Auf dem Weg zu spiritueller Erneuerung

25.01.2018

Die Steyler Missionare der Deutschen Provinz haben ihre Vertreter für das Generalkapitel gewählt, das vom 17. Juni bis 14. Juli in Nemi bei Rom stattfindet.

Bruder Bernd Ruffing SVD und Pater Peter Claver Narh SVD vertreten gemeinsam mit Pater Provinzial Martin Üffing SVD die Deutsche Provinz beim Generalkapitel der Steyler Missionare in Nemi bei Rom. Das bestimmte gestern das Provinzkapitel, die Versammlung der Steyler Missionare in Deutschland, auf ihrer Tagung in St. Michael in Steyl, dem Mutterhaus des Ordens bei Venlo.

Delegierte für das 18. Generalkapitel: Bruder Bernd Ruffing SVD und Pater Peter Claver Narh SVD mit Pater Provinzial Martin Üffing SVD und ihren Stellvertretern Bruder Gregor Weimar SVD und Pater Thomas Heck SVD.  (von links) 
Delegierte für das 18. Generalkapitel: Bruder Bernd Ruffing SVD und Pater Peter Claver Narh SVD mit Pater Provinzial Martin Üffing SVD und ihren Stellvertretern Bruder Gregor Weimar SVD und Pater Thomas Heck SVD. (von links)

Zu den Stellvertretern der Delegierten wählte das Provinzkapitel Bruder Gregor Weimar SVD und Pater Thomas Heck SVD. Insgesamt 32 Kapitulare, gesandt von Gemeinschaften und Institutionen der Steyler Missionare in Deutschland, tagten von Montag bis Mittwoch in Steyl zur Vorbereitung auf das 18. Generalkapitel.

32 Kapitulare, gesandt von den Gemeinschaften und Institutionen der Steyler Missionare in Deutschland, kamen zum Provinzkapitel in Steyl zusammen.  
32 Kapitulare, gesandt von den Gemeinschaften und Institutionen der Steyler Missionare in Deutschland, kamen zum Provinzkapitel in Steyl zusammen.

Die Weltversammlung des Missionsordens kommt vom 17. Juni bis 14. Juli in Nemi zusammen unter dem Motto: „Die Liebe Christi drängt uns (2 Kor 5,14): Verwurzelt im Wort, seiner Mission verpflichtet.“ Ziel ist es, einen spirituellen Prozess anzustoßen, der auf die Erneuerung der eigenen Person, des Gemeinschaftslebens und der Mission ausgerichtet ist. „Gerade in einer Zeit, in der ‚Mission‘ an vielen Orten der Welt Erneuerungsprozesse erfährt, ist es von Bedeutung, zu den spirituellen Grundlagen zurückzukehren und von da aus nach missionarischen Wegen in den vielen Situationen unserer Welt zu suchen“, erklärt dazu Pater Üffing.

Gottes Wort und den Heiligen Arnold Janssen stellten die Kapitulare in ihre Mitte.  
Gottes Wort und den Heiligen Arnold Janssen stellten die Kapitulare in ihre Mitte.

Auch stehen die Wahlen des Generalsuperiors und des Generalrates auf der Agenda. Zurzeit bekleidet Pater Heinz Kulüke SVD das Amt des Generalsuperiors. Das Generalkapitel wird alle sechs Jahre einberufen.

Das Kapitel stimmt ab.  
Das Kapitel stimmt ab.

Das Provinzkapitel in Steyl befasste sich mit den aktuellen Herausforderungen in der Deutschen Provinz. Einig waren sich die Kapitulare, dass die drei Prioritäten der Ordensgemeinschaft, „Erst- und Neuevangelisierung“, „Migration“ sowie „Soziale Gerechtigkeit/Armutsbekämpfung“ weiter konkretisiert und vertieft werden müssen. In Anträgen wurden außerdem die Sicherstellung des Engagements der Steyler Missionare im ländlichen Raum gefordert sowie eine verstärkte Auseinandersetzung mit der „Mission in der digitalen Welt“. Die Provinzleitung erhielt den Auftrag, die Arbeit an diesen Themen weiter voranzutreiben.

Pater Provinzial Martin Üffing bei seiner  Predigt in der Unterkirche von Sankt Michael.  
Pater Provinzial Martin Üffing bei seiner Predigt in der Unterkirche von Sankt Michael.

Auf die Bedeutung des Wortes Gottes schauend, betonte der Provinzial Pater Üffing in seiner Abschlusspredigt, dass die Mitglieder der Gesellschaft des Göttlichen Wortes als „Gefährten“ des Wortes immer neu zu „Hörern“ und „Tätern“ des Wortes werden müssten. Gerade eine Mission, die sich als „Gottes Mission“ versteht, bedarf des Hinhörens auf Gott in unserer Welt und auf die Menschen in unserer Zeit, um so zu sehen, wie das Wort des Evangeliums umgesetzt werden kann. „Das stellt uns alle vor Herausforderungen, ist aber auch eine Bereicherung, da wir selbst zunächst die lebenspendende Kraft des Göttlichen Wortes erfahren dürfen, bevor wir es mit anderen teilen. Daraus ergeben sich dann auch Kriterien zum Umgang mit unseren Prioritäten.“

Ein Blick von Sankt Michael auf Maas und Fähre 
Ein Blick von Sankt Michael auf Maas und Fähre
Wolfgang Finke