Missionspriesterseminar St. Augustin - Geschichte

1903/04
Arnold Janssen, der Gründer des Steyler Missionswerkes, sucht einen geeigneten Ort für eine Niederlassung in der Erzdiözese Köln.

1909
Wiederaufnahme der Bemühungen um eine Neugründung in der Erzdiözese Köln unter P. Nikolaus Blum, dem zweiten Generalsuperior der "Gesellschaft des Göttlichen Wortes".

1912
Genehmigung der preuβischen Staatsregierung für eine Niederlassung in Hangelar zum Zweck der "Aushilfe in der Seelsorge" und als Heim für "erholungsbedürftige Ordensangehörige."

1913
Kanonische Errichtung des Hauses auf den Namen des hl. Augustinus am 3. Dezember durch Generalsuperior Blum.

1914
Beginn mit Exerzitien im Augustinus-Haus. Am 6.Mai Erteilung der kirchlichen Erlaubnis zur Errichtung eines Noviziats und Scholastikats für Kleriker.

1914-1918
Während des Ersten Weltkrieges dient St. Augustin als Reservelazarett.

1918
Staatliche Genehmigung zur Ausbildung von Missionaren.

1919
Die ersten Klerikernovizen kommen am 25. September vom Mutterhaus Steyl, um sich im Noviziat auf das Ordensleben vorzubereiten.

1920
Am Fest des hl. Josef legen 20 Klerikernovizen ihre ersten Ordensgelübde ab; St. Augustin erlebt seine erste Profeβfeier. Am 5. September empfangen 51 Theologiestudenten das Ordenskleid. Die Generalleitung bestimmt St. Augustin als Sitz des Provinzials, des höchsten Oberen der Westdeutschen, später Norddeutschen, Provinz.

1921
Die "Neusiedlung" um das Kloster wird postalisch von "St. Augustinus-Haus Hangelar" in "Missionshaus St. Augustin, Siegburg" umgeändert.

1925
Die ersten Fratres beginnen ihr Philosophiestudium. Damit ist der Anfang für das Missionspriesterseminar gemacht.

1926
59 Philosophiestudenten legen ihre erste Profess ab und bleiben zum Weiterstudium in St. Augustin.

1926-29
Bau des Mitteltraktes mit Krypta, Pforte, Aula und Kirche.

1929
Am Fest des Haupatrons, dem 28. August, Benediktion der Kirche durch P. Generalsuperior Wilhelm Gier. Am Vorabend des Festes Einweihung des Neubaus. Errichtung des Brüdernoviziats zur Ausbildung des Brüdernachwuchses.

1930
Konsekration der Kirche durch den in Süd-Shantung, China, tätigen Steyler Missionsbischof Augustinus Henninghaus.

1932
St. Augustin wird voll ausgebaute Philosophisch-Theologische Hochschule.

1935
Am 21. September erhalten 31 Diakone, die als erste Theologen ihre gesamten philosophisch-theologischen Studien in St. Augustin absolviert haben, die Priesterweihe.

1941
Gestapobeamte beschlagnahmen im August das Haus und weisen alle seine Bewohner aus.

1942-1945
Das enteignete Missionshaus, das in den letzten Kriegsjahren stark beschädigt wird, dient verschiedenen Zwecken.

1945
Rückkehr der ersten Hausbewohner und Beginn der Instandsetzungsarbeiten.

1946
Der Kölner Erzbischof, Kardinal Josef Frings, spendet am 15. Juni in der Aula, die als Notkapelle dient, neun Diakonen die Priesterweihe. Im Nordflügel (Andreasbau) wird ein Altenheim eingerichtet, dessen Insassen 1960 ihr heutiges Domizil "St. Monika" beziehen.

1948
Die Kirche kann wieder bezogen werden.

1960
Klerikernovizen und Philosophiestudenten gehen nach St. Gabriel bei Wien. Beginn des Baukomplexes im Garten des Missionspriesterseminars für das Anthropos- und Missionsinstitut, für die Missionsprokur, die Redaktion der "Stadt Gottes" und den Steyler Buchverlag.

1961
Einzug der Missionsprokur in ihre neuen Arbeitsräume. Am 18. Oktober Gedenkstein-Weihe für das Anthroposinstitut.

1962
Die Steyler Redaktion zieht am 18. Oktober in den Neubau ein. Am 21. November Übersiedlung des Anthroposinstituts und der "Anthropos"-Redaktion von Froideville bei Freiburg, Schweiz, nach St. Augustin.

1963
Mai 1963 Wiederbeginn des Klerikernoviziats in St. Augustin. Am 8. November feierliche Eröffnung des Anthroposinstituts unter Teilnahme zahlreicher Ethnologen und anderer Wissenschaftler aus Deutschland und den angrenzenden europäischen Ländern.

1964
Eröffnung des 1962 gegründeten Arnold-Janssen-Hauses als Tagungsstätte für Exerzitien, Akademien, Schulungs- und Bildungskurse.

1965
Aggregierung der Philosphisch-Theologischen Hochschule SVD St. Augustin an das Pontificio Ateneo Sant Anselmo in Rom.

1969/79
Beginn der Studiengemeinschaft mit der Hochschule der Redemptoristen in Geistingen, Hennef.

1972
Missionstheologische Spezialisierung an der Hochschule St. Augustin. Verlegung der "Monumenta Serica"-Redaktion von Los Angeles nach St. Augustin.

1973
Eröffnung des Museums Haus Völker und Kulturen.

1974
Beginn der Vortragsreihen in der Akademie Völker und Kulturen.

1982
Durch Dekret der Kongregation für das Katholische Bildungswesen vom 5. Oktober wird der Philosophisch-Theologischen Hochschule SVD St. Augustin "ad triennium et ad experimentum" das Recht gewährt, den Diplomstudiengang einzurichten und den akademischen Grad "Diplomtheologe/in" zu verleihen.

1983
Mit Erlass des Wissenschaftsministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen vom 21. September wird die Hochschule der Steyler Missionare in St. Augustin als gleichwertig mit den katholischen theologischen Fakultäten beziehungsweise Fachbereichen der Universitäten staatlich anerkannt.

1983/84
Mit dem Beginn des Wintersemesters Umstellung auf den Diplomstudiengang für die sechs unteren Semester.

1988
Gründung des China-Zentrums.

1995/96
Mit dem Ende des Studienjahrs 1995/96 erlischt die Studiengemeinschaft mit der Hochschule der Redemptoristen in Hennef.

1999
Durch Dekret der Kongregation für das Katholische Bildungswesen vom 28. August Erhebung der Hochschule zur kirchlichen Theologischen Fakultät.

 
Sankt Augustin