Engagement für Inhaftierte

Schwester Odete, Steyler Missionarin aus Brasilien, bietet in der Gefangenenstadt von Palmasola in Santa Cruz de la Sierra in Bolivien Kurse für Gesundheitsvorsorge und Lebenshilfe an. Dafür benötigt sie finanzielle Unterstützung.

Schwester Odete schreibt in einer Mail: „Es war sehr schön und emotionsgeladen, als der Papst ins Gefängnis kam. Es war ein Papst, der nach den Schafen schmeckte. Ich musste weinen vor Freude, als ich sah, wie die Gefangenen sich geliebt und angenommen fühlten.“ 
Schwester Odete schreibt in einer Mail: „Es war sehr schön und emotionsgeladen, als der Papst ins Gefängnis kam. Es war ein Papst, der nach den Schafen schmeckte. Ich musste weinen vor Freude, als ich sah, wie die Gefangenen sich geliebt und angenommen fühlten.“

Anfang Juli dieses Jahres erschienen auch in den deutschsprachigen Medien verschiedene Berichte über die berüchtigte bolivianische Gefängnisstadt Palmasola. Grund: Papst Franziskus besuchte bei seinem kürzlichen Südamerkia-Besuch auf eigenen Wunsch auch die riesige Festungsanlage mit ihren 14 Wachtürmen.

Anarchische Parallelwelt

Eingeschlossen von einer doppelten Mauer und mit Stacheldraht abgeriegelt, sind die Häftlinge in Palmasola weitgehend sich selbst überlassen. Sie verwalten sich auch selbst – denn die Behörden beschränken sich fast ausschließlich auf eine Bewachung von außen. Innerhalb der Mauern leben die über 5000 Gefangenen ein Leben in einer anarchischen Parallelwelt - gemeinsam mit ihren Familienangehörigen. Auf rund 40 Quadratmetern schlafen bis zu 50 Häftlinge. Und: Das Gesetz erlaubt den Häftlingen, Kinder unter sechs Jahren mit ins Gefängnis zu nehmen. Für die Steyler Missionsschwestern in Santa Cruz ein wichtiger Grund, sich hier einzubringen. Alltag in Palmasola: das heißt Drogen, Gewalt und Bandenkriminalität.

Schwester Odete Cardoso SSpS
Schwester Odete Cardoso SSpS

Mit Herzblut 

In diesem schwierigen Umfeld engagiert sich seit zwei Jahren die 49-jährige Schwester Odete Cardoso de Oliveira. Die aus Brasilien stammende Steyler Missionsschwester ist ausgebildete Lehrerin. Sie steht vor allem den inhaftierten Frauen zur Seite. Ihre Hilfen sind breitgefächert. Sie unterrichtet Lesen und Schreiben, berät in der Gesundheitsvorsorge, sie gibt Workshops zu Themen wie „Diabetes“, „Aids“ und „Rheuma“. Sie bietet aber auch Kurse mit spirituellem Inhalt an - etwa zum Sinn des Lebens, zu wichtigen Werten wie Gerechtigkeit, Versöhnung und Verzeihung. Sie tut das mit Herzblut. Drei Tage pro Woche. Jeweils 50 bis 70 Frauen besuchten im letzten Jahr die einzelnen Kurse.

Für Unterrichtsmaterial und das Engagement von Spezialisten (Ärzte und Krankenschwestern zum Beispiel) benötigt Schwester Odete 2015 rund 4000 Franken /Euro. In Bolivien sind solche Projektbeiträge nicht aufzubringen. Die Steyler Missionsschwester wandte sich deshalb an die Missionsprokur in der Schweiz mit der Bitte, ihr Projekt finanziell zu unterstützen.

Jede noch so kleine Spende ist wichtig…helfen Sie mit! 


PS: Die Steyler Missionsschwestern betreiben in Palmasola, gemeinsam mit zwei Lehrerinnen, einer Psychologin, einer Ärztin und mehreren inhaftierten Frauen, zusätzlich eine Kindertagesstätte. Siehe Beitrag: Kindheit hinter Gittern


Papst Franziskus im Gefängnis von Palmasola, Bolivien 
Papst Franziskus im Gefängnis von Palmasola, Bolivien

Projektspenden sind auch an folgende Bankverbindungen möglich:

Deutschland  Österreich Schweiz 
Steyler Mission
Konto-Nr. 11 009
Steyler Bank
BLZ 386 215 00
BIC: GENODED1STB
IBAN: DE77 3862 1500 0000 0110 09
Missionsprokur
St. Gabriel International Mödling
BIC: OPSKATWW
IBAN: AT19 6000 0005 1005 9565
Steyler Missionsprokur
Maria Hilf
6312 Steinhausen
Postcheck 90-13192-2
IBAN: CH16 0900 0000 9001 3192 2
Xaver Schorno