Hochfest der Erscheinung des Herrn

Liturgische Bausteine

Ich entdecke …, dass ER der Stern war, …

1. Lesung: Jes 60,1-6
Zwischengesang: www.antwortpsalm.de
2. Lesung: Eph 3,2-3a.5-6
Evangelium: Mt 2,1-12

Zum Kantillieren des Evangeliums: www.stuerber.de

Eingangslied

GL 259 „Gottes Stern, leuchte uns …“

Liturgische Begrüßung:

Unser Herr Jesus Christus lässt sich finden. Suchende empfängt er mit offenen Armen und einem liebenden Herzen. Er ist mit euch!

Einleitung

Schwestern und Brüder, liebe Gemeinde! 

Von Lichtverschmutzung war in den vergangenen Wochen immer wieder die Rede. In unserer Welt ist kaum mehr echte Dunkelheit zu finden. Mehr und mehr wird beleuchtet - zum Schaden nicht nur für uns Menschen.

Wir alle genießen in wunderbaren Nächten den Blick zum Himmel, die Bilder der Sterne. 

Heute feiern wir, dass Menschen „den Stern“, „das Licht der Welt“ gefunden und im Kind in der Krippe „entdeckt“ haben. Sie sind ihrer Sehnsucht gefolgt, haben sich von nichts und niemandem blenden lassen.

Mit ihnen treten wir vor den Mensch gewordenen Gottessohn und bringen ihm, was wir auf dem Herzen und in Gedanken dabei haben.

Kyrie-Rufe

Herr Jesus Christus, 

  • du kostbares Geschenk des himmlischen Vaters für die ganze Welt. - Kyrie eleison!
  • Du Sohn Gottes, der uns Ruhe finden und ganz und gar ankommen lässt. - Christe eleison!
  • Du Heiland und Retter teilst Freude und Leid, bist uns Hilfe und Trost. - Kyrie eleison!


Vergebungsbitte

Gott, Deine Liebe ist Dein großes Geschenk an uns, die wir Dir unser Beten, unseren Kummer, das Harte und das Glück unseres Lebens, ja sogar Versagen und Schuld ans Herz legen. Dankbar für Deine Barmherzigkeit und Deine Vergebung singen wir zu Deinem Lob.

 

Einleitung zur 1. Lesung: (Jes 60,1-6)

Licht zieht an. Erst recht derjenige, den Gott als „Licht der Welt“ in die Dunkelheit und Hoffnungslosigkeit menschlichen Lebens hinein schenkt.

 

Einleitung zur 2. Lesung: (Eph 3,2-3a.5-6)

Für alle Menschen ist Gottes Heil bestimmt. Was der Glaube Israels zunächst für sich reserviert sah, weitet der Verfasser des Epheser-Briefes aus.

 

Hallelujaruf

GL 174,4 mit Vers aus dem Lektionar

Einleitung zum Evangelium: (Mt 2,1-12)

Durchfragen und nicht aufgeben lohnt sich. Vielleicht haben die Suchenden gestaunt, dass diejenigen, die die Botschaft „im Schrank“ hatten, gar nicht in die Gänge kamen …

 

Fürbitten

Zu den Gaben der Weisen, zu ihren Anliegen und Fragen, wollen wir unsere Bitten legen, aber auch die Freude darüber, dass wir - egal von woher - immer zu Jesus Christus kommen dürfen: 

  • Wir beten für alle, die auf der Suche sind, die Unruhe in sich spüren, einfach nicht alles beim Alten bleiben lassen können, neue Schritte und ein anderes Denken wagen. Herr, erbarme Dich!
  • Wir bitten für jene, die in den christlichen Kirchen Verantwortung übernommen haben, die Schätze des Glaubens verwalten, Frohe Botschaft verkünden und manchmal weit weg sind von den Anliegen, Sorgen und Fragen der Menschen unserer Zeit.
  • Wir denken an unsere kranken, pflegebedürftigen, alten und nicht mehr mobilen Schwestern und Brüder, die gerne zum Gottesdienst kämen, deren Bitten und Schmerz wir stellvertretend bringen.
  • Wir sind in Gedanken bei unseren Kindern und Jugendlichen, die als Sternsinger unterwegs sind, von Haus zu Haus ziehen, ganz unterschiedliche Erfahrungen machen, sich aber die Freude am Verkünden der Frohen Botschaft und am bedürftigen Kindern und Jugendlichen Helfen nicht nehmen lassen.
  • Wir danken für das Leben unserer Verstorbenen, für das gute Mit- und Füreinander, aber auch für die Vergebung, die wir einander schenken konnten, wo es schwer war, einander gelten zu lassen. Herr, lass sie Dich und Dein Ostern gefunden haben und nimm sie mit den Schätzen und der Armut ihres Lebens an.
  • Menschen unterschiedlicher Religionen leben auch in unseren Gemeinden auf engem Raum zusammen. Für viele andere spielt die Beziehung zu Gott in ihrem Leben keine Rolle mehr. Herr, lass alle die Sterne entdecken, die Du über ihrem Lebensweg strahlen lässt und berühre ihr Herz.

