2. Sonntag der Osterzeit - Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit – Weißer Sonntag (A)

Liturgische Bausteine

1. Lesung und Evangelium

1. Lesung: Apg 2,42-47
Zwischengesang: www.antwortpsalm.de
2. Lesung: 1Petr 1,3-9
Evangelium: Joh 20,19-31

Zum Kantilieren des Evangeliums: www.stuerber.de

Vorbemerkungen

Das sonntägliche Taufgedächtnis; MB S. 1171ff (Osterzeit)
Herr, allmächtiger Vater, …
(Wird Osterwasser verwendet, entfällt die Segnung.)
… Gott, so schaffe auch uns neu durch Christus, unseren Herrn.

Dazu: GL 491 „Ich bin getauft und Gott geweiht“
Oder: GL 835 (Köln) „Fest soll mein Taufbund immer stehn“
Das allgemeine Schuldbekenntnis entfällt!

Einleitung

Wenn man den Umfragen folgen will, so glauben immer weniger Christen an die Auferstehung. Aber es geht ja auch gar nicht um die bloße Bereitschaft, etwas zu akzeptieren, was nicht ins logische Denken passt. Auferstehung ist die christliche Lebensdynamik überhaupt. Der auferstandene Jesus ist die Kraft, die mich in meinem Leben auf die Füße stellt, die mich aufstehen lässt zu meinem eigenen Leben. Der auferstandene Jesus ist die Kraft, die mein Scheitern verwandelt und mir neue Perspektiven eröffnet. Der auferstandene Jesus ist die Kraft, die mich aus dem zu eng gezogenen Kreis meines Denkens hinausführt und mir Mut macht, über mich selbst hinauszuwachsen. Feiern wir also miteinander Auferstehung und erleben wir Jesus lebendig in unserer Mitte!


Kyrie-Rufe

Herr Jesus Christus, 

  • wir blockieren uns manchmal selbst durch unser Fragen. - Herr, erbarme dich.
  • Wir richten uns gerne ein in selbstgemachten Sicherheiten und Bequemlichkeiten. - Christus, erbarme dich.
  • Du rufst uns heraus und mutest uns zu, den Weg zur Auferstehung zu gehen. - Herr, erbarme dich.

 

Tagesgebet

Guter Gott,
so wie es die ersten Jüngerinnen und Jünger getan haben,
   so tun wir es noch heute:
Wir kommen zusammen zum Gebet,
   wir hören dir zu in deinem Wort
   und wir teilen miteinander das Brot,
   in dem sich uns Jesus schenkt.
Lass unsere Herzen leicht werden mit der Auferstehung Jesu aus Leid und Tod.
Lass neues Leben in ihnen wachsen und blühen,
   damit der Ostermorgen uns auch heute überrascht mit deiner Gegenwart.
Darum bitten wir mit Jesus Christus, unserem Herrn...

 

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Auferstandener und durch den Tod Gegangener. Wenn wir uns am Ende wähnen, zeigst du uns, dass es noch lange nicht das Ende ist. Höre unser Gebet: 

  • Für alle Kinder, die zum ersten Mal die hl. Kommunion empfangen. Lass sie verspüren, wie gut du ihnen bist. Schenke ihnen in dieser Feier eine bleibende Erinnerung an dich, der du immer bereit bist, sie zu nähren und zu begleiten.
    Guter Herr und Meister, A: wir bitten dich, erhöre uns.
  • Aus Angst hatten die Jünger die Türen vor Andersdenkenden verschlossen. Hilf deiner Kirche zu einem gesunden Vertrauen, damit sie es wagt, in offenen Dialog mit Menschen zu treten, die andere Ideen haben. – Christus, höre uns.
  • Die ersten Jüngergemeinden haben durch ihren Lebensstil des Miteinander-Teilens viele Menschen fasziniert. Gib uns Christen heute den Mut, überzeugender zu leben zu wagen, was wir bekennen.
  • Das Geheimnis von Tod und Auferstehung zeigt uns, dass es nichts gibt, was Gott nicht verwandeln könnte. Schenke uns den Mut, uns mit allem an ihn zu wenden und neues Leben zu finden. 
  • Du hast deine Jünger mit dem allumfassenden Schalom beschenkt. Schenke den verzagten, schuldbeladenen, kranken und einsamen Menschen deinen Schalom - wenn du willst, durch uns, Diener und Dienerinnen deines Schaloms.
  • Der Tod ist in Wahrheit das Tor zum Leben in neuer Dimension, das zeigt uns deine Auferstehung. Lass die von uns Gegangenen in deiner allumfassenden Liebe leben und geborgen sein.

Christus, dein Weg lässt unsere Finsternis hell werden. Deine unverbrüchliche Treue macht unsere schwankenden Knie wieder stark und lässt uns auferstehen. Lass uns dir gehören, für jetzt und in Ewigkeit.

