Ausbildungsbeiträge für angehende Missionare

866 Priester in 75 Jahren

Projekt:

Das Priesterseminar St. Paul in Ledalero feierte 2012 sein 75- jähriges Bestehen. Doch es kann alleine für die rund 700 Studenten nicht aufkommen. Sie benötigen Ausbildungsbeiträge für die angehenden Missionare.


 

Ledalero auf der Insel Flores, eigentlich ein Hügel, war vor der Zeit der Steyler Missionare ein verrufener Ort. Die Leute haben ihn gemieden, weil sie ihn als Wohnort böser Geister angesehen haben, die sehr leicht beleidigt sind und den Menschen Übles zufügen. Der Bau des Priesterseminars hat diesen Ruf völlig verändert. Heute hat der Hügel eine positive, prägende Ausstrahlung im Land selber, aber auch auf die ganze Welt.


700 Studenten

Diakonenweihe in Ledalero Foto: Paulus Budi Kleden SVD 
Diakonenweihe in Ledalero Foto: Paulus Budi Kleden SVD

Das Priesterseminar St. Paul in Ledalero wurde 1937 offiziell eröffnet. Es feierte dieses Jahr sein 75-jähriges Bestehen. Bis heute gingen insgesamt 866 Priester aus diesem Seminar hervor – darunter auch zehn, die Bischöfe geworden sind. Mit über 700 Studenten ist St. Paul das weltweit grösste Priesterseminar. Aktuell stehen gut 400 Steyler Missionare in 45 Ländern auf fünf Kontinenten im Einsatz, die ihre Ausbildung in Ledalero absolviert haben. Dazu gehören auch die drei zurzeit in der Schweiz als priesterliche Mitarbeiter tätigen indonesischen Steyler Patres Gregor Cacur (Seelsorgeeinheit Buechberg SG), Justin Mat (Rebstein SG) und Albert Nampara Ndok (Menzingen und Oberägeri ZG).


Auf Unterstützung angewiesen

„Die Ausbildungsfinanzierung der angehenden Missionare ist eine grosse Herausforderung“, sagt Pater Paulus Budi Kleden. Ledalero liege in einer Provinz Indonesiens, die sehr abgelegen sei - mit einer Bevölkerung, die zur Mehrheit aus einfachen Landwirten bestehe und kaum die Möglichkeit habe, ihren Kindern eine Priesterausbildung zu ermöglichen, geschweige dann ein Priesterseminar zu unterhalten. „Das Seminar wird also weiterhin auf finanzielle Unterstützung von ausserhalb angewiesen sein. Aber die Missionsaufgabe der Kirche ist eben auch eine gemeinsame Aufgabe der ganzen Kirche und so werden wir hoffentlich auch weiterhin die Solidarität der weltweiten Kirche, speziell auch aus der Schweiz, erfahren können.“


Pater Paulus Budi Kleden SVD, Generalrat in Rom

Pater Paulus Budi Kleden SVD
Pater Paulus Budi Kleden SVD

Pater Paulus Budi Kleden wurde 1965 in Waibalun auf der Insel Flores in Indonesien geboren. 1985 trat er bei den Steyler Missionaren ein. Nach seinen Studien in Ledalero, Indonesien, und St. Gabriel, Österreich, wurde er 1993 zum Priester geweiht. Anschließend wirkte er drei Jahre lang im aargauischen Auw in der Schweiz als Kaplan. Daraufhin studierte er in Freiburg, Deutschland, systematische Theologie. Dieses Studium schloss er 2000 mit dem Doktorat ab. Zurück in Ledalero arbeitete er in der Ausbildung und war Professor im dortigen Priesterseminar; ab 2011 stand er dem Magisterstudiengang als Direktor vor. 2005-2008 war er im Provinzrat von der Ordensprovinz Ende, Indonesien. Seit Juli 2012 ist er Mitglied des Generalrates der Steyler Missionare in Rom.


 

Daten

Projektleitung:

Pater Paulus Budi Kleden SVD
Rom

Pater Kletus Hekong SVD
Rektor, Ledalero

 

Kontaktadressen:

Steyler Missionsprokur
Missionshaus Maria Hilf
Schlossbergstrasse 13
Postfach 361 
6312 Steinhausen

T 041 749 47 52
Email

Spendenkonto:

Postscheck 90-13192-2
Vermerk:
Priesterausbildung Ledalero

 

Steyler Missionare in Flores, Indonesien

Sie sind seit 1912 im grössten Inselstaat der Welt aktiv. Heute arbeiten und leben über 2000 Patres und Brüder, verteilt auf das ganze Land, in Indonesien - 350 allein auf der Insel Flores.


Indonesien

Die Republik Indonesien ist der größte Inselstaat (17.508 Inseln, bewohnt 6044) sowie nach der Einwohnerzahl der viertgrößte Staat der Welt (241 Millionen). 

Er wurde am 17. August 1945 proklamiert und am 27. Dezember 1949 von den Niederlanden unabhängig. Die Hauptstadt Jakarta hat 9,58 Millionen Einwohner und liegt auf der Insel Java, auf der mehr als die Hälfte der Einwohner des Landes leben. 

Die Hauptinseln sind Sumatra, Java, Borneo, Sulawesi und Neuguinea. Der Name Indonesien ist eine Wortschöpfung auf Basis des Griechischen und setzt sich aus „Indo“ für Indien und „Nesos“ für Insel zusammen. 

Flores hat 1,5 Millionen Einwohner, über 90 Prozent sind römisch-katholisch.