P. Walter Lichtenegger SVD verstorben

20.09.2011

St. Gabriel, Maria Enzersdorf / Österreich - Im 84. Lebensjahr verstarb P. Walter Lichtenegger SVD, der knapp 20 Jahre in Ghana und fast 30 Jahre in Österreich (Steiermark) missionarisch tätig war.

P. Walter Lichtenegger SVD

Im Glauben an die Auferstehung 

verstarb am 18. September 2011

P. Walter Lichtenegger SVD.


Walter Lichtenegger wurde am 12. Oktober 1928 in St. Michael, Diözese Graz–Seckau, geboren. Sein Vater hieß Josef, seine Mutter Maria. Nach der HTL Matura in Elektrotechnik musste er im Missionshaus St. Severin (Fürstenfeld) Latein und Griechisch nachholen. Im Oktober 1952 trat er in St. Gabriel ins Noviziat ein. Am 8. September 1954 legte er die ersten, vier Jahre später die Ewigen Gelübde ab. Am 7. Mai 1959 wurde er in St. Gabriel von Bischof Olbert SVD zum Priester geweiht.

Seine Missionsbestimmung erhielt er für Ghana. Bevor er Ende 1960 in die Mission ausreiste, absolvierte er ein einjähriges Studium der Soziologie in Washington D.C. (USA). In Ghana war er zuerst fünf Jahre lang Lehrer an der Berufsschule in Kukurantumi, nachher übernahm er in Folge zwei Pfarreien.

Ein schwerer Unfall beendete im Jahre 1979 seine missionarische Tätigkeit in Ghana und er musste nach Österreich zurückkehren. Trotz schwerer körperlicher Beeinträchtigung übernahm P. Lichtenegger im Oktober 1980 die Pfarre Kraubath an der Mur (Steiermark). Mit großer Hingabe und Freude leitete er die Pfarre und nahm mit viel Einfühlungsvermögen Anteil am Leben der Pfarrangehörigen. Zwischendurch wurde ihm auch die Nachbarpfarre St. Stefan ob Leoben anvertraut. Große Naturverbundenheit zeichnete ihn aus. So bestieg er nicht weniger als zehn Mal den Großvenediger und war auch viel mit dem Fahrrad unterwegs.

Als seine Kräfte immer mehr schwanden, übersiedelte er Ende Dezember 2009 nach St. Gabriel ins Freinademetzheim, wo er von den Schwestern, Mitbrüdern und Mitarbeiterinnen mit viel Liebe und Fürsorge gepflegt wurde. Als sich vor wenigen Wochen sein Gesundheitszustand verschlechterte, wurde er ins Hartmannspital (Wien) eingeliefert.

Am Sonntag, dem 18. September, kurz nach 13.00 Uhr, ging sein langer Leidensweg zu Ende und er kehrte wohl vorbereitet zu seinem Schöpfergott heim.

Am Dienstag, dem 27. September, feiern wir um 14.30 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche von St. Gabriel den Auferstehungsgottesdienst für P. Lichtenegger und geleiten ihn anschließend auf den Friedhof des Missionshauses.

P. Rektor Elmar Pitterle