Pater Bernhard Danch SVD (1924–2017)

12.07.2017

Bernhard Danch SVD verstarb in der Nacht zum 12. Juli ganz friedlich. Er wurde fast 93 Jahren alt. Der Auferstehungsgottesdienst findet am Samstag, 15. Juli 2017 um 10.30 Uhr im Missionshaus St. Wendel statt.

Bernhard Danch SVD

  10.09.1924 – 12.07.2017

In den frühen Morgenstunden des 12. Juli 2017 ist unser lieber Mitbruder Pater Bernhard Danch ganz friedlich zu Gott heimgegangen.


Kindheit und Ausbildung

Bernhard Aloysius Danch wurde am 10. September 1924 als Sohn der Eheleute Andreas Danch und Elfriede, geb. Ruzyczka, in Königshütte in Oberschlesien geboren. Nach dem Besuch der Volksschule wechselte Bernhard im Alter von zwölf Jahren auf die Missionsschule der Steyler Missionare im Missionshaus „Maria Königin der Apostel“ nach Rybnik. Nach Kriegsausbruch 1939 musste er diese Schule verlassen und auf die Deutsche Oberschule für Jungen in Königshütte wechseln. 1943 wurde er zum Wehrdienst in der Deutschen Wehrmacht einberufen.

1948 trat Bernhard in das Noviziat der Steyler Missionare im Missionshaus St. Adalbert im polnischen Pieniezno ein. Nach dem zweijährigen Noviziat legte er am 08. September 1950 die Ersten Gelübde ab und begann die philosophisch-theologischen Studien. Am 08. September 1953 legte er die Ewigen Gelübde ab und nach Abschluss der Studien wurde er am 29. Juni 1954 in St. Adalbert zum Priester geweiht.

Von den Oberen wurde er anschließend zum Studium des Kirchenrechts an die Universität Lublin gesandt, welches er mit dem Lizentiat abschloss. Danach war er von 1959 bis 1960 als Seelsorger in Breslau und Posen eingesetzt. Von den Oberen zum Professor für Kanonisches Recht bestimmt, kehrte er von 1960 bis 1968 in das Seminar nach Pieniezno zurück. Während dieser Zeit erwarb er 1963 an der Universität von Lublin den Doktorgrad in Kirchenrecht. Als Vicarius Cooperator war er von 1968 bis 1971 in Rybnik eingesetzt. Während dieser ganzen Zeit – also von 1961 bis 1971 – arbeitete er auch als Ehebandsverteidiger am Offizialat der Diözese Allenstein.


Göttliche Vorsehung

1971 erhielt er die Missionsbestimmung für Papua Neu-Guinea. Er arbeitete bis 1972 in Madang, musste dann aber aus Gesundheitsgründen nach Europa zurückversetzt werden und kam zunächst zu einer Operation nach Wien und anschließend zur Rekonvaleszenz in das Missionshaus St. Gabriel in Mödling. Im Anschluss daran wurde er in die Deutsche Provinz versetzt und kam als Seelsorger der „Schwestern von der Göttlichen Vorsehung“ in deren Provinzhaus nach Aschaffenburg. Er wurde dem Missionshaus St. Bernhard in Mosbach zugeschrieben. Ab 1976 übernahm er neben seiner Stelle als Schwesternseelsorger auch die Aufgabe als Ehebandsverteidiger am Offizialat der Diözese Mainz. Ebenso war Pater Danch von 1975 bis 1985 „Auxiliary Chaplain“ der amerikanischen Streitkräfte in Aschaffenburg.


Im Wendelinusheim

Bereits 87 Jahre alt, bat Pater Danch im Januar 2011 um die Versetzung in das Wendelinusheim, dem Seniorenheim der Steyler Missionare in St. Wendel. Am 19. Januar 2011 zog er schließlich in St. Wendel ein. Die ersten Jahre zelebrierte er immer noch die wöchentliche Hl. Messe für auswärtige Besucher im Missionshaus und nahm auch regen Anteil am Leben der Kommunität. In den letzten beiden Jahren verließen ihn aber zusehends seine Kräfte und er zog sich immer mehr auf sein Zimmer zurück. Wenigstens zu einer Mahlzeit wollte er jedoch in den Speisesaal zu seinen Mitbrüdern gebracht werden, um den Kontakt nicht ganz abreißen zu lassen.

In den letzten Wochen konnte man jedoch sehen, wie er immer mehr an Gewicht verlor und sich die Zeichen des Alters bemerkbar machten. Vielleicht nicht ganz unerwartet, aber dennoch plötzlich, nahm ihn der Herr während des Schlafes, mit dem Rosenkranz in der Hand, zu sich.

 

Wir danken Gott, dem Herrn, für unseren Mitbruder Pater Danch und hoffen, dass er das, woran er in seinem Leben geglaubt hat, nun in Vollendung sehen kann.

Wir werden am Samstag, 15. Juli 2017, um 10.30 Uhr in der Kirche desMissionshauses in Sankt Wendel den Auferstehungsgottesdienst für P. Danch feiern und uns von ihm verabschieden. Im Anschluss daran findet die Beerdigung auf unserem Klosterfriedhof statt.

 

St. Wendel, 13. Juli 2017

Stefan Theobald svd
Leiter des Wendelinusheimes


Zur Vita von Pater Danch.