Gott, Deine Liebe ist voller Fantasie. Sie gilt der ganzen Schöpfung. Sei gepriesen als Licht der Welt, jetzt und alle Tage bis in Deine Ewigkeit.

 

Zur Gabenbereitung

GL 256 „Ich steh an deiner Krippen hier“

 

Einleitung zum Vaterunser

Als Erben von Gottes Reich sind wir seine Kinder. So dürfen wir mit Jesus und seinen Worten voll Vertrauen beten: Vater unser …

 

Einleitung zum Friedensgruß

Die Begegnung mit dem Kind in der Krippe schenkt Frieden. Die Weisen spüren: Hier sind wir richtig. Hier ist das Ziel unseres Weges. Mit ihnen bitten auch wir: Herr Jesus Christus, Friedensfürst, schenke uns und allen Menschen Deinen Frieden! 

Und dieser Friede des Herrn sei allezeit mit Euch.


Kommunioneinladung

Seht, da ist der, der nicht nur annimmt, was wir ihm bringen, sondern der uns sich selber schenkt, um uns zu stärken, aufzurichten und seine Liebe spüren zu lassen. IHM bekennen wir: Herr, ich bin nicht würdig …

Wir sehen nicht nur seinen Stern. Wir genießen die Fülle seiner Liebe.

Kommunionmeditation

Herr, wie sehr lockst Du mich, Dich zu suchen …
Wie glücklich bist Du, wenn ich an Dich denke …
Wie reich soll ich werden, weil ich Dich entdecke?

Herr, was verhindert nicht alles meinen ersten Schritt …
Wie randvoll ist mein Kalender, wie hektisch sind meine Tage …
Wieviel entgeht mir, obwohl ich meine, dass ich alles habe?

Herr, danke für jeden Menschen, der mich neugierig macht, mir Fragen stellt …
Danke für dieses Fest heute, und diejenigen, die sich vom Stern führen ließen …
Danke für den Mut, den Kopf nicht hängen zu lassen und Ausschau zu halten ...
Ich bin mir sicher: Du wirst mich finden.
Wir begegnen uns!


Danklied

GL 251,3-5 „Sehet dies Wunder“

Entlassung

Geht und schenkt den Frieden!

Pfr. Albert L. Miorin, Pfaffenhofen a.d. Ilm

Alternative Texte

Tagesgebet

Gott,
am heutigen Festtag wird deutlich,
  dass du das Heil aller Menschen willst,
ein jeder dir wichtig ist und du die Menschen zu dir hinziehst.
Wir wollen aufmerksam diese heilige Feier begehen,
   damit wir die leisen Töne,
mit denen du uns rufst, nicht überhören.
Darum [WORUM ?] bitten wir durch Jesus Christus.


Gabengebet

Guter Gott,
wie die Weisen kommen auch wir mit unseren Gaben von Brot und Wein zu dir.
Wir trauen deinem Wort,
   dass du immer für uns da bist
und bitten dich:
Nimm die Gaben an.
Lass sie für uns zur Kraftquelle werden,
   die uns – besonders für all jene, die keine Hoffnung haben – erstrahlen lässt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn...


Hochgebet - „Erscheinung des Herrn“

Präfation

Ja, es ist gut und richtig,
dir immer und überall
in unserem Leben zu danken, guter Gott.
Du hast uns gerufen,
zu der Lebensreise hin zu dir. 

Über Berg und Tal,
durch Freude, Sorge und Not
geht jeder von uns seinen Weg.
Die drei Weisen sind uns
Vorbild dieser Wanderschaft. 

