24. Sonntag im Jahreskreis (A)

Liturgische Bausteine

Die Liebe Gottes kennt keine Grenzen

1. Lesung: Sir 27,30 - 28,7
Zwischengesang: www.antwortpsalm.de
2. Lesung: Röm 14,7-9
Evangelium: Mt 18,21-35


Liturgischer Gruß

Der barmherzige Gott, der uns alle Schuld von Herzen verzeiht, sei mit euch.

Einleitung

Wenn es um Verzeihung geht, scheint der Mensch zwei Maßstäbe zu haben. Für uns selbst bitten wir um Gnade, weil Gerechtigkeit uns nicht retten kann. Anderen gegenüber pochen wir aber auf unser Recht, wenn es mal auf unserer Seite ist. Gottes Barmherzigkeit macht dagegen niemals halt. Sie kennt keine Grenzen. Darum muss auch unsere Bereitschaft, unseren Mitmenschen aufrichtig zu verzeihen, grenzenlos sein.

 

Kyrie-Rufe

Herr Jesus Christus 

  • du bist gekommen, der Welt deinen Frieden zu bringen. - Herr, erbarme dich. Du bist gekommen, uns zu Boten deines Friedens zu machen. - Christus, erbarme dich.
  • Du bist gekommen, uns Frieden zu schenken durch Vergebung unserer Schuld. - Herr, erbarme dich.

 

Tagesgebet

Gott,
wieder sind wir zusammengekommen,
   um uns durch dein Wort und Sakrament
   in unserem Auftrag für die Welt bestärken zu lassen.
Wir bitten dich:
Schärfe jetzt unsere Sinne,
   damit wir aufnehmen können, was uns in deinem Dienste hält.
Darum bitten wir durch Jesus Christus...

 

Fürbitten

Lasst uns beten zu Gott, dem barmherzigen Vater, der reich an Erbarmen ist für alle Menschen: 

  • Für die Kirche und alle Christen: dass sie als Zeugen der Barmherzigkeit Gottes wirken und leben. Vater des Erbarmens A: wir bitten dich, erhöre uns!
  • Für alle Opfer von Terror und Gewalt und für deren Angehörigen: dass sie Beistand, Trost und die Kraft zur Versöhnung finden.
  • Für die Täter von Gewalt und Terror: dass sie ihr Unrecht erkennen und umkehren.
  • Für die Unversöhnlichen: dass du ihnen die Bereitschaft und Kraft schenkst, einen Weg der Versöhnung zu gehen.
  • Für den an diesem Wochenende stattfindenden „Marsch für das Leben“ in Berlin: dass du alle Bemühungen um den Schutz des Lebens von seinem Anfang bis zu seinem Ende segnest.
  • Für alle Verstorbenen: dass sie von aller Schuld befreit und geläutert eingehen in die ewige Freude des Himmels.

Du, Gott, bist unser Friede und unsere Versöhnung. Dir sagen wir Dank und Lobpreis durch Christus, unseren Herrn.

 

Hochgebet – „Gottes Liebe zu uns“

Präfation

Guter Gott, es ist würdig und recht,
es ist gut und richtig,
dass wir dir immer und überall danken.
Wir freuen uns vor allem darüber,
dass wir mit Jesus zu dir kommen dürfen,
genau so, wie wir sind.
Du liebst uns, darum schenkst du uns
die Schönheiten der Erde.
Du liebst uns, darum schenkst du uns
Jesus Christus, deinen Sohn,
als unseren Bruder.
Du liebst uns,
darum führst du uns hier zusammen
als seine Schwestern und Brüder.
Für diese deine große Liebe danken wir dir.
Wir preisen dich mit allen Engeln und Heiligen
und singen mit ihnen
das große Lob deiner Herrlichkeit:

Sanktus

Guter Gott, wir danken dir für Jesus,
der in deinem Namen gekommen ist
als Freund der Armen und Kleinen.
Er hat uns gezeigt, wie wir für dich
und füreinander da sein können.
Jesus ist gekommen,
die Macht des Bösen in uns
und um uns zu ertragen
und den Hass in der Welt zu überwinden,
der jede Freundschaft
zwischen Menschen zerstört.
Er hat uns versprochen,
dass der Heilige Geist immer bei uns ist
und uns Kraft schenkt,
als deine Kinder zu leben.

