Br. Alexius (Walter) Hofmann SVD (1921-2013)

03.11.2013

St. Wendel / Deutschland - Im Glauben an die Auferstehung und vorbereitet auf diesen Tag legte unser Mitbruder Alexius Hofmann heute Morgen sein Leben in die Hände seines Schöpfers zurück.

Br. Alexius wurde am 20. Oktober 1921 als Sohn der Eheleute Franz Adam und Sophia Hofmann in Viernheim geboren und am 23. Oktober 1921 auf den Namen Walter getauft.

Von 1928 – 1936 besuchte er die Volksschule in Viernheim. Am 8. April 1936 trat er als Bruder-Kandidat im Missionshaus St. Wendel in die Gesellschaft des Göttlichen Wortes ein. Auf dem Wendelinushof erlernte er den Beruf des Metzgers.

Am Tag seiner Einkleidung, am 8. September 1939, erhielt er den Namen Br. Alexius. Bedingt durch den Zweiten Weltkrieg konnte er das Noviziat nicht beenden, denn er wurde zum Wehrdienst eingezogen. Während seines Kriegseinsatzes erlitt er dreimal durch Minen, Granatsplitter und Handgranaten schwerste Verletzungen im Gesicht, am Rücken, sowie an Ober- und Unterschenkeln. 1945 geriet er in Gefangenschaft aus der er im Juli 1947, an Malaria erkrankt und mit Erfrierungen dritten Grades, entlassen wurde. Nach einer Zeit der Erholung beendete er das Noviziat und legte am 8. September 1948 im Missionshaus St. Wendel die Ersten Gelübde ab.

Nach bestandener Prüfung erhielt er 1952 den Meisterbrief. Durch die Ablegung der Ewigen Gelübde am 8. September 1954 band er sich für immer an die Ordensgemeinschaft. Bis 1962 leitete er die Metzgerei auf dem Wendelinushof. Danach konnte er, bedingt durch die Kriegsverletzung, seinen Beruf nicht mehr ausüben. Er wechselte in die Verwaltung des Wendelinushofes, wo er bis 1971 den Dienst an der Hof-Kasse versah. 1971 wurde Br. Alexius in das Missionshaus St. Johann in Blönried versetzt. Auch dort war sein Arbeitsfeld die Verwaltung. Im Jahre 2004 kehrte er aus Altersgründen in das Missionshaus St. Wendel zurück.

Ende September wurde bei ihm Darmkrebs festgestellt. Trotz seines hohen Alters war eine Operation unumgänglich. Es musste ihm ein künstlicher Darmausgang gelegt werden. Von diesem großen Eingriff hat sich Br. Alexius nicht mehr erholt. In den letzten Tagen galt sein Blick immer dem Kreuz über seinem Bett. Er war vorbereitet und erwartete mit großer Geduld den Tag an dem sein Herr in „heimrufen“ würde.

Bruder Alexius war ein stiller und bescheidener Mann. Immer nahm er gern an den gemeinsamen Gebeten der Kommunität teil. Wir danken Gott, dass wir diesen lieben, bescheidenen Mitbruder in unserer Mitte haben durften.

Wir feiern das Sterbeamt für Br. Alexius am Donnerstag, 07. November 2013, um 14.30 Uhr in der Kirche des Missionshauses in St. Wendel. Anschließend beerdigen wir ihn auf unserem Klosterfriedhof, auf dem auch sein leiblicher Bruder, P. Johannes Hofmann, beigesetzt ist.

St. Wendel, 03. November 2013

Leiter des Wendelinusheimes

Stefan Theobald svd