Ihr Glaube, ihr Wissen
und ihre Zielstrebigkeit
führten sie durch
alle Schwierigkeiten des Weges
hin zu dir.
Sie sahen dich, knieten nieder,
brachten ihre Geschenke
und beteten dich an.
Sie waren erfüllt von der Freude,
dich zu finden. 

Mit ihnen
und allen heiligen Frauen und Männern,
mit allen Menschen, die dir
auch heute auf der Spur sind
und deinem Stern folgen,
stimmen wir das große Loblied an
und singen: 

Sanktus

Gott, unser Vater,
groß bist du und hoch zu preisen,
weil du dich Kleinen und Großen zeigst,
vor allem denen, die dich suchen.

Wir danken dir für alles,
was du uns durch die Geschichte
von den Weisen aus dem Morgenland
erfahren lässt,
und bitten dich für alle, die bereit sind,
sich auf den Weg zu machen
um dich zu suchen.
Öffne ihre Augen,
dass auch sie deinen Stern sehen.

Wir danken dir für dein Licht,
das Jesus selbst ist,
der als kleines Kind zur Welt kam
und unsere Dunkelheit hellmacht.

So bitten wir dich:
Sende deinen Heiligen Geist herab
auf unsere Gaben von Brot und Wein,
damit sie uns zu Leib + und Blut
unseres Herrn Jesus Christus werden,
der uns aufgetragen hat,
dieses Mahl miteinander zu feiern.

Denn in der Nacht,
da er verraten wurde,
nahm er das Brot und sagte Dank,
brach es und reichte es seinen Jüngern
mit den Worten:

NEHMT UND ESST ALLE DAVON.
DAS IST MEIN LEIB,
DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch,
dankte wiederum
und reichte ihn seinen Jüngern
mit den Worten:

NEHMT UND TRINKT ALLE DARAUS.
DAS IST DER KELCH
DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES,
MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH
UND FÜR ALLE VERGOSSEN WIRD
ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.

Geheimnis des Glaubens. 

Akklamation

Herr und Gott!
Wir danken dir für die Freiheit,
dich als unser Lebensziel
suchen und finden zu können.
Gib uns Glauben, Kraft und Vertrauen,
diesen Weg der Weisen nachzugehen.

Schenke uns den Mut,
wenn wir in Gefahr sind,
falsche, leichtere Wege einzuschlagen,
diese wieder zu verlassen.
Lass uns die Freude erfahren,
am Ziel unserer Reise
bei dir sein zu dürfen,
damit deine Liebe uns ewig umfängt.

Guter Vater,
wir bitten dich für deine Kirche:
Beschütze und führe sie;
gib ihr Frieden und Einheit
überall auf der Welt.
Schenk Weisheit und Kraft
unserem Papst Franziskus, unserem Bischof N.
und allen, die ein Amt
in deiner Kirche innehaben.

In deiner Güte gedenke
auch all jener Menschen,
die einen besonderen Platz
in unserem Herzen haben,
und bleibe denen treu,
die durch den Tod
von uns getrennt sind.

Mit deinem ganzen Volk,
mit Maria, der Mutter Jesu,
dem gerechten und treuen Josef,
mit den Aposteln und Märtyrern,
mit den Weisen aus dem Morgenland
ja, mit allen Menschen auf der Erde,
die auf dich vertrauen,
bitten wir dich um deine Barmherzigkeit,
neigen wir uns vor deiner Größe
und sagen wir dir unseren Dank
durch unseren Herrn
und Bruder Jesus Christus. 

Doxologie

Quelle unbekannt

Schlussgebet

Barmherziger Gott,
wie wunderbar ist deine Geschichte mit uns Menschen!
Dankbar blicken wir auf dieses heilige Mahl zurück,
   in dem unser Herr Jesus Christus der Gastgeber war.
Wir bitten dich nun:
Sende uns, lass einen jeden von uns zum Stern für andere werden,
   damit jeder, der für die Frohe Botschaft offen ist,
   den Weg zu dir finden kann.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn.

 

Die in den „Liturgischen Bausteinen“ veröffentlichten Gebete und Texte sind Alternativen zu den offiziellen Texten, die der Zelebrant immer im MB findet.

 

P. Karl Jansen SVD