Hold the Line, please!

23.05.2015

Maria Enzersdorf / Österreich - Über 100 TeilnehmerInnen sind trotz strömenden Regens und allseits grassierenden Songcontest-Fiebers ins Weltdorf St. Gabriel gekommen, um hier das Hochfest des Heiligen Geistes zu feiern.

„Alle Verbindungen scheinen gekappt, aber wir sind gemeinsam auf dem Weg!“ Mit diesem Statement beschreibt Resi Lengheimer, die Hauptorganisatorin des Pfingstfestes 2015, worum es beim 31. St. Gabrieler Pfingstfest geht. Gut 100 TeilnehmerInnen sind gekommen, um über Pfingsten unter dem Motto „Hold the Line“ über. In eindrücklichen Sketches brachten Mitglieder des Weltdorfteams bei der Eröffnung zum Ausdruck, wie die Beziehung zu sich selbst, zu den Mitmenschen, zu Gott, zur Natur, zur Kirche und zu verschiedenen Kulturen gestört sein kann. Gedankenlos wird ein exotischer Fisch aus Thailand konsumiert, aber Mutter Natur leidet dadurch. Jeder will seine Idee von Kirche durchsetzen, und so kommt nichts Gemeinsames raus. Wo jemand nur noch von einem Termin zum andern rast, verliert er die Freude und die Beziehung zum eigenen Ich. Und die Beziehung zu Gott geht da verloren, wo sie nicht mehr gepflegt wird. Aber die vielen jungen Leute, die aus ganz Österreich, Deutschland und der Slowakei angereist waren, ließen es nicht dabei bewenden. Sie diskutierten, wie die Verbindung wieder hergestellt werden könnte, und brachten in kurzen Worten auf den Punkt, was da gefragt ist: Offenheit, Wertschätzung, sich Zeit nehmen, usw.


Das Wochenende über werden die TeilnehmerInnen in unterschiedlichsten Workshops, bei Gebetszeiten und Gottesdiensten und in vielen Gesprächen danach suchen, in lebendiger Verbindung mit dem Wesentlichen im Leben zu stehen. Ein besonderes Gepräge bekommt diese Suche durch die vielen Steyler Missionare und Missionsschwestern aus verschiedenen Kontinenten, die beim Pfingstfest mitmachen und als Dialogpartner zur Verfügung stehen. Eine weitere interessante Gruppe von TeilnehmerInnen sind junge Erwachsene, die als „MissionarInnen auf Zeit“ ein Jahr in einem anderen Kontinent verbracht haben, oder die gerade dabei sind, sich auf so einen Einsatz vorzubereiten. Diese Weltweite und Vielfalt der Kirche wird gerade auch bei den Gottesdiensten am Pfingstfest spürbar.
Wer zum Festgottesdienst am Pfingstsonntag um 15 Uhr in die Hl. Geist Kirche St. Gabriel kommen will, ist herzlich willkommen!

Franz Helm SVD