Meinrad Watermeyer SVD (1955 – 2017)

04.10.2017

Pater Meinrad Watermeyer verstarb am 2. Oktober 2017. Das Requiem und die Beerdigung finden am Donnerstag, den 12. Oktober 2017 um 14.30 Uhr im Missionspriesterseminar St. Augustin statt.

Pater Meinrad Watermeyer SVD (09.03.1955 – 02.10.2017)

Pastor der Pfarrei St. Michael zu Helgoland.


Meinrad Watermeyer wurde am 09. März 1955 als fünftes Kind der Eheleute Meinrad und Gertrud Watermeyer in Höxter geboren. Er hat drei ältere Schwestern sowie einen älteren und einen jüngeren Bruder. Sein Vater war Landwirt.

Nach dem Besuch des Gymnasiums im Steyler Missionshaus St. Xaver in Bad Driburg (seit dem 19.04.1966) trat Meinrad am 12.10.1974 in das SVD Noviziat in St. Augustin ein. Am 01.05.1976 legte er die ersten Gelübde ab, am 01.05.1980 die Ewigen. Am 04.05. 1980 wurde er zum Diakon, am 15.02.1981 zum Priester geweiht. Seine Kurskollegen zu jener Zeit waren Martin Welling SVD und Bernd Werle SVD.


Auf dem Weg nach Argentinien

Seine Missionsbestimmung erhielt er für die argentinische Ostprovinz. Da er aus Gesundheitsgründen diese Bestimmung zunächst nicht antreten konnte, wurde er in das Noviziatshaus der deutschen SVD, nach St. Paul in Wittlich-Wengerohr, in der damaligen Süddeutschen Provinz, versetzt. Dort leitete er die Bildungsstätte und engagierte sich im Bereich der Liturgie, die ihm immer sehr am Herzen lag.

1983 ging es schließlich doch nach Argentinien – in die Nordprovinz. Dort blieb er über fünf Jahre und arbeitete als Kaplan in der Pfarrei „Ntra. Sra. De la Merced“ in Tostado, einer Kleinstadt mit ländlichem Flair und ca. 20.000 Einwohnern im Norden der argentinischen Provinz Santa Fé. Später wurde er Schulseelsorger in der SVD Schule „Colegio del Salvador“ (ca. 1.200 Schüler) in San Salvador de Jujuy im Nordwesten Argentiniens.


Verwaltung in Deutschland

Nachdem er Anfang 1988 in die Süddeutsche Provinz zurückgekehrt war, ging es bereits 1989 in die Norddeutsche Provinz, wo er bis 1992 Theologenpräfekt in St. Augustin war. 1993 kam er zurück in die Süddeutsche Provinz und nahm Wirtschaftsstudien an der Zimmermannschen Wirtschaftsschule in Koblenz auf, die er am 22.12.1994 als Staatlich geprüfter Betriebswirt abschloss. Darauf folgte ein Praktikum bei der Deutschen Bank. Von 1995 bis 2004 war Meinrad Watermeyer Hausökonom im Piuskolleg der Steyler Missionare in München. Dort galt sein ganzer Einsatz der Entwicklung der Bildungsstätte und des Hauses und es wurden umfangreiche Renovierungsmaßnahmen durchgeführt.


Seelsorger in Helgoland

Nach dem Ende seiner Amtszeit in München und einem „Zwischenstopp“ in St. Augustin fand er seine neue Wirkungsstätte auf der Insel Helgoland. Am 01.11.2008 wurde er zum Pastor der dortigen Pfarrei St. Michael ernannt. Während seiner ersten Jahre dort initiierte er eine Neugestaltung von Kirche und Pfarrhaus, so dass z.B. ein Versammlungsraum für die Gemeinde auf der Empore der Kirche und im Pfarrhaus einige Gastzimmer eingerichtet wurden. Pater Watermeyer lag viel an Gemeinschaft, daran, Menschen zusammenzubringen. So bereitete er vor den Sonntagsmessen den Versammlungsraum für den Gemeindekaffee – deckte die Tische ein und kochte den Kaffee. Bis zuletzt war er Pastor auf Helgoland und gehörte zur Steyler Gemeinschaft St. Ansgar in Hamburg.


Zurück in Sankt Augustin

Vor wenigen Wochen kam Pater Watermeyer zur Behandlung seiner Krebserkrankung nach St. Augustin. Nach einer ersten Operation am 11. September fühlte er sich schlapp und müde, aber auch entschlossen, wieder zu Kräften zu kommen, um die anstehende Chemotherapie zu starten und durchzuhalten. Am vergangenen Wochenende war er noch voller Zuversicht. Aber in der Nacht auf Montag wurde er wegen Herzproblemen zunächst ins Krankenhaus nach Troisdorf, dann nach Bonn gebracht. In Bonn verstarb Meinrad Watermeyer im Alter von 62 Jahren.

Sein Leben war sehr bewegt und nicht ohne Konflikte und Schwierigkeiten. Er hat sich dort, wo er tätig war, mit all seinen Kräften eingesetzt, hat aber auch immer wieder Grenzen erleben müssen. Auch wenn wir um die Ernsthaftigkeit seiner Krebserkrankung wussten, kam der Tod schnell und anders als erwartet. Heute schauen wir voller Dankbarkeit auf sein Leben und vertrauen auf Gott, „der größer ist als unser Herz und alles weiß“ und alles im Leben zu einem guten Ende führt.

Das Requiem und die Beerdigung finden statt am Donnerstag, den 12. Oktober 2017 um 14.30 Uhr im Missionspriesterseminar St. Augustin – Arnold-Janssen-Str. 30 – 53757 Sankt Augustin (Tel. 02241/237200).


Für die Steyler Missionare, St. Augustin und Hamburg am 03.10.2017

Martin Üffing SVD, Provinzial, und Simon Boiser SVD


Seine Vita