Waisenhaus Asha Jyothi - das dritte Jahr

2014 sandte P. Alwin Macarenhas aus Indien einen Hilferuf. Das von ihm geführte Heim für HIV-positive Waisenkinder "Asha Jyothi" sollte dem Sparstift der indischen Regierung zum Opfer fallen.


Asha Jyothi: ein Zuhause für Kinder (Foto: SVD)
Asha Jyothi: ein Zuhause für Kinder (Foto: SVD)

Asha Jyothi wurde in der Vergangenheit hauptsächlich staatlich finanziert. Unter dem Vorwand, die staatliche HIV-Aids-Behandlung wäre ausreichend ausgebaut und es gebe keine Notwendigkeit für Aufklärung, wurde sämtliche Unterstützung für Asha Jyothi gestrichen. Für christliche Nicht-Regierungs-Organisationen hat sich das Umfeld in den vergangenen Jahren stark verschlechtert. Tatsache ist aber, dass in den staatlichen Instituten die Hygiene mangelhaft ist und Leistungen vielfach mit "Zuwendungen" erkauft werden müssen. Wie soll ein Waisenkind wie Srilekha (siehe Bericht unten) das anstellen?

30 schutzbedürftige Kinder hätten sich somit wieder auf der Straße gefunden.


Asha Jyothi liegt im indischen Bundesstaat Telangana. (Bild: Maps of the World, eigene Bearbeitung) 
Asha Jyothi liegt im indischen Bundesstaat Telangana. (Bild: Maps of the World, eigene Bearbeitung)

Srilekha schreibt:

Lesen Sie hier, wie die heute 17-jährige Srilekha nach Asha Jyothi kam:

Ich heiße Srilekha und bin ungefähr 17 Jahre alt. Nach dem Tod von meinen Eltern haben meine Verwandten mir alles weggenommen und mich verstoßen. Ich ging zu meinen Großeltern und bettelte um etwas Essen. Sie überschütteten mich mit heißem Wasser statt mir zu helfen. Eine Bettlerin rettete mir das Leben. Eines Tages bekam ich hohes Fieber, Schmerzen am ganzen Körper und musste erbrechen. Die Bettlerin brachte mich in ein Spital. Ein Arzt stellte fest, dass ich HIV-positiv war. Der Virus war mir von meiner Mutter übertragen worden. Außerdem hatte ich Tuberkulose.

Meine Retterin ließ mich im Spital zurück und so rief der Arzt in Asha Jyothi an und übergab mich der Pflege von P. Alwin. Das war im April 2014. Nach circa zwei Wochen auf der Intensivstation verbesserte sich mein Gesundheitszustand. Stück für Stück und mit der dauernden Pflege und Unterstützung hier geht es mir besser.

Ich kann mich noch gut an die schrecklichen Tage erinnern, als ich vor Hunger und Schmerzen schreien musste. Aber ich erinnere mich auch an die Zeit mit meiner Mutter, wenn sie mir vorgesungen hat. Wir hatten zwar oft kein Essen, keine Verwandten, keine Freunde, aber ich erinnere mich noch gut an die Wärme, die von meiner Mutter ausging. Die Geborgenheit bei meiner Mutter ist unersetzbar.

Ich danke Gott, dass ich lebe - hier in Asha Jyothi. Ich habe alles, was ich mir immer gewünscht habe. Ich habe gute Kleidung, abwechslungsreiche Nahrung und kann Freizeit mit Freunden verbringen. Außerdem habe ich gute Aussichten, meine Schulausbildung hier zu beenden um einmal selbst einen Job zu finden. Meine Mutter werde ich immer vermissen. Aber Asha Jyothi bedeutet mir jetzt alles.

Srilekha war krank und alleine - Asha Jyothi ist ihre neue Heimat. (Foto: SVD)
Srilekha war krank und alleine - Asha Jyothi ist ihre neue Heimat. (Foto: SVD)


Fest entschlossen, binnen drei Jahren die Finanzierung für Asha Jyothi regional zu organisieren, bat P. Alwin, den Betrieb in der Zwischenzeit mit Spenden aus Österreich zu überbrücken.

Seither sind fast zwei Jahre vergangen. Was ist geschehen?

Asha Jyothi: Die Klinik rettet Leben (Foto: SVD) 
Asha Jyothi: Die Klinik rettet Leben (Foto: SVD)
  • 22.000 Euro haben großzügige Spenderinnen und Spender bereits für Asha Jyothi zur Verfügung gestellt.
  • 30 Aidswaisen, manche von ihnen tragen selbst den HI-Virus, leben in Asha Jyothi und haben hier eine sichere Heimat gefunden. P. Alwin und die Betreuer geben den Kindern die Sicherheit und Geborgenheit, die sonst Eltern geben.
Das Leben feiern - auch bei Krankheit (Foto: SVD) 
Das Leben feiern - auch bei Krankheit (Foto: SVD)
  • Die Kinder und Jugendlichen zeigen durchgehende gute Schulerfolge. In Asha Jyothi sollen sie so viel Normalität wie möglich erleben: Schule, Sport am Nachmittag, kleine Ausflüge und Picknicks. Ein besonderes Highlight sind die Geburtstage der Kleinen. In Asha Jyothi wird das Leben gefeiert.
Asha Jyothi geht am Welt-AIDS-Tag an die Öffentlichkeit (Foto: SVD) 
Asha Jyothi geht am Welt-AIDS-Tag an die Öffentlichkeit (Foto: SVD)
  • Die Aufklärungskampagnen über HIV und Aids konnten fortgesetzt werden.




Wohltätige Spender bringen Reis und Zucker. (Foto: SVD) 
Wohltätige Spender bringen Reis und Zucker. (Foto: SVD)
  • Asha Jyothi gewinnt in der Region an Bekanntheit. Lokale Spender unterstützen das Waisenhaus - vor allem mit Naturalien.
  • Vier Jahre in Folge wurde Asha Jyothi als hervorragende Initiative für Aidswaisen ausgezeichnet.



Jetzt fehlen noch 11.000 Euro für das dritte Jahr. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, dass die Kinder in Asha Jyothi weiterhin ein Stück Heimat haben.

Projektspenden sind an folgende Bankverbindungen möglich:

Deutschland  Österreich Schweiz 
Steyler Mission
Konto-Nr. 11 009
Steyler Bank


IBAN: DE77 3862 1500 0000 0110 09
BIC: GENODED1STB
Missionsprokur
St. Gabriel International Mödling


IBAN: AT26 2011 1800 8068 0800
BIC: GIBAATWW

Steyler Missionsprokur
Maria Hilf
6312 Steinhausen
Postcheck 90-13192-2

IBAN: CH16 0900 0000 9001 3192 2
 
Spendengütesiegel der Missionsprokur St. Gabriel International 2014

Die Kinder von Asha Jyothi brauchen Sie! Bitte unterstützen Sie unser Projekt.

Missionsprokur St. Gabriel International

IBAN: AT26 2011 1800 8068 0800
BIC:   GIBAATWW

Verwendungszweck: Waisenhaus Asha Jyothi