Presseaussendung zur Veröffentlichung des Fastenkalenders 2015 „Gott spricht: Gerechtigkeit will ich“

Fastenkalender: 24.871 Zeichen für mehr Gerechtigkeit

Steyler Missionare provozieren österreichische SchülerInnen zum Nachdenken über Gerechtigkeit – Ergebnis: Fastenkalender mit Impulstexten für jeden Tag von Aschermittwoch bis Ostermontag

Es sind Texte, die von kleinen Ungerechtigkeiten in der Schule und zwischen Geschwistern erzählen. Es sind Texte, die die großen Ungerechtigkeiten zwischen Völkern, Generationen, Frauen und Männern beschreiben.
Es sind Texte, welche die Sehnsucht nach Frieden, Glück und einer sicheren Zukunft ausdrücken. Sie sind zornig, anklagend, lyrisch, meditativ oder nachdenklich. Vor allem aber sind es Texte, die von jungen Menschen uneigennützig verfasst wurden um anderen zu helfen. Die teils schnörkellos direkte, teils poetisch verträumte Sprache wird der Zerrissenheit zwischen Realität und Traum gerecht. In Schulklassen in ganz Österreich – von Jennersdorf über Klagenfurt bis Mayrhofen – verfassten fast 300 Schüler Texte zum Thema Gerechtigkeit.

Die HLW Kufstein mit Religionslehrerin Barbara Wörter gestaltete den Fastenkalender mit. (Foto: Brigitte Höck)
Die HLW Kufstein mit Religionslehrerin Barbara Wörter gestaltete den Fastenkalender mit. (Foto: Brigitte Höck)

„Mir hat die Arbeit zum Thema Gerechtigkeit sehr gut gefallen, da man sonst über dieses Thema eher weniger nachdenkt. Wir denken immer nur an uns, weil es uns selbst so gut geht.“

Anna Wöllik (19)

Um nichts weniger beeindruckend sind die Graphiken für Titelblatt und sieben Wochentage, die Schülerinnen der HBLA für künstlerische Gestaltung in Linz ein Semester lang erarbeitet haben. Das Design zeugt von einer tiefen Beschäftigung mit verschiedenen Facetten von Gerechtigkeit oder deren Abwesenheit.
Bereits zum zweiten Mal entstand der Fastenkalender der Steyler Missionare in enger Zusammenarbeit mit engagierten Religions- und Deutschlehrern. „Jungen Menschen Kompetenz zuzutrauen und sie in unserem Fastenkalender zu Wort kommen zu lassen ist uns sehr wichtig“, so Rebecca Frank, die Koordinatorin für den Fastenkalender. „Aus den Rückmeldungen wissen wir, dass die Texte quer durch die Altersschichten ansprechen. Dass überwältigend viele Lehrer und Schüler Lust hatten, mitzudenken, mitzuschreiben, mitzureden ist großartig. Es ist ein starkes Zeichen dafür, dass Gott für die Jugendlichen eine Realität ist. Das sollte uns allen Mut und Hoffnung machen.“

„Es war eine interessante Erfahrung, denn ich sollte ja die Schüler mit Ideen auf den ‚richtigen Weg‘ bringen. Viele haben auf eine ‚innere Stimme‘ gehört.“

Mag. Ute Strempfl, HLW des Kärntner Caritasverbandes

Das Engagement der Jung-Autoren wirkt über das Schreiben hinaus. Mit Spendengeldern für den Fastenkalender werden Mädchen in Indien gefördert. An Schulen der Steyler Missionare wird ein Programm zur Sensibilisierung für sexuelle Gewalt an Mädchen finanziert. Geschulte Pädagogen stärken in Workshops das Selbstbewusstsein der Mädchen und machen ihnen Mut zum Nein. Ein Teil des Projekts bezieht auch Lehrer, Eltern und Behörden mit ein. So verbessert sich langfristig die Situation von Frauen und Ungerechtigkeiten können nicht mehr so einfach übersehen und übergangen werden.

„Wir hoffen, dass wir mit unserem Text einen kleinen Beitrag leisten können, um die Welt für Frauen da und dort zu verbessern.“

Marita Unterlercher und Vanessa Kuchler (beide 17)

04.02.2015 | R. Frank
 

Kontakt:

Rebecca FRANK

Tel.: +43 2236 501 001-32

Mobil: +43 660 214 02 26

rebecca.frank[at]steylermission.at