2. Steyler Stiftertreffen in Steyl - Teilen wie der Nikolaus

11.12.2008

Steyl / Niederlande - 40 Stifter und Stiftungsinteressierte trafen sich am Nikolauswochenende im Mutterhaus der Steyler Missionsschwestern und tauschten ihre Erfahrungen aus. Das Treffen im Zeichen des Nikolaus wurde zu einem eindrucksvollen Zeugnis christlicher Hilfsbereitschaft.

Das Steyler Stiftungszentrum lud seine Stifter vom 5. bis 7. Dezember 2008 zu einem Erfahrungsaustausch nach Steyl ein, dem Gründungsort aller drei Steyler Ordensgemeinschaften. Als zentrales Element für dieses Treffen wählten die Steyler den Bischofsstab des Nikolauses. "Denn in jeder Stiftung lebt die Hilfsbereitschaft des Heiligen Nikolauses weiter", erläuterte Norbert Wolf, der Geschäftsführer der Steyler Bank, den Stiftern das Bild.

 

Stiftungszentrum wächst rasant

Reiche Frucht trägt auch die jüngste Initiative der Steyler Missionare. Im Jahr 2004 gründete deren Bank das Steyler Stiftungszentrum, mit dem Ziel, Stiftungen zugunsten der Arbeit der Steyler Missionare und Missionsschwestern weltweit, zu initiieren. Der Erfolg ist umwerfend: In nur vier Jahren wurden über 120 Treuhandstiftungen mit einem Gesamtvolumen von  6 Mio. Euro gegründet. Allein im letzten Jahr stießen 30 neue Stifter zur Steyler Stifterfamilie. Damit gehört das Steyler Stiftungszentrum zu den Stiftungsinitiativen in Deutschland, die am schnellsten wachsen.

Bereits 2006 trat sich die Stifterfamilie im Herz-Jesu-Kloster in Steyl.  Und auch für das zweite Treffen wählte man das Mutterhaus der Steyler Missionsschwestern als Veranstaltungsort. Vor allem vor dem Hintergrund der Seligsprechung der Mitgründerin der Steyler Missionarinnen, Mutter Josefa, im Sommer diesen Jahres, war dies eine bewusste Besinnung auf die Wurzeln der Missionare. Denn von Steyl aus wurden im Laufe der Jahre hunderte Missionare und Missionsschwestern in die Welt gesandt, um Menschen in Not zu helfen und die christliche Nächstenliebe zu verkündigen.

Und so stand die Begegnung mit den Missionaren und Missionsschwestern im Zentrum der drei Tage. In den Missionsvorträgen erhielten die Teilnehmer ein eindrucksvolles Bild vom großen Engagement der Steyler für die Bedrängten. Und auch die Stifter berichteten von ihren Besuchen in den Missionsstationen. Herr Walterspacher stellte die Arbeit der Steyler Missionarinnen in Äthiopien vor, die er kurz zuvor besucht hatte und die er mit seiner Stiftung unterstützt. Frau Dr. Spiegel berichtete über die Arbeit von Pater Kulueke auf Cebu. Dieser Pater sei in ihren Augen "ein Heiliger", den sie gerne unterstützt.

 

Spenden sammeln leicht gemacht

Um ihre Hilfe für die Steyler Arbeit zu intensivieren, suchen die Stiftungen nach Wegen, zusätzliche Spenden zu akquirieren. Deshalb war das Thema Fundraising ein weiterer Schwerpunkt dieses Treffens. Der Vorstandsvorsitzende der McDonald´s Kinderhilfe, Manfred Welzel, zeigte Wege für eine gezielte Spendenwerbung auf. Dabei sei es, so Welzel, wichtig, Absagen und Rückschläge wegzustecken und immer wieder aufs Neue zu beginnen. Begleitend zu dem Vortrag konnten die Stifter gleich vor Ort bei der Agentur "motion-marketing" ihre Werbemittel kostenlos konzipieren lassen. "Das Steyler Stiftungszentrum hilft nicht nur bei der Gründung und Verwaltung der Stiftungen, sondern auch beim Fundraising", wie Jürgen Welzel, Marketingleiter der Steyler Bank, betonte.

 

Testament und Nachlass

Ein weiteres Thema des Treffens war "Nachlass und Testament". Eine Thematik, die alle anwesenden Stifter bewegt. Melanie Jakobs vom Stiftungszentrum in München zeigte den Teilnehmern, worauf sie achten sollen, um ihren Nachlass vernünftig zu regeln. Zusätzlich zu ihrem Vortrag beriet sie die Stifter in Einzelgesprächen ausführlich und individuell.

 

Gemeinsam auf dem Weg

Das Steyler Stiftungszentrum versteht sich als die Gemeinschaft der Steyler Stifterinnen und Stifter. Und so wurde der gemeinsame Gottesdienst am Sarkophag des Steyler Ordensstifters, des heiligen Arnold Janssens, zum eindrucksvollen Erlebnis. Und beim anschließenden Nikolausabend im romantischen Refektorium des Klosters, dankte der Steyler Nikolaus höchst persönlich den Stiftern für ihr Engagement.

 

Stiften macht reich

Beim intensiven Erfahrungsaustausch zwischen allen Stiftern wurde klar: Stiften ist eine Herzensangelegenheit. "Ich habe so viel Gutes im Leben erfahren, dass ich ein wenig davon weitergeben möchte," brachte es eine Stifterin auf den Punkt.  Von allzu viel Dank wollten deshalb die Stifter nichts wissen: "Die eigentliche Arbeit machen die Steyler Missionare und Missionsschwestern," betonte ein Stifter.

 

An diesem Wochenende ist die Steyler Stifterfamilie enger zusammengerückt und auch die Schwestern und Missionare waren von der herzlichen Atmosphäre begeistert. Und so steht fest, in zwei Jahren wird man sich wieder treffen: zum 3. Steyler Stiftertreffen.

Jürgen Welzel , Nina Pertagnol