Pater Paul Książek SVD (1933-2015)

07.10.2015

St. Wendel / Deutschland - Unser Mitbruder P. Paul Książek verstarb am vergangenen Montagabend im Marienkrankenhaus in St. Wendel.

Obwohl schwer erkrankt, verstarb dennoch unerwartet unser lieber Mitbruder P. Paul Książek am vergangenen Montagabend (5. Okt. 2015) im Marienkrankenhaus in St. Wendel. Seit einigen Jahren litt Pater Paul, wie er im Wendelinusheim gerufen wurde, an der Parkinsonkrankheit, die ihn zusehends schwächte. Am Beginn der Krankheit konnte er noch mit dem Stock gehen und längere Spaziergänge machen, dann brauchte er einen Rollator und schließlich war er auf den Rollstuhl angewiesen. In den letzten Monaten verschlechterte sich sein Allgemeinzustand rapide und am Sonntag, dem 27. September 2015, musste P. Paul notfallmäßig wegen eines akuten Lungenödems in das Marienkrankenhaus eingeliefert werden. Ein operativer Eingriff war erforderlich, um seiner Lunge Erleichterung zu verschaffen. Eigentlich glaubten wir alle, dass er so langsam wieder auf die Beine kommt, doch dann versagte plötzlich sein schwaches Herz und Gott der Herr nahm ihn zu sich.
Paul Książek wurde am 12. Juli 1933 im oberschlesischen Sternalitz (heute Sternalice) als Sohn der Eheleute Franz Książek und seiner Ehefrau Maria, geb. Strelczok, geboren. Nach der Volksschule und der gymnasialen Ausbildung trat Paul am 08. September 1950 in das Missionspriesterseminar St. Adalbert in Pieniężno in das Noviziat der Steyler Missionsgesellschaft ein. Am 01. September 1952 legte er die Ersten Gelübde ab und begann seine philosophisch-theologischen Studien. Am 08. September 1958 legte er die Ewigen Gelübde ab und am 01. Februar 1959 wurde er zum Priester geweiht. Bis zum Erhalt seiner Missionsbestimmung für Papua-Neuguinea im Jahre 1965 war P. Paul im Seminar in St. Adalbert als Lateinlehrer tätig.
Im September 1966 reiste er nach Neuguinea. Nach dem Sprachstudium bekam er seine Arbeitsbestimmung für die Diözese Mount Hagen. Zunächst war er von 1968 - 1984 Pfarrer der Pfarrei Togoba. Im Januar 1985 wechselte er in die Pfarrei Tabuga. Dort blieb er bis März 1994. Von der Norddeutschen Provinz angefragt, entschied er sich nach Deutschland umzusiedeln, um das Arnold-Janssen-Sekretariat im Mutterhaus in Steyl zu übernehmen. In Steyl arbeitete er bis März 2001. Er beendete die Arbeit im Arnold-Janssen-Sekretariat und übernahm anschließend die Seelsorge bei den „Schwestern Unserer Lieben Frau“ in Grefrath-Mühlhausen.
Anfang des Jahres 2009 bat P. Paul den Provinzial um Entpflichtung von der Aufgabe des Schwesternseelsorgers und um Zuweisung in das Wendelinusheim nach St. Wendel. Am 01. Mai 2009 zog er nach St. Wendel um.
P. Paul war ein liebenswürdiger Mitbruder, der nie bei den gemeinschaftlichen Veranstaltungen, bei den Gebetszeiten oder der Feier der Hl. Messe fehlte. Er interessierte sich sowohl für die Belange der Mitbrüder, als auch für die Belange unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch seine Familie, zu der er regen Kontakt pflegte, lag ihm immer am Herzen. Allen wird er fehlen, aber sicherlich wird er nun allen ein Fürsprecher im Himmel sein.
Wir danken Gott dem Herrn für das Leben von P. Książek, für seinen Einsatz als Ordensmann, Priester und Missionar. Im Requiem, das wir am kommenden Samstag, 10. Oktober 2015, um 10.30 Uhr in der Missionshauskirche in St. Wendel feiern, verabschieden wir uns von ihm. Anschließend geleiten wir seine sterblichen Überreste zu ihrer letzten Ruhestätte auf unserem Klosterfriedhof.

St. Wendel,

Leiter des Wendelinusheimes

Stefan Theobald svd