Studium

Die theologisch-phlosophische Hochschule Sankt Augustin wird von den Steyler Missionaren selbst geleitet. Die Priesterkandidaten wohnen während der Studienzeit im Missionspriesterseminar Sankt Augustin.

Für die Ausländer beginnt die Vorbereitung auf das Studium in Sankt Augustin mit dem Sprachkurs, der ein Jahr dauert.

Das Theologiestudium hat zwei Teile:
Das Grundstudium (1.-4. Semester) mit dem Schwerpunkt Philosophie. Den Abschluss des Grundstudiums bildet die Vordiplomprüfung.

Hauptstudium (5.-10. Semester) mit dem Schwerpunkt Theologie. Das Hauptstudium wird mit der Diplomprüfung abgeschlossen.

Neben den philosophischen und theologischen Fächern stehen - abhängig von den Vorkenntnissen - auch Sprachen auf dem Lehrplan: Latein, Griechisch und Hebräisch. Darüber hinaus bieten Sprecherziehung und Predigtübungen erste praktische Vorbereitungen auf den pastoralen Dienst.

Das Besondere des Priesterseminars Sankt Augustin liegt darin, dass hier Studenten mit den Professoren unter einem Dach wohnen.

Praktika
Begleitend zum Studium absolvieren Priesterkandidaten folgende Praktika (jeweils im Umfang von vier Wochen):

  • Gemeindepraktikum
  • Wahl-Praktikum (in den Bereichen Jugend, Klinikseelsorge/ Krankenpflege, Industrie, etc.)
  • Schulpraktikum.
  • Pastorale Ausbildung

Wer Priester werden möchte, besucht nach dem Studium den so genannten „Pastoralkurs“. Dort wird die pastorale Ausbildung, die in Ansätzen schon während des Studiums begonnen hat, über 14 Monate bis zur Priesterweihe vervollständigt. In dieser Phase sollen die Priesterkandidaten die verschiedenen Aufgabenbereiche und Arbeitsfelder der Pastoral kennen lernen, in denen sie später eingesetzt werden.

Der Diakonenweihe schließt sich ein einjähriges Diakonatspraktikum in Friedberg an. Die Neugeweihten sollen mit einem diakonalen Schwerpunkt in der Verkündigung und in karitativen Arbeitsfeldern tätig sein. Das Diakonatspraktikum wird begleitet durch Studientage, sowie durch einzelne Kurswochen (z.B. Religionspädagogik und Jugendpastoral). Dabei werden die in den Pfarreien gemachten Erfahrungen ausgetauscht und das eigene pastorale Handeln reflektiert.