Südamerika, Brasilien, Sao Paulo

Água Cristalina

Projekt:

Umfassende Behandlung von Menschen mit körperlicher und/ oder geistiger Behinderungen und Betreuung deren Familien zur Gewährung ihrer physischen, psychischen und sozialen Integrität, wie sie in der Brasilianischen Gesetzgebung vorgesehen ist.

 

Projektpartner:

Stadt Sao Paulo unterstützt zum Teil das Projekt

 

„Hier wird wirklich geholfen“

Die Steyler Missionare in Brasilien engagieren sich - neben der seelsorgerischen Arbeit - in verschiedenen Sozialprojekten. Água Cristalina in Sao Paulo, ein Rehabilitationszentrum für geistig und körperlich behinderte Kinder in Sao Paulo, erhält auch finanzielle und ideelle Unterstützung aus der Schweiz. Mitbegründer der Institution ist der 2003 verstorbenen Schweizer Steyler Missionar Bruder Klaus Keller aus Rorschach SG.

„Bruder Klaus Keller bleibt im Gedächtnis der Armen“, steht auf der Homepage von Soverdi Social. In der Tat. Der unermüdliche Einsatz von Bruder Klaus für die Armen hat eine Reihe von sozialen Werken ermöglicht, die inzwischen fest verankert sind in Sao Paulo.

Pater Albin Strassmann, Missionssekretär der Schweizer Provinz in Steinhausen ZG, der das Institut Água Cristalina kürzlich besucht hat, ist von dem, was er gesehen hat, beeindruckt. „Hier wird wirklich geholfen, eine Basis für eine bessere Zukunft geschaffen.“

 

Lange Warteliste

Wassertherapie mit behinderten Kindern 
Wassertherapie mit behinderten Kindern

Bereits 1998 hat Bruder Klaus Keller, zusammen mit Raymundo Pinto, dem Vater einer behinderten Tochter, ein Rehabilitationszentrum für geistig und körperlich behinderte Kinder aufgebaut. Das Institut „Reabilitação e Natação Água Cristalina“ behandelt pro Monat zirka 1050 Kinder und Jugendliche aus vorwiegend sozial schwachen Familien mit Hydrotherapie, Hydrogymnastik sowie angepasstem Schwimmen. 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten die verschiedenen Angebote. Das Projekt hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Heute besteht eine Warteliste von über 1000 Kindern.

Die Familien der behinderten Kinder sind in die Therapieabläufe, aber auch in die verschiedensten Weiterbildungen eingebunden. Ein Konzept, das sich bewährt hat. Und: Die Auswirkungen sind höchst erfreulich. Die Akzeptanz von behinderten Menschen in der näheren und weiteren Öffentlichkeit des Rehabilitationszentrums ist in den letzten Jahren stark gestiegen, wie Mitarbeiter, aber auch Betroffene im Gespräch mit Pater Albin Strassmann bestätigten. 

Viele freiwillige Mitarbeiter

Das Projekt ist vom Staat und der Stadt Sao Paulo anerkannt, sämtliche Leistungen und Angebote sind gratis. Und, ganz wichtig: 12 Personen aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten und Berufen engagieren sich ehrenamtlich für das Rehabilitationszentrum in Sao Paulo.

Die Steyler Missionare in der Schweiz unterstützen Água Cristalina seit Startbeginn ideell und finanziell.


Neue Investitionen

Warteraum im Zentrum Agua Cristalina 
Warteraum im Zentrum Agua Cristalina

2014 hat die Institutsleitung folgendes Problem, das sie mit Spendengeldern zur Überbrückung, letztlich aber mit neuen Partnern zu lösen hofft. Fünf  Jahre lang hatte das Institut ein Abkommen mit dem Gesundheitssekretariat der Stadtgemeinde, das die Behandlung von 632 Patientinnen und Patienten ermöglichte. 2013 wurde dieses Abkommen erneuert, allerdings mit niedriger finanzieller Unterstützung. Das zugesagte Geld reicht heute nur mehr für 250 Patienten. Um wieder alle 632 Patienten betreuen zu können, benötigt das Institut monatlich zusätzlich 12 500 Franken. In diesem Betrag sind die Ausgaben für Löhne und Sozialleistungen der Therapeuten, Strom, Wasser und Instandhaltung der Gebäude eingeschlossen.

Bruder Klaus (1921-2003)

Bild von Bruder Klaus Keller, welches im Rehabilitationszentrum Agua Cristalina hängt. 
Bild von Bruder Klaus Keller, welches im Rehabilitationszentrum Agua Cristalina hängt.

Der Steyler Missionar Bruder Klaus Johann Keller aus Steinach SG kam 1951 nach Brasilien. Zunächst war er in der Südprovinz in Porto Alegre tätig, wo er in einer Druckerei arbeitete. 1982 wurde er in die Zentralprovinz nach São Paulo versetzt und begleitete hier im Haus „Josef Freinademetz“ die kranken und älteren Mitbrüder. Neben dieser Aufgabe war er auch in pastoralen Arbeiten am Stadtrand von São Paulo tätig. Sein Einsatz für die Armen war unermüdlich. Er hinterliess eine Reihe von sozialen Werken. Água Cristalina gehört ebenso dazu wie der Kinderhort Luis Sutter.

 

 

Daten

Projektleitung:

Soverdi Social 
Pater Ramlit Navarro SVD
Avenida Alexandrina Malisano de Lima, 501 Jd. Herculano
04920-00 São Paulo. SP
Brasilien

www.irnac.com.br

Blog Agua Cristalina

Blog Entstehung des Zentrums

 

Kontaktadressen:

Steyler Missionsprokur
Missionshaus Maria Hilf
Schlossbergstrasse 13
Postfach 361 
6312 Steinhausen

T 041 749 47 52
Email

Spendenkonto:

Postscheck 90-13192-2
Vermerk:
Agua Cristalina

 

Finanzbedarf:

Siehe "Neue Investitionen"
 

Soziale Projekte

Soverdi Social ist die juristische Trägerschaft aller sozialen Projekte (deshalb auch Social oder Sozial) der Steyler Missionare in Brasilien. Die Abkürzung „Soverdi“ geht auf den lateinischen Namen der Ordensgemeinschaft zurück: Societas Verbi Divini (Gesellschaft des Göttlichen Wortes).


Steyler Missionare in Brasilien

Die Steyler Missionare arbeiten seit 119 Jahren in Brasilien. Sie wirken vor allem in den Bereichen der Erziehung, der Pfarrgemeindepastoral und der Sozialassistenz. Aktuell sind 280 Patres und Brüder in Brasilien tätig.

 

Brasilien

Brasilien hat 195 Millionen Einwohner und ist 8.514.215 Quadratkilometer gross. Die Hauptstadt heisst Brasilia. 

Brasilien ist der fünftgrösste Staat der Welt – nach Russland, Kanada, China und den USA. Und: Das Land ist der grösste Exporteur von Zucker, Kaffee, Rind- und Hühnerfleisch, Sojabohnen, Orangensaft und Tabak.

Trotzdem ist seine Besitz- und Einkommensverteilung eine der ungerechtesten der Welt. Sao Paulo hat zirka 12 Millionen Einwohner.