Katholische Kirche vermittelt im Bürgerkrieg

09.12.2005

Bogotá / Kolumbien - Trotz aller Horrornachrichten aus dem vom Bürgerkrieg gebeutelten Land gibt es hin und wieder auch Zeichen der Hoffnung.

"Im Augenblick hegen wir wieder einmal die Hoffnung, dass der interne Konflikt auf kurz oder lang gelöst wird", berichtet der Steyler Missionar, Pater Gregorio Eich SVD. Die rechten Guerillagruppen verhandeln derzeit mit der Regierung und haben sich auf ein kleines Gebiet im Nordwesten des Landes zurückgezogen, so Pater Eich. Zwei linksextremistische Splittergruppen haben ihre Waffen abgegeben. Ihre Mitglieder wollen sich in die Gesellschaft zurückintegrieren. "Nun hat, nach Vermittlung durch die Katholische Kirche, auch die linke Befreiungsarmee ELN ihre Bereitschaft signalisiert, sich auf Friedensverhandlungen einzulassen", sagt Pater Eich. Mexiko hat sich bereit erklärt, eine Vermittlerrolle zu übernehmen.

ndk