Bruder Alfons Gernassnig unerwartet verstorben

07.01.2014

St. Gabriel - Maria Enzersdorf / Österreich - Der Gott des Lebens hat unseren Mitbruder, Br. Alfons (Erwin) Gernassnig SVD, am 3. Jänner 2014 zu sich gerufen.

(c) Friedl Wendlinger
(c) Friedl Wendlinger

Bruder Alfons wurde am 15. Jänner 1940 als Erwin Gernassnig in Klagenfurt geboren. Seine Mutter Josefine verstarb kurz nach seiner Geburt. Bald danach nahm ihn das Ehepaar Thomas und Adelheid Wendlinger aus Tristach bei Lienz als Ziehsohn an. Später bekamen sie zwei eigene Söhne und adoptierten ein Mädchen. In dieser Bauernfamilie wuchs Erwin auf. Nach acht Jahren Volksschule besuchte er eine landwirtschaftliche Berufsschule, arbeitete am Hof der Familie mit und half auch bei den benachbarten Bauern aus. In der vom christlichen Glauben geprägten Atmosphäre seiner Familie erwachte in ihm als junger Mann der Wunsch, Gott in besonderer Weise zu dienen.

So bat er im Januar 1964 um Aufnahme ins Missionshaus St. Gabriel als Bruderpostulant. Im Herbst desselben Jahres kam er ins Noviziat und nahm den Ordensnamen Alfons an.1966 legte er die ersten Gelübde ab und band sich 1971 durch die Ewigen Gelübde für immer an die Gemeinschaft der Missionare des Göttlichen Wortes.
Abgesehen von einem kurzen Aufenthalt in St. Rupert, arbeitete Br. Alfons zeit seines Ordenslebens in St. Gabriel und war hauptsächlich in der Gärtnerei eingesetzt.
Er war ein liebenswerter, geselliger Mitbruder, stets hilfsbereit und bescheiden. In seiner stillen Art hat er der Hausgemeinschaft treu gedient und am großen Missionswerk der Kirche teil gehabt, auch wenn er nicht in fernen Ländern wirken konnte.

Als er manche Beschwerden des Alters spürte, wollte er sie nicht recht wahr haben. Er hat immer gern und viel gearbeitet und war nie wehleidig. Schließlich musste er doch die deutlich werdenden Symptome ernst nehmen. So unterzog er sich vor eineinhalb Jahren einer Operation wegen eines Tumors an der Niere und kam bald wieder zu Kräften. Vor etwa drei Monaten allerdings traten wieder Zeichen einer angegriffenen Gesundheit auf. Er wurde am 2. Januar wegen eines weiteren Tumors an der Niere und den angrenzenden Organen operiert, diesmal ohne Erfolg. Er verstarb am 3. Jänner abends im Krankenhaus Baden bei Wien.
Br. Alfons schien eine Vorahnung von seinem letzten Weg gehabt zu haben, legte aber alles vertrauensvoll in die Hand Gottes und empfahl sich dem Gebet seiner Mitbrüder. In einer Weihnachtskarte schrieb er: „Ich bin zufrieden mit meiner Krankheit.“ Möge Gott ihm das viele, oft verborgene, Gute, das er getan hat, lohnen und ihm das Leben in Fülle schenken.

Mit den Mitbrüdern, Bekannten und Freunden trauern vor allem auch seine Geschwister Friedl, Lorenz und Anni und deren Angehörige um ihn.

Am Montag, dem 13. Jänner 2014, feiern wir um 14.30 Uhr in der Heilig-Geist Kirche von St. Gabriel die Eucharistie und sagen Gott Dank für das Leben von Bruder Alfons. Anschließend geleiten wir ihn auf den Friedhof des Missionshauses zur letzten Ruhe.

Pater Anton Fencz SVD, Rektor