Bernhard Ossege SVD (1939–2017)

02.05.2017

Am 27. April 2017 verstarb im Marienkrankenhaus in St. Wendel Pater Bernhard Ossege. Das Begräbnis fand am 29. April statt.

Pater Hermann Bernhard Ossege SVD (20.02.1939 – … 27.04.2017)


Am Morgen des 27. April verstarb im Marienkrankenhaus in St. Wendel Pater Bernhard Ossege. Nach einer schweren Herzattacke rang er in den letzten drei Wochen mit dem Tode. Nun hat der Herr ihn erlöst und ihn zu sich heimgerufen.


Kindheit und Ausbildung

Bernhard Ossege wurde am 20. Februar 1939 als viertes von elf Kindern der Eheleute Josef Ossege und Johanna, geb. Bode, in Osterode am Harz geboren. Durch die Vermittlung des Steyler Bruders Hildebrand vom Missionshaus St. Xaver kam Bernhard schon früh dazu, fast drei Jahre lang mehr als hundert Exemplare der „Stadt Gottes“ in seiner Heimat zu verteilen. Der Vater las oft aus der Zeitschrift vor, und so reifte in Bernhard die Überzeugung ebenfalls Missionar zu werden.

Er trat im Herbst 1953 in das Steyler Missionshaus St. Josef in Geilenkirchen ein. Nach dem Abitur 1961 wechselte er nahtlos zum Noviziat nach Wien in das Missionshaus St. Gabriel. Auch das Philosophiestudium absolvierte er dort. Zum Theologiestudium entsandte man ihn 1964 nach Argentinien in das Steyler Priesterseminar San Javier in Rafael Calzada/Buenos Aires. Am 15. August 1967 wurde er dort zum Priester geweiht. Seine Arbeitsbestimmung erhielt er ebenfalls für Argentinien.


Pfarreiarbeit in Argentinien

Die ersten sechs Jahre seines Priestertums widmete sich Pater Ossege der Pastoralarbeit in der Pfarrei Diamante, Provinz Entre Rios. Nach einem Tertiatskurs in Rom/Nemi bekam er eine neue Bestimmung und zwar für die Pfarrei Palpalá in der Provinz Jujuy. 1976 sandten die Oberen ihn in die große Pfarrei Christo Rey in Córdoba. 1987 stand erneut ein Wechsel bevor, und er wurde von der argentinischen Steyler Südprovinz nach Misiones in die Ostprovinz nach Puerto Iguazú geschickt. Nach sechs Jahren erfolgreicher Arbeit dort erfolgte der nächste Wechsel in die Pfarrei Puerto Rico, Provinz Misiones.

Am 01. Mai 1994 hatte Bernhard einen schweren Verkehrsunfall in Misiones, an dessen Folgen er bis zu seinem Lebensende litt. Nach einem längeren Aufenthalt in Deutschland zur Behandlung und Operation seiner Verletzungen kehrte er wieder nach Puerto Rico zurück und blieb dort bis 1999. Dann wechselte er in die Pfarrei Campo Viera Misiones. Die große Hitze in dem subtropischen Misiones bewog ihn dazu, noch einmal sein Einsatzgebiet zu ändern. Er bat um Versetzung in den Süden der Provinz Buenos Aires, in die Pfarrei San Miguel Arcángel, eine Kolonie von Russlanddeutschen.


Zurück in Deutschland

Da ihm seine körperlichen Leiden jedoch immer mehr zu schaffen machten, bat er schließlich um Rückversetzung in die Heimat nach Deutschland. Am 21.12.2004 kam er in die damalige Süddeutsche Provinz in das Missionshaus St. Wendel. Hier erholte er sich zunächst drei Monate, und da er noch gerne in der Pastoral mithelfen wollte, ging er in das Missionshaus St. Bernhard nach Mosbach. Als Anfang Dezember 2005 ein Mitbruder für den pastoralen Dienst im Mutterhaus in Steyl gesucht wurde, war Pater Ossege sofort bereit, auch dorthin zu wechseln.

Seine körperliche Verfassung verschlechterte sich zunehmend und so bat er schließlich im Februar 2011 um Zuweisung in das Wendelinusheim, das Seniorenheim der Deutschen Provinz der Steyler Missionare in St. Wendel. Aufgrund seiner körperlichen Leiden lebte Pater Ossege die letzten Jahre relativ zurückgezogen in der Kommunität des Wendelinusheimes.

Vor drei Wochen erlitt er eine schwere Herzattacke und musste notfallmäßig in das Marienkrankenhaus in St. Wendel eingeliefert werden. Trotz sofort eingeleiteter Maßnahmen konnte man seinen Gesundheitszustand nicht wieder verbessern. Nach und nach versagten seine inneren Organe und schließlich verlor er heute den Kampf gegen den Tod.


Den Auferstehungsgottesdienst für Pater Bernhard Ossege fand am Samstag, 29. April 2017 um 11.00 Uhr in der Missionshauskirche in St. Wendel statt.


Stefan Theobald svd
Leiter des Wendelinusheimes


Vita Ossege