Im Dienst der Sendung der Orden

12.12.2015

Wien / Österreich - Bei einem Festakt anlässlich der Verabschiedung von Pater Erhard Rauch wurde Pater Franz Helm als neuer Generalsekretär der Superiorenkonferenz in Österreich vorgestellt.

Vesper in der Konzilsgedächtniskirche: v. l.: Sr. M. Cordis Feuerstein, P. Franz Helm, Prälat Maximilian Fürnsinn, Abtpräses Christian Haidinger, P. Erhard Rauch und Generaloberin Sr. Franziska Bruckner  
Vesper in der Konzilsgedächtniskirche: v. l.: Sr. M. Cordis Feuerstein, P. Franz Helm, Prälat Maximilian Fürnsinn, Abtpräses Christian Haidinger, P. Erhard Rauch und Generaloberin Sr. Franziska Bruckner

Der Salvatorianer Pater Erhard Rauch legte nach vierzehn Jahren sein Amt als Generalsekretär der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs zurück. In einem Festakt wurde seine langjährige Tätigkeit gewürdigt. Zunächst legte er in einer Homilie während der Vesper das Gleichnis von den Talenten (Mt 25,14-30) aus. Jeder erhält von Gott Gaben und die können sehr unterschiedlich sein. Es sei aber wichtig, diese gut einzusetzen. Angst zu haben sei das Schlechteste. In seinem persönlichen Rückblick betonte er auch, dass er in den vergangenen Jahren sehr viel gelernt habe.
Vertreter der Ordensoberen, der Bischofskonferenz und des Staates würdigten seinen vielfältigen Einsatz und seine zahlreichen Initiativen als Impulsgeber für Kirche und Orden.
Otto Friedrich, Redakteur der Wochenzeitung „Die Furche“, legte in drei Punkten „weltliche“ Erwartungen an Ordensgemeinschaften dar. Als Erstes plädierte er dafür, „dem Schweigen einen Ort und Raum zu schaffen“. Dies sei inmitten der Geschwätzigkeit der Medien und der globalen Kommunikation von großer Bedeutung.
Als Zweites war ihm das gelebte Zeugnis wichtig und er verwies auf zwei Ordensleute, die in Syrien bei den bedrängten Christen und Muslimen lebten.
Als Drittes betonte er die Suche nach rechter Sprache und zwar als Stimme für die, die kein Stimmrecht haben. Es sei heute sehr notwendig, dort Trost und Hoffnung zusprechen, wo sie abhanden gekommen sind.
Pater Helm verwies bei seiner Vorstellung auf das, was er mitbekommen hat und einbringen kann: Den in seiner Herkunftsfamilie grundgelegten Glaube und das Anliegen, aktiv Beziehungen zu gestalten und nicht nur von Beziehungen zu leben. Weiters betonte er die Verbundenheit mit seiner Ordensgemeinschaft, den Steyler Missionaren, und die Wichtigkeit, in dieser Verbundenheit zu bleiben.
In Brasilien habe er erfahren dürfen, wie die Kirche an den Brennpunkten der Zeit solidarisch mit den Menschen am Rand ist, und diese Erfahrung konnte er in Österreich in Verbindung mit den missionierenden Orden fruchtbar machen. In Anknüpfung an die Homilie von Pater Rauch betonte er dann, die Talente seien unterschiedlich und vielfältig verteilt. Das beobachte er auch im sehr kompetenten und engagierten Team im Büro der Orden an der Freyung, und das lasse ihn zuversichtlich anfangen. Als Geistlicher Assistent der Frauenbewegung in Österreich sieht er auch eine Priorität darin, die Zusammenarbeit mit den Frauenorden vertiefen.
Die lange Feierstunde im Kardinal König Haus der Jesuiten in Lainz klang bei einer Agape aus.

Foto (v.l.n.r.): Dr. Peter Schipka, Prälat Maximilian Fürnsinn, P. Franz Helm, MinR Mag. Oliver Henhapel, Abtpräses Christian Haidinger, P. Erhard Rauch, Sr. Beatrix Mayrhofer, Adrian Zoschg und Antonia Rovelti (Volders Ensemble) und Dr. Otto Friedrich. (c) Ordensgemeinschaften Österreich/Kati Bruder 
Foto (v.l.n.r.): Dr. Peter Schipka, Prälat Maximilian Fürnsinn, P. Franz Helm, MinR Mag. Oliver Henhapel, Abtpräses Christian Haidinger, P. Erhard Rauch, Sr. Beatrix Mayrhofer, Adrian Zoschg und Antonia Rovelti (Volders Ensemble) und Dr. Otto Friedrich. (c) Ordensgemeinschaften Österreich/Kati Bruder
F. Pilz SVD