«Workshop for SVD Lay Partners» in Nemi: Partnerschaft zwischen SVD und Laien gestärkt

29.11.2017

«Workshop for SVD Lay Partners» in Nemi: Partnerschaft zwischen SVD und Laien gestärkt

Der Generalrat der SVD hat zum ersten Mal die weltweit mit der SVD assoziierten Laiengruppen zu einem Austausch ins Bildungshaus Nemi bei Rom eingeladen.

P. Stanislaus Lazar und P. Tim Norton haben die 30 Leute aus 16 Ländern herzlich aufgenommen und mit grossem Geschick durch die Tage begleitet. Generalsuperior P. Heinz Kulücke selbst und die meisten Generalräte haben die Erfahrungen der Gäste aufgenommen und ausführlich über Aktuelles und Strukturelles der SVD berichtet. Die Ländervertretungen haben ihre Gruppen in Bild und Ton und mit Souvenirs vorgestellt. Ein Bericht von Philipp Hautle vom Schweizer Freundeskreis.

Aus 16 Ländern sind wir angereist, in Nemi herzlich willkommen geheissen und fein untergebracht. Nemi. Mit wunderbarem Blick zwischen den Pinien hinunter zum Nemisee und über den Kraterrand bis hinunter ans Meer.

Zwei Wochen ein so bunt zusammengewürfelter Haufen. Spanisch und Englisch unsere Sprache. Die Tagesstruktur hilft uns. Frühstück, zwei Vorträge, in denen die SVD sich uns vorstellt, Gottesdienst, nach dem Mittagessen – italienische Küche verwöhnt uns – eine Siesta, nochmals zwei Vorträge. Nach dem Nachtessen präsentieren sich die Laien. Multi-Kulti pur.

Drei Ausflüge unterbrechen und bereichern. Die Papstausdienz auf dem Petersplatz mit endlosen Sicherheitskontrollen. Der Besuch der Domitilla-Katakombe und im Generalat. Der Ausflug – zusammen mit 30 SVD-Leuten des 85. Terziatskurse – nach Assisi.

Ziel des Workshops – ein Austausch zwischen der SVD-Leitung und den geladenen Laien aus aller Welt, die besonders mit der SVD zusammenarbeiten. Dazu hat sich die SVD in ihren verschiedenen Vorträgen vorgestellt. Darüber hinaus hat die SVD durch ihre Herzlichkeit und Grosszügigkeit in diesen zwei Wochen gezeigt, wie sehr ihr diese Zusammenarbeit am Herzen liegt.

Anderseits haben sich die einzelnen Laien-Partner vorgestellt. Ein Mosaik, voller Engagement und Vielfalt in ihren Aktivitäten, verwurzelt aber in einer SVD-Spiritualität.

Die SVD stellt sich vor

„Als SVD sind wir wahrlich gesegnet, dass Ihr hier seid. Ihr seid für uns wichtig. Ohne Euch wäre unsere Arbeit als Missionare überall in der Welt nicht möglich.“ Mit solcher Wertschätzung hat uns der Generalsuperior P. Heinz Kulücke im 1. Gottesdienst begrüsst.

Diese Mission stellten uns P. Stanislaus Lazar, P. José Antunes, P. Arlindo Dias und P. Daisuke Narui vor.

Beim zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) Vat. II hatte der damalige SVD-Generalsuperior P. Johannes Schütte wesentlich das Missionsdekret „Ad Gentes“ mitgestaltet. Darum heisst das Haus in Nemi „Ad Gentes“.

Daraus ist unterdessen ein missionarisches Wirken „Inter Gentes“ geworden. Mission ist heute überall. Wir nehmen teil an Gottes Mission. In einem prophetischen Dialog. Vor allem und zuerst durch unser eigene Lebensgestaltung. Dann in unserer Hinwendung und im Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Erhaltung der Schöpfung. Das ist nur möglich, wenn wir uns tagtäglich auf unser Fundament besinnen, uns einlassen in der Heiligen Schrift (P. Marek), uns öffnen für die Spiritualität unseres Gründers (P. Budi Kleden und P. Tony Pates).

