Pater Josef Hermann Müssig SVD (1922 – 2014)

20.10.2014

St. Wendel / Deutschland - Der Steyler Missionar Pater Josef Hermann Müssig verstarb am 18. Oktober 2014 in St. Wendel. Das Begräbnis findet am Mittwoch, 22. Oktober 2014, um 14.30 Uhr in der Kirche des Missionshauses St. Wendel statt.

Pater Müssig SVD


Pater
Josef Hermann Müssig SVD
(1922 – 2014)


In den frühen Abendstunden des vergangenen Samstags verstarb im Marienkrankenhaus in St. Wendel unser lieber Mitbruder P. Josef Hermann Müssig SVD.

Josef Hermann Müssig wurde am 28. Februar 1922 als Sohn des Tischlers Josef Müssig und seiner Ehefrau Elisabeth, geb. Grüner, in Ziegenhals (Kreis Neisse, Oberschlesien) geboren. Am 20.04.1935 trat er als Zögling in das Missionshaus Maria-Treu in Leobschütz ein. Die Oberstufe wechselte 1938 in das Missionshaus Hl. Kreuz in Neisse. Nach der Auflösung des Hauses 1940 durch die Nazis wechselten die Schüler auf das Staatliche Gymnasium Karolinum in der Stadt Neisse. Pater Müssig wurde gleich nach dem Abitur im Frühjahr 1941 zum Militärdienst eingezogen und in einer Nachrichtenkompanie nach Russland geschickt.

Aus dem Krieg heimgekehrt, trat er am 07. Dezember 1945 in St. Augustin in das Missionspriesterseminar der Steyler Missionare ein. Nach dem zweijährigen Noviziat legte er am 1. Mai 1947 die Ersten Gelübde ab und begann das Studium der Philosophie und Theologie. Nach Abschluss seiner Studien legte er am 9. März 1951 die Ewigen Gelübde ab und wurde im gleichen Jahr am 26. August zum Priester geweiht. 1952 bekam er die Missionsbestimmung für Sambalpur in Indien, wurde aber bereits 1953 nach Papua-Neuguinea umbestimmt.

1954 kam er in Neu-Guinea an. In den ersten sechs Monaten erlernte er Pidgin-Englisch, danach wurde er nach Koge versetzt, wo er bis 1959 blieb. Von 1959 bis 1978 war er Pfarrer in Neragaima. 1978 entsandte ihn der Bischof nach Mingende, wo er bis zu seiner Rückkehr nach Deutschland im Jahre 1995 als Pfarrer wirkte. Nach Aussagen vieler Mitbrüder war P. Müssig ein engagierter und beliebter Seelsorger, dem nichts mehr am Herzen lag als seine Gläubigen.

Aus Gesundheitsgründen nach Deutschland zurückgekehrt blieb er zunächst für ein Jahr in St. Augustin, bevor er 1996 in das Mutterhaus nach Steyl übersiedelte. Nach Fertigstellung des Wendelinusheimes zog er 2008 mit den anderen Bewohnern von St. Gregor in Steyl nach St. Wendel um.

Anfänglich konnte er noch alleine gehen, obwohl er unter ständigen Schwindelanfällen zu leiden hatte. In den letzten Jahren konnte er sich allerdings nur noch im Rollstuhl fortbewegen.

Pater Müssig war ein ruhiger und sehr bescheidener Mitbruder, der, solange es ihm möglich war, nie bei den Gebetszeiten fehlte. In den letzten Wochen seines Lebens verschlechterte sich sein Gesundheitszustand so sehr, dass er das Bett nicht mehr verlassen konnte.

Am vergangenen Freitag musste er notfallmäßig in das Marienkrankenhaus in St. Wendel eingeliefert werden, wo er am Samstag in Folge einer Lungenembolie verstarb.

Das Requiem für P. Müssig feiern wir am kommenden Mittwoch, dem 22. Oktober 2014, um 14.30 Uhr in der Kirche des Missionshauses St. Wendel. Anschließend tragen wir unseren lieben Mitbruder auf unserem Klosterfriedhof zu Grabe.


St. Wendel, 20. Oktober 2014
Stefan Theobald SVD


Christian Tauchner SVD