Gütezeichen für Steyler „Missionare auf Zeit“

18.01.2016

Sankt Augustin / Deutschland - Das Freiwilligenprojekt der Steyler Missionare ist mit dem RAL-Gütezeichen für Internationale Freiwilligendienste ausgezeichnet worden. MaZ-Koordinator Markus Woettki sieht darin eine Bestätigung für die gute Arbeit der Steyler.

Seit 33 Jahren entsenden die Steyler Missionare junge Freiwillige als Missionarinnen oder Missionare auf Zeit (MaZ) in die weite Welt. In den Steyler Gemeinschaften in den rund 80 Wirkungsländern der Ordensgemeinschaft absolvieren sie für ein Jahr einen Freiwilligendienst unter dem Motto „Mitleben, Mitbeten, Mitarbeiten“. Nun wurde das Programm der Steyler Missionare mit dem Gütezeichen der Gütegemeinschaft Internationaler Freiwilligendienst e.V. ausgezeichnet.

Markus Woettki (links), MaZ-Koordinatoer der Steyler Missionare, bekommt von Markus Linsler, Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Internationaler Freiwilligendienst e.V., die Auszeichnung mit dem RAL-Gütezeichen überreicht.
Markus Woettki (links), MaZ-Koordinatoer der Steyler Missionare, bekommt von Markus Linsler, Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Internationaler Freiwilligendienst e.V., die Auszeichnung mit dem RAL-Gütezeichen überreicht.

Das Gütezeichen bescheinigt dem MaZ-Programm der Steyler ein hohes Maß an Qualität in der Durchführung und Begleitung ihres internationalen Freiwilligendienstes – eine Qualität, auf die interessierte junge Menschen und ihre Eltern vertrauen können. Es legt Insbesondere Wert auf einen transparenten Dialog zwischen allen Beteiligten: der Entsendeorganisation, der aufnehmenden Organisation und natürlich den Teilnehmenden. Weitere Gütekriterien sind unter anderen ein erprobtes Notfall- und Krisen-Management sowie die individuelle Betreuung der Freiwilligen.

Das RAL-Gütezeichen steht für Qualität in internationalen Freiwilligendiensten.
Das RAL-Gütezeichen steht für Qualität in internationalen Freiwilligendiensten.

Über die Auszeichnung freut sich ganz besonders Markus Woettki, der MaZ-Koordinator der Steyler Missionare, der auch die Urkunde entgegen nahm. „Das Gütezeichen ist eine Bestätigung für 33 Jahre gute Arbeit. Die Begleitung der jungen Menschen ist lebendige Beziehungsarbeit und bedeutet eine intensive persönliche Betreuung. Diesen Anspruch verfolgen die Steyler seit jeher, aber durch das Gütezeichen ist das auch nun von außen überprüft worden und für jede und jeden nachvollziehbar.“

Seit Mai 2014 werden Entsendeorganisationen, die internationale Freiwilligendienste durchführen, von unabhängigen Gutachtern in einem externen Verfahren geprüft. Markus Linsler überwacht als Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Internationaler Freiwilligendienst e.V. den Prozess und verleiht das Gütezeichen. Um es zu erhalten, müssen die Organisationen einen deutlichen finanziellen und zeitlichen Aufwand leisten. Der Anforderungskatalog ist ein prall gefüllter Aktenordner, den es detailliert abzuarbeiten gilt. Mit der Auszeichnung ist der Prozess zudem keineswegs abgeschlossen, für das Gütezeichen bedarf es kontinuierlicher Anstrengungen: „Qualität ist ein Prozess. Wir schauen ständig, was passiert oder ob sich neue Fragen stellen, und justieren den Prüfungskatalog entsprechend nach“, erläutert Linsler. So müssen auch die Steyler sich nun alle zwei Jahre einer Folgeprüfung unterziehen. 

Für Markus Woettki stellt das keine neue Herausforderung dar. Schon seit 2008 beschäftigt er sich für die Steyler Missionare in dem Trägerkreis, in dem die Orden ihre MaZ-Programme koordinieren, mit der Qualitätsentwicklung. Was dort als freiwillige Initiative aus den Erfahrungen der Beteiligten heraus seinen Anfang nahm, ist nun in Form des RAL-Gütezeichens Pflicht für alle Entsende-Organisationen des Weltwärts-Programms. Markus Woettki: „Missionare auf Zeit ist auf Initiative der jungen Leute entstanden. Und ebenso kommt das Bewusstsein für Qualitätssicherung aus der Praxis und von der Basis.“

Wolfgang FInke