Leitbild der Steyler Missionare in der Österreichischen Provinz

Als internationale missionarische Ordensgemeinschaft
leben wir aus und mit dem Wort Gottes.

Wir setzen uns ein:

- für die Erstverkündigung der Frohen Botschaft,
- für den interreligiösen und interkulturellen Dialog,
- für die Solidarität mit den Armen und Randständigen,
- für partnerschaftliche und geschwisterliche Beziehungen in Kirche und Welt.

Die Grundhaltung des Dialoges nach innen und außen prägt dabei unser Leben und unsere Sendung. Wir fördern das Bewusstsein für die weltweite Mission und Verantwortung der Kirche und vermitteln in der Ortskirche den vielfältigen Reichtum der Weltkirche.

In unserer Sendungs- und Lebensgemeinschaft bemühen wir uns um

ein gemeinschaftliches Lesen der „Zeichen der Zeit“, um missionarische Situationen wahrzunehmen,
eine den Herausforderungen entsprechende, für uns mögliche Antwort,
eine ständige Aktualisierung unserer missionarischen Zielsetzungen und Aktivitäten,
eine gemeinschaftliche Planung, verbindliche Umsetzung und kritische Auswertung.

Kurze Geschichte der Österreichischen Provinz der

Mit der Gründung St. Gabriels im Jahr 1889 wollte der Gründer der Steyler Missionare, P. Arnold Janssen, ein Zentrum der Ausbildung von Missionaren und der missionarischen Bewusstseinsbildung für den gesamten deutschen Sprachraum und den Vielvölkerstaat der Donaumonarchie schaffen. So zählt Österreich zu den Ursprungsländern der SVD und hat bis zum Zweiten Weltkrieg großen Anteil an der weltweiten Entwicklung der Gesellschaft gehabt. 1927 wurde Österreich eine eigene Provinz, 1939 zählte sie 648 Mitbrüder.

1904 gründete er in Bischofshofen, im Land Salzburg, das Missionshaus St. Rupert , das als Internat und Mittelschule junge Männer für den Priester- und Ordensberuf werben sollte. Heute ist dort ein Missionsprivatgymnasium mit ca. 400 Schülerinnen und Schülern.

Die nächste Gründung in Österreich war dann 1931 St. Severin in Fürstenfeld/Oststeiermark. Dieses Haus war zunächst Spätberufenenseminar, dann Gymnasium mit Unterstufe und bis zu seiner Schließung im Jahre 1986 Internat.

Derzeit arbeiten Steyler Missionare in der Seelsorge in drei Pfarrverbänden und drei Pfarreien in der Steiermark, in Kärnten und im Südburgenland.

In Neu-Mödling wurde schon 1906 mit der Seelsorge begonnen und daraus entwickelte sich dann die Herz-Jesu-Pfarre , die bis heute von Steylern betreut wird.

In Wels begann die Pfarrseelsorge im Jahre 1922, woraus die dortige Herz-Jesu-Pfarre entstand. Diese feiert im Jahre 2005 ihr 80-jähriges Jubiläum.

In der Alxingergasse in Wien X eröffneten die Steyler Missionsschwestern 1914 eine Niederlassung, die von den Steylern Patres seelsorglich betreut wurde. Daraus entstand im Jahre 1942 eine Pfarre, heute die Dreifaltigkeitspfarre.

In Vorarlberg sind die Steyler seit 1971 in Dornbirn und arbeiten vorrangig in der Jugendarbeit und außerordentlichen Seelsorge. Heute leitet ein Mitbruder auch die Pfarre Hatlerdorf.

Zu den klassischen Aufgaben europäischer Provinzen (missionarische Bewusstseinsbildung, Unterstützung der weltweiten Aufgabe der Kirche und SVD, Anwerbung und Ausbildung junger Menschen für den Missionsdienst) kommt die neue Herausforderung, in Europa selbst missionarisch tätig zu werden.

So wurden die Steyler 1995 in die Diözese Innsbruck eingeladen, um neue Seelsorgsdienste zu übernehmen, wo die übliche Pfarrseelsorge nicht mehr hinreicht.

Zur Provinz gehören auch zwei Niederlassungen in Kroatien , und zwar in Zagreb (seit 1979) und Zadar (seit 1983). Derzeit sind fünf Patres im Distrikt Kroatien, die in der Pfarrseelsorge, in der missionarischen Bewusstseinsbildung und in der kategorialen Seelsorge tätig sind.