In der kulturellen Vielfalt, wie wir es in der SVD-Familie in Nemi so hautnah und erfrischend erleben dürfen, wird spürbar, wie die Partnerschaft zwischen SVD und den Laiengruppen ebenso vielfältig und stets neu zu strukturieren ist (P. Tim Norton, P. Gregory Pinto). Ein Blick über den eigenen Organisationsrahmen tat gut. Ruth Henderson (Laien-Dominikanierin), Claudio Mario Bett (Ägidiusgemeinschaft in Rom) und Arlindo Pinto (Combonimissionar) haben so manches ‚von aussen‘ in ein neues Licht gerückt.

Die SVD-Lay Partner stellen sich vor

Die SVD Lay Partners sind eine Vielfalt schon in ihren Namen : SVD Partner (Deutschland), SVD Lay Partners oder The Young Missionaries of the Divine Word (Philippinen), Amis de la SVD (Congo), Friends of SVD (Ghana,Kenia-Tanzania), Freundeskreis (Schweiz), Laicos verbitas (Paraguay), Misioneros Laicos Verbo Divino (Spanien und USA), Associação de Leigos Missiónarios de SVD (Angola), Disciples of the Divine Word (Indien), Family Help Association "DROGA" -  der Weg - (Polen) und Relationanda Culturas oder Puentes Interculturales (Chile).

In den vielen persönlichen Gesprächen am Tisch, beim Spaziergang oder bei einem feinen italienischen Kaffee in der Halle bekam ich so viel zu hören, was ich vorher so noch nie realisiert habe: SVD-Partner, die sehr eigenständig und kreativ die Steyler Schwestern, Brüder und Priester unterstützen. Viele dieser Lebensgemeinschaften wurden von einem SVD-Priester initiiert. Sie haben sich intensiv auf die Spiritualität des Hl. Arnold Janssen eingelassen, kommen regelmässig zusammen, pflegen das Gebet, und bestimmen selbst das Feld, in dem sie missionarisch tätig werde - in der Pfarrei, in Aktionen für die Leute am Rand der Gesellschaft, im Gefängnis, für die Kinder.
Und nach einer Vorbereitungszeit von wenigstens 2-3 Jahren legen sie ein Versprechen ab, weiterhin in Zusammenarbeit mit der SVD missionarisch tätig zu sein.

Offene Fragen

Die SVD hat diese Vielfalt immer geschätzt und gefördert. Wie kann diese Zusammenarbeit gegenseitig verstärkt werden? Auch institutionell mehr verankert werden? Was bedeutet es, wenn eine Ordensprovinz eine bestimmte Gruppe „anerkennt“?  Mit welchen Absichten und mit welchen gegenseitigen „Abmachungen“,  gegenseitigen Verbindlichkeiten und entsprechend gewährten Rechten und Verpflichtungen? Mit-Sprache-Rechte, Mit-Verantwortung. Mit-Teilungen.

Je grösser eine Gemeinschaft, umso hilfreicher und notwendiger werden wohl rechtliche Abmachungen, Absprachen.  Im Wissen, das Vertrauen letztlich die tragende Grundlage jeder Partnerschaft ist. Nicht das Recht und die Pflicht.

Der Workshop für SVD Lay Partners war ein wunderbares Zeichen der SVD, der Generalleitung mit der Unterstützung der Provinzleitungen, die vielseitig gewachsenen vielfältigen „Partnerschaften“ zwischen SVD und Laien zu unterstützen und zu fördern.  Ebenso ist er ein Zeichen dafür, von und mit den eingeladenen Laien zu lernen, auszutauschen, wie wir alle den missionarischen Auftrag der Kirche besser leben und gestalten können. Ja, noch mehr, wie wir uns von der MISSIO DEI weiterhin anstecken lassen können.

Ein weiterer Bericht – verfasst von Laura Diaz Bilbao – in englischer Sprache:

http://www.witword.org/en/news-of-interest/i-lay-svd/lay-people-as-true-stewards-in-the-mission