Darum bitten wir dich,
Gott, unser Vater:
Sende deinen lebensspendenden Geist,
damit diese Gaben von Brot und Wein
Leib † und Blut Jesu Christi werden,
der uns geliebt hat bis in den Tod.

Am Abend vor seinem Leiden
hat Jesus sich mit seinen Freunden
zu Tisch gesetzt.
Er hat das Brot genommen
und das Dankgebet gesprochen.
Er hat es geteilt,
dann seinen Jüngern gegeben
und gesagt:

NEHMET UND ESSET ALLE DAVON:
DAS IST MEIN LEIB,
DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch,
dankte wiederum,
reichte ihn seinen Jüngern und sprach:

NEHMET UND TRINKET ALLE DARAUS:
DAS IST DER KELCH
DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES,
MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH
UND FÜR ALLE VERGOSSEN WIRD
ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.

Geheimnis des Glaubens: 

Akklamation

Gott, unser Vater,
wir gedenken des Lebens, des Todes
und der Auferstehung Jesu,
der sich dir ganz schenkt
und für uns da ist.
Er nimmt uns mit auf den Weg zu dir.

So bitten wir dich in dieser Stunde:
Gib uns allen, die an diesem Mahl teilnehmen,
den Geist der Liebe,
damit wir immer mehr
ein Herz und eine Seele werden,
zusammen mit unserem Bischof N.,
mit unserem Papst Franziskus,
und mit allen Frauen und Männern,
die deinem Volk dienen.

Guter Gott, denk an alle,
die wir gern haben.
Sei denen nahe, die traurig sind.
Lass die Verstorbenen bei dir glücklich sein.

Denk an alle Menschen auf der ganzen Erde.
Führe uns einst mit ihnen zusammen
zum großen Fest in deinem Reich,
wo wir mit Maria, der Mutter Jesu,
dem Zimmermann, dem Hl. Josef,
unseren Namenspatronen
und mit allen heiligen Frauen und Männern
für immer glücklich sind
und dich preisen
durch Jesus Christus. 

Doxologie

Quelle unbekannt

 

Einleitung zum Vaterunser

Was in unserem Leben trägt, was die Ängste in uns überwindet, das ist das unerschütterliche Vertrauen, dass Gott bei uns ist und uns wie ein guter Vater schützt und begleitet. Zu ihm beten wir mit den Worten Jesu: Vater unser …

 

Einleitung zum Friedensgebet

Frieden wird, wo wir aufrichtig und ehrlich um gutes Handeln bemüht sind. Tiefster und beständiger Friede wird, wenn wir Gott um seinen Frieden bitten: Herr Jesus Christus, … und schenke uns,

 

Schlussgebet

O Gott,
dein Sohn sagt zwar,
   dass sein Joch leicht ist,
aber mit der Botschaft von heute
   liegt es sicher dem ein oder anderen schwer auf der Seele -
   und du kennst ja unsere Schwächen.
Deshalb:
Hilf uns und mach uns stark,
   damit wir aus ganzem Herzen vergeben
   oder wenigstens Schritte in diese Richtung tun können,
   damit wir wirklich deine Kinder sind.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn...

 

Die in den „Liturgischen Bausteinen“ veröffentlichten Gebete und Texte sind Alternativen zu den offiziellen Texten, die der Zelebrant immer im MB findet.

 

Pfr. Bodo Windolf; P. Karl Jansen SVD
 
Mt 18,32: „Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Diener! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich so angefleht hast.“ 
Mt 18,32: „Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Diener! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich so angefleht hast.“