinderreiche Familie hineingeboren. Er war das sechste von acht Kindern. Bis 1945 besuchte er die deutsche Volkschule und nach Ende des Krieges die polnische.

Schon als Ministrant trug er sich mit dem Gedanken, Priester zu werden. 1947 kam er als Schüler nach „Heiligkreuz“, dem Missionshaus der Steyler Missionare in Neisse (Nysa), wo er drei Klassen des Gymnasiums absolvierte. Danach trat er ins Noviziat in Pieniezno ein und schloss 1952 dort das Gymnasium mit der Matura ab. Darauf folgte das Studium der Theologie in Nysa und Pieniezno. Am 1. Februar 1959 empfing er, zusammen mit zwanzig Mitbrüdern, in Pieniezno die Priesterweihe. 

Seine priesterliche Tätigkeit begann in Bytom mit einem Pastoraljahr. In den Jahren danach war er als Seelsorger und Volksmissionar in Rybnik, Bytom, Toszek und Ploskina tätig. 1969 übernahm er die Pfarre Zytkiejmy.

P. Zimolong kam Anfang Oktober 1975 nach Österreich. Bald fand er seine missionarische   Bestimmung in der dem Stift Melk zugehörigen Pfarre Prottes im südlichen Weinviertel. Zusätzlich zu dieser Hauptaufgabe übernahm er von 1978 bis 1984 auch die Pfarre Mannersdorf und ab 1983 die Pfarre Ebenthal. 1985 ernannte ihn Kardinal König zum Pfarrer der beiden Pfarren Prottes und Ebenthal. Es war für ihn als Seelsorger selbstverständlich, auch Religionsunterricht in den Schulen zu geben. So unterrichtete er von Anfang an bis 2002, also 27 Jahre durchgehend oder zeitweise, in Prottes, Stillfried, Ebenthal, Angern und Gänserndorf.

In der Seelsorge ist er den Menschen nachgegangen und ihnen nahe gewesen. Die verschiedenen Gruppierungen in der Kirche - die Ministranten, die Jungschar, die Männer- und Frauenbewegung - hat er betreut und gefördert. Er führte das jährliche „Pfarrfest“ ein und erneuerte die Wallfahrt zu „Unserer Lieben Frau am grünen Anger“ in Prottes. Sein pastoraler Einsatz war begleitet vom Bau eines Pfarrheimes und der zweimaligen Innen- und Außenrenovierung von Kirche und Pfarrhof.
In Würdigung seiner Arbeit hat ihm die Marktgemeinde Prottes 1999 den Ehrenring verliehen und 2005 zum Ehrenbürger ernannt.

Zu seiner 37-jährigen Tätigkeit als Seelsorger in Österreich sagt P. Zimolong: „Ich danke der österreichischen Provinz, die mich aufgenommen hat und in der ich erst recht arbeiten konnte. Österreich war meine Bestimmung und mein ‚Missionsland‘“. 2012, mit 80 Jahren, ging er in den Ruhestand und übersiedelte in das Freinademetzheim nach St. Gabriel, Mödling, wo er sich gut einlebte und ihn unsere Schwestern und das Pflegepersonal liebevoll betreuten und wo ihn Familienangehörige und Freunde treu besuchten.

Zuletzt wurde er wegen einer schweren Grippe und einer Lungenentzündung in das Hartmann­spital nach Wien gebracht. Dort hat er sein reich erfülltes Leben seinem Schöpfer zurückgegeben.

P. Jan wird am Freitag, 27. Januar, um 11.00 Uhr auf dem Friedhof seines Heimatortes, Dobrzeń Wielki, in Schlesien beigesetzt. Im Missionshaus St. Gabriel werden wir bei der abendlichen Eucharistiefeier am Donnerstag, 26. Januar, um 18.00 Uhr Gott für sein Leben danken.

P. Rektor Anton Fencz