13.06.2011
St. Gabriel, Maria Enzersdorf / Österreich - Mit der Sendung von Missionaren auf Zeit fand das Pfingstfest St. Gabriel 2011 seinen Abschluss.
Vier Laienmissionare aus Österreich und drei Steyler Neupriester wurden im Abschlussgottesdienst des Pfingstfestes in ihre Mission entsandt.
Magdalena Hatzl aus St. Peter am Wechsel und Philipp Scheffknecht aus Dornbirn werden im Sommer nach Argentinien reisen, um dort ein Jahr lang im Rahmen des Programms „MissionarIn auf Zeit“ (MaZ) der Steyler Missionare und Schwestern in Gemeinden mitzuarbeiten. Stephan Schiffleithner aus Tulln wird in den Kongo reisen, um dort im Projekt Orper mit Straßenkindern zu arbeiten. Die Missionarinnen und Missionare erhielten von ehemaligen „Missionaren auf Zeit“ als Zeichen ihrer Sendung ein Kreuz.
Die Diplomierte Krankenschwester Veronika Schermann aus Wien wurde als Laienmissionarin der Erzdiözese Wien für zwei Jahre nach Jujuy in Argentinien entsandt, wo sie schon einen Einsatz als MaZ leistete. Sie erhielt ihr Missionskreuz vom Verantwortlichen des Missionsreferats der Erzdiözese, Diakon Franz Ferstl.
In der gleichen Feier wurden vom Provinzial der Steyler Missionare in Österreich auch die Neupriester in ihre Mission entsandt: Pater Puplius Buru wird seine Aufgabe im Weltdorf St. Gabriel und als Kaplan in der Herz-Jesu-Pfarre in Mödling antreten, Pater Severin Korsin soll in der Pfarre Hatlerdorf in Dornbirn arbeiten und Pater Edwin Reyes soll seine Mission in der Herz-Jesu-Pfarre in Wels antreten.
In der Eucharistiefeier zu Entsendung wurde das Thema des Pfingstfests St. Gabriel zusammengefasst: Es war in den Workshops und Gebetszeiten darum gegangen, sich der eigenen Berufung bewusst zu werden. Da gab es viel, was aufgeben und „ausgesiebt“ werden musste. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Fest wurden aufgefordert, eine Option für die „Perlen“ im Leben zu treffen.
In Anlehnung an das Evangelium von der Aussendung der 72 Jünger und ihrer Mission predigte Pater Puplius Buru über die Aufgaben der Mission heute: Es geht darum, Frieden zu schaffen, die Liebe Gottes weiter zu geben und den Armen beizustehen. Darin besteht die Aufgabe der Kirche: Sie soll das Reich Gottes gegenwärtig machen und sich zu den Armen und Unterdrückten wenden. Das Reich Gottes ist allen offen, die nach Befreiung und Heilung, nach Gleichberechtigung, Gerechtigkeit und Frieden suchen und sich nach Leben und Barmherzigkeit sehnen. Wer sich für diese Werte des Reiches Gottes einsetzt, wird auch heute wie ein Lamm unter die Wölfe gesandt, warnte Pater Buru die Gemeinde. Aber zu Pfingsten feiern wir, dass Gottes Geist den Jüngern mit Rat und Stärke für ihre Mission beisteht, daher können alle ihre Mission im Glauben, Vertrauen und Zuversicht übernehmen.
In einer Symbolhandlung wählten die „Missionare auf Zeit“ verschiedene Haltungen aus, die sie für ihre Mission für wichtig halten: Gleichgültigkeit, Überheblichkeit, Hochmut und Berührungsängste warfen sie in einen Mistkübel, die Haltungen von Interesse, Mut, Durchhaltevermögen, Lernbereitschaft, Offenheit, Vertrauen und Ehrlichkeit sammelten sie in einem Korb.
Diese Aussendung zur Mission, das Reich Gottes anzukündigen, betrifft die ganze christliche Gemeinde ohne große Unterschiede. Pater Franz Helm erklärte die gemeinsame Sendungsfeier von Laienmissionaren und Steyler Priestern als einen Schritt, diese gemeinsame Mission zu betonen. „Die Mission macht keinen Unterschied zwischen fernen Ländern oder der angestammten Gemeinde in der Heimat, zwischen Laien und Priestern – alle sind wir aufgefordert, das Reich Gottes den Bedürftigen anzukündigen“, sagte Pater Helm.
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