P. Guido Schwarz SVD (1935-2013)

11.12.2013

St. Wendel / Deutschland - Heute in den frühen Morgenstunden verstarb nach langer schwerer Krankheit im Marienkrankenhaus in St. Wendel unser lieber Mitbruder P. Hans Guido Schwarz.

Guido wurde am 04. Januar 1935 als jüngstes von fünf Kindern des Ehepaares Otto und Luise Schwarz in Saarlouis geboren. Er wuchs in einer religiösen Familie auf, in der das Gebet und die Hl. Messe das Leben prägten. Nach 9-jähriger Volksschule arbeitete er für 5 ½ Jahre, genau wie sein Großvater, in der Grube Luisenthal. Er engagierte sich sehr aktiv in der katholischen Jugend und während dieser Zeit wuchs in ihm ständig das Verlangen, sein Leben ganz in den Dienst Gottes und der Mitmenschen zu stellen. 


Mit nun inzwischen 20 Jahren trat er in das Missionshaus St. Josef Geilenkirchen ein und setzte sich wieder von 1955 – 1961 auf die Schulbank. Nach dem Abitur begann er sofort das Noviziat im Missionshaus St. Gabriel und studierte dort auch Philosophie. Am 01. Mai 1963 legte er die Ersten Gelübde in St. Gabriel ab und wechselte dann nach St. Augustin zum Studium der Theologie. Am 01. Mai 1967 legte er die Ewigen Gelübde ab und am 23. September des gleichen Jahres wurde er zum Priester geweiht. Seine Missionsbestimmung bekam er für Papua Neuguinea.

Nach einem Sprachkurs in Liverpool reiste er im Mai 1969 nach Neuguinea ab. Dort angekommen, absolvierte er zunächst einen 7-wöchigen Sprachkurs in Pidgin-Englisch. Danach ging es auf die Hauptstation in der Diözese Mont Hagen, wo er zunächst P. William Ross vertrat bis ihm Bischof Bernarding die Pfarrei Kuruk übertrug. Dort blieb er sieben Jahre. Da die Pfarrei sehr groß war, begann er von Anfang an Laien für die Mitarbeit in der Pastoral auszubilden. Wöchentliche Versammlungen mit den Katecheten, zur Vorbereitung der Sonntagsgottesdienste und zur Vorbereitung der Katechumenen, der Erst-kommunionkinder und der Firmlinge, waren wichtige Bestandteile seiner Arbeit. Der Bischof sah sein besonderes Interesse für die Laienausbildung und schickte ihn zu einem 7-monatigen Kurs für Katechese nach Manila. Nach seiner Rückkehr übernahm er für 1 Jahr die Führung der Katechistenschule in Pumakos. Er bereiste alle Pfarreien der Diözese, um Fortbildungskurse für die Katechisten zu geben. Anschließend begann er mit der Bibelschulung in der Diözese. Zwei Jahre lang hielt er 3-wöchige Bibelkurse.

Auf Bitten von P. Provinzial Ben Kuhnert übernahm er von 1982 – 1987 die Präfektur im Priesterseminar in Port Moresby. Dort gab er auch Vorlesungen in Katechese und Pastoral. Nach dieser Zeit bat er seine Oberen wieder in das Bibelapostolat wechseln zu dürfen. Er wurde Koordinator des Bibelapostolates der SVD-Provinz PNG. Seine Arbeit erstreckte sich über 21 Diözesen. Alle Bischöfe kannte er persönlich.
Da er ständig unter Rückenschmerzen litt, entschloss er sich 1997 zur Rückkehr nach Deutschland. In Deutschland angekommen, wurde er dem Missionshaus St. Wendel zugewiesen. Bei einer ärztlichen Untersuchung stelle man ein bösartiges Prostataleiden fest. Nach einer Operation und anschließender Reha-Maßnahme konnte er den Dienst als Seelsorger im Krankenhaus in St. Wendel übernehmen. Im Oktober 1999 zog er nach Hauenstein, um dort den Dienst als Hausgeistlicher der Karmelitinnen zu übernehmen. 2004 kehrte er in das Missionshaus St. Wendel zurück. Gerne übernahm er Aushilfen in den Pfarreien der Umgebung. Mit einigen Mitbrüdern und engagierten Laien, die sich in der Gesangsgruppe „Vocame“ zusammengefunden hatten, gestaltete er regelmäßig Gottesdienste in der Missionshauskirche.
2012 erkrankte er an Magenkrebs. Nach einer Operation erholte er sich recht gut und alle hofften auf eine Genesung, doch Anfang November brach die Erkrankung wieder durch. Er musste erneut operiert werden, aber die Ärzte konnten nichts mehr für ihn tun. Ergeben wartete er bis ihn unser Herr heute „heim“ rief.

Wir danken Gott für das Leben von P. Schwarz und feiern das Sterbeamt für ihn am Montag, 16. Dezember 2013, um 14.30 Uhr in der Kirche des Missionshauses in St. Wendel. Anschließend beerdigen wir ihn auf unserem Klosterfriedhof.

St. Wendel, 11. Dezember 2013

Leiter des Wendelinusheimes

Stefan Theobald SVD