Ewiges Noviziat

Unsere Ordenskonstitutionen (Regeln) verlangen eine 6-monatige Vorbereitungszeit auf die ewigen Gelübde (ewige Profess). Dieses Jahr (2008) sind es 5 Mitbrüder, die miteinander diesen Weg gehen. Die Fratres Benjamin Bolole, Rajesh Pare, Jacques Kamba, Keith Hamaimbo und Benjamin Kintchimon (siehe nebenstehendes Foto) fingen am Fest des Gründers, am 15. Januar, dieses zweite oder ewige Noviziat an.

Worum geht es konkret bis zur ewigen Profess? Wie schon erwähnt, es ist die Zeit, in der wir über unsere Berufung nachdenken, um zu schauen, ob das Berufungsfeuer immer noch in uns brennt, bevor wir definitiv „Ja“ sagen zur Gesellschaft des Göttlichen Wortes (SVD). Das ist in unserem Leben ein wichtiger Moment, da er uns zur Lebensentscheidung führt. Deswegen ist es nötig, dass wir uns durch diesen Prozess begleiten lassen. Wie benötigen dazu eine innere Stille, eine Art Wüstenzeit, die uns besser hilft, die Stimme Gottes von den Versuchungsklängen zu unterscheiden, um uns zu entscheiden, ob wir weiter in der Gesellschaft des Göttlichen Wortes bleiben, oder in einer anderen Richtung den Willen Gottes erfüllen. Dazu helfen uns auch die Begleitungsveranstaltungen von Pater Füllenbach, mit dem wir monatlich einen Wüstentag außerhalb der Mauer vom Missionshaus St. Augustin verbringen. Dabei finden wir Gelegenheit durch entsprechende Themen, uns zu hinterfragen. Zwei mal im Monat feiern wir unter uns die heilige Messe, dann erzählt einer von uns seine Berufungsgeschichte. Durch diesen Austausch lernen wir uns besser kennen. Was dabei immer neu auffällt: keine Berufungsgeschichte ist der anderen ähnlich. Gott ruft oder beruft die Menschen so unterschiedlich. Das ist wunderbar.

In dieser guten Atmosphäre freuen wir uns auf den 28. September, an dem wir mit Gottes Hilfe, dem Provinzial, als Stellvertreter des Generaloberen, und dem Volk Gottes die ewigen Gelübde ablegen dürfen.

Benjamin Kintchimon