 

Hochgebet „Ostern II“

Präfation

Ja, Vater, wir danken dir,
dass du ein Gott der Lebenden bist.
Denn Jesus, dein Sohn und unser Bruder,
der gekreuzigt und begraben war:
Er lebt! Er ist der Herr!
Er ist unsere Auferstehung, er ist unser Leben.
Vater, wir danken dir
für deine Liebe und Zuneigung,
die du uns jeden Tag neu,
aber besonders in dieser österlichen Zeit zeigst.
Wir danken dir, dass die ganze Schöpfung
den Geist deines Lebens spürt
und singen mit allen Engeln
und Heiligen… 

Sanktus

Ja, guter Gott, du bist ein Gott,
der unser Leben will
und nicht unseren Untergang.
Das hast du uns Menschen
immer wieder gezeigt.

Wir denken an jene Nacht,
in der du das Volk Israel
aus dem Land seiner Knechtschaft,
aus Ägypten, in die Freiheit geführt hast.

Wir denken an die Nacht, in der du Jesus
aus dem Tod zum Leben gerufen hast,
um ihm Anteil zu geben
an deiner Herrlichkeit.

Denn Christus, unser Herr und Gott, war es,
der allen Menschen deine Liebe zugesagt hat.
Erfüllt von deinem Geist
hat er mit den Sündern das Brot geteilt
und ihnen so neues Leben ermöglicht.

Und so bitten wir dich
um diesen Geist der Liebe,
der uns an deinem Tisch zusammenführt.

Er heilige diese Gaben,
damit sie uns werden
Leib † und Blut
unseres Herrn Jesus Christus.

Denn in der Nacht,
da er von einem, den er lieb hatte,
verraten wurde,
nahm er das Brot und sagte Dank,
brach es, reichte es seinen Freunden
und sprach:

NEHMET UND ESSET ALLE DAVON:
DAS IST MEIN LEIB,
DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch,
dankte wiederum, reichte ihn seinen Jüngern
und sprach:

NEHMET UND TRINKET ALLE DARAUS:
DAS IST DER KELCH
DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES.
MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH
UND FÜR ALLE VERGOSSEN WIRD
ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.

In dieser österlichen Freude
bekennen wir gemeinsam
das Geheimnis unseres Glaubens 

Akklamation

Gott des Lebens,
in dieser Stunde denken wir
an Jesus von Nazareth
und feiern seine Auferstehung.
Er hat sich an uns verschenkt.
Du hast ihn zu dir gerufen
und sein Leben vollendet.

Wir bitten dich,
schenke uns den Geist Jesu,
der lebendig macht, was tot ist,
der uns befähigt, aufeinander zuzugehen
und einander in Liebe zu dienen.
Sende uns den lebendigen Geist Jesu,
der uns befähigt, Leben zu teilen:
Mit den Einsamen und Verbitterten,
mit den Armen und Traurigen,
und mit allen Menschen,
die in unserem Leben
Trost und Hilfe brauchen.
Lass uns inmitten der Welt,
dein Evangelium leben
und deinen Frieden bringen.

Lass uns in der Gemeinschaft
mit unserem Papst Franziskus,
mit unserem Bischof N.,
und mit allen Frauen und Männern,
die dein Reich suchen,
eine Quelle der Freude
und der Zuversicht sein.

Wir bitten dich auch für alle Menschen,
die auf dich, den gütigen Gott, gehofft haben
und die uns schon vorausgegangen sind:
Lass sie leben bei dir im Reich,
das mit Jesus angebrochen ist.

Gemeinsam mit der Gottesmutter Maria,
mit allen Engeln und Heiligen
wollen wir dich, unseren Vater,
durch den auferstandenen Herrn
loben und preisen. 

Doxologie

Quelle unbekannt

 

Einleitung zum Vaterunser

Guter Gott, je mehr wir aufmerksam dafür werden, dass Jesus hier und jetzt mitten in unsere Gemeinde tritt, umso mehr dürfen wir die Erfahrung machen, miteinander und mit dir verbunden zu sein. So trauen wir uns und freuen uns, dich Vater nennen zu dürfen, wenn wir miteinander beten: Vater unser…

 

Einleitung zum Friedensgebet

Der Glaube an Jesus, den Messias und Sohn Gottes, schenkt uns Leben, Frieden und eine Ahnung des ewigen Glücks. Deshalb bitten wir: Herr Jesus Christus, … und schenke uns, …

 

Schlussgebet

„Mein Herr und mein Gott“,
so bekennt Thomas gläubig,
   nachdem er seine Zweifel überwunden hat.
Auf jede und jeden von uns gehst du genauso behutsam zu wie auf den Apostel,
und wirbst, dass auch wir unsere Zweifel von uns werfen
   und uns bereit machen für die Umarmung deines Lebens der Auferstehung.
Nimm uns hinein in die Dynamik deines neu erblühten Lebens
   und lass uns zu Zeugen werden,
an denen man die Kraft deiner Auferstehung ablesen kann.
Darum bitten wir in ihm, Jesus Christus,
   unserem auferstandenen und in uns lebenden Herrn.

 

Die in den „Liturgischen Bausteinen“ veröffentlichten Gebete und Texte sind Alternativen zu den offiziellen Texten, die der Zelebrant immer im MB findet.

 

P. Thomas Heck SVD; P. Karl Jansen SVD
 
Apg 2,46 : „Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Einfalt des Herzens.“ 
Apg 2,46 : „Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Einfalt des Herzens.“