Aschermittwoch

Liturgische Bausteine

„Madeleine Delbrêl – Wachsen in der Liebe als Sinn der Fastenzeit.“

Lesung: Joël 2,12-18
Zwischengesang: www.antwortpsalm.de
2. Lesung: 2Kor 5,20 - 6,2
Evangelium: Mt 6,1-6.16-18

Zum Kantillieren des Evangeliums: www.stuerber.de

Einleitung

Es wird wohl Teil des menschlichen Lebens bleiben, dass es Menschen gibt, die andere - aus Eigennutz - instrumentalisieren. Doch gibt es auch eine andere Form der Instrumentalisierung, zu der ich mich ganz bewusst und frei entscheiden kann. Letztere möchten wir als Getaufte nach dem Beispiel Jesu mehr und mehr in unserem Leben verwirklichen. Nein, es geht nicht darum, unser Heil zu suchen. Das Wesentliche des christlichen Lebens ist, Gott zu den Menschen zu tragen. Dazu braucht es eine innige Verbindung zu Gott durch Gebet und Lesen der Heiligen Schrift und konsequentes Handeln. Bitten wir Gott in diesem Gottesdienst, dass er uns dabei hilft.

Der Bußakt entfällt und wird durch die Austeilung der Asche nach der Predigt ersetzt
 

Kyrie-Rufe

Herr Jesus Christus, 

  • du zeigst uns, worauf dein und unser Vater steht. - Herr erbarme dich.
  • du zeigst uns, worauf es ankommt, den Kontakt zum Vater und den rechten Blick für all jene am Rande. - Christus, erbarme dich.
  • du zeigst uns, wenn unser Tun dem Vater gefallen soll, den Weg, diskret zu handeln. - Herr erbarme dich.

 

Tagesgebet

Gütiger Gott,
zu Beginn dieser österlichen Vorbereitungszeit
   bitten wir dich um deinen Segen und deine Orientierung,
damit wir begreifen,
   worauf es in unserem Leben wirklich ankommt.
Stehe uns bei,
   damit wir unser Denken und Handeln neu ausrichten
und uns frohen Herzens zu dem bekehren,
   was Leben schafft und fördert.
Darum bitten wir durch Jesus Christus...

 

Aschenausteilen

Nach der Predigt erfolgen die Segnung und das Austeilen der Asche 

In vielen Regionen der Welt zünden Landwirte nach der Vegetationsphase und Ernte ihre Felder an. Darin liegt die Chance zu Neuem! 

Die Asche, die wir jetzt segnen, soll uns an unsere Vergänglichkeit erinnern, aber genauso an die Chancen, die in einem Neubeginn verborgen liegen. Deshalb: Bedenke dein Leben, kehre um, wo du vom Weg zum Leben abgekommen bist, glaube und folge dem Evangelium!

 

Fürbitten

Gott ist in unserer Welt gegenwärtig und sorgt sich um unser Heil. Vor ihn tragen wir voll Vertrauen unsere Bitten: 

  • Für alle, die in unserer Kirche Verantwortung tragen und an ihrem Ausbau arbeiten: Dass sie die Zeichen der Zeit verstehen und immer das Wohl der Gläubigen ins Zentrum ihres Denkens und Handelns stellen. Du Gott, des Erbarmens, A: wir bitten dich, erhöre uns.
  • Für alle Menschen, die durch Krieg, Katastrophen und Terror bedroht sind: Dass sie Frieden und Hilfe finden, um wieder ein menschenwürdiges Leben führen zu können.
  • Für alle, die leiden – wegen Krankheit, Leistungsdruck, Depression oder auch im Alter: Dass sie das Unvermeidliche ertragen können und Hilfe finden, wo sie möglich ist.
  • Für unsere Kinder und Jugendlichen: Dass sie in vertrauenswürdigen Personen Halt und Orientierung und den rechten Weg in ihrem Leben finden.
  • Für alle, die im Arbeitsprozess stehen, dass man sie nicht mit Zeitverträgen knebelt, sondern einen gerecht entlohnten und langfristig sicheren Arbeitsplatz ermöglicht.
  • Für unsere Verstorbenen: Dass sie in deinem Frieden das erleben, was sie gläubig von dir erhofften.

Voller Hoffnung bringen wir unsere Bitten vor dich. Fülle unsere Leere mit deiner unendlichen Güte. Durch Christus, unseren Bruder und Herrn.

 

Gabengebet

Gott,
was wir sind und haben, bringen wir dir mit diesen Gaben von Brot und Wein.
Nimm beides an samt unserem guten Willen,
   unser Leben neu zu bedenken
   und dort, wo es nötig ist, zu ändern.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn...

 

Hochgebet – „Scherben in unseren Händen“

Nach der Präfation:

Vater, wir stehen vor dir,
wir verstummen vor deiner Größe.
Wir begreifen dich nicht.
Das Geheimnis deiner Unendlichkeit
macht uns still und klein.
Was wissen wir von dir,
den wir GOTT nennen,
du unauslotbare Tiefe?
Was können wir tun,
dich erträglich zu machen für uns?

Die Maßstäbe fallen aus unseren Händen.
Die Bilder verblassen.
Wir greifen ins Leere.
Wir erfassen dich nicht.
Wir stehen vor dir,
Scherben in unseren Händen
von missglückten Beginnen,
von vergeblichen Versuchen,
aber du hast uns
vor dein Angesicht gerufen.

Vater, du kennst unsere Schwächen,
du weißt um unsere Schuld.
Aber du wendest dich uns
in deiner Güte zu.
Du nimmst uns an,
und du willst, dass wir reden.
Du hast uns Worte gegeben
zu deinem Lob.
Du hast zu uns gesprochen.
Du hast uns dein Wort gegeben:
JESUS, deinen Sohn.

Er steht in unserer Mitte
und hat uns gelehrt,
dich Vater zu nennen.
Er ist bei uns, wenn wir
einander verstehen und helfen.
Er blickt uns
mit den Augen der Brüder an.
Er zeigt uns die heilende Kraft
unserer Worte.
Er zeigt uns die segnende Güte
unserer Hände.
Mit ihm vermögen wir
Wunden zu heilen.
Mit ihm, der nichts für sich behält,
der uns alles geschenkt hat,
sein Leben und seinen Tod. 

V/A: Du bist Licht und du bist Leben;
Christus unsere Zuversicht.


Deshalb bitten wir dich,
allmächtiger Gott:
Sende deinen Heiligen Geist
über Brot und Wein,
damit sie zum Leib
und Blut † Jesu Christi werden.

An seinem letzten Abend,
als er mit seinen Freunden zusammensaß,
nahm er beim Abendmahl Brot
und sagte Dank, brach es,
reichte es seinen Jüngern
und sprach:

NEHMT UND ESST ALLE DAVON:
DAS IST MEIN LEIB,
DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.

Ebenso nahm er
nach dem Mahl den Kelch,
dankte wiederum,
reichte ihn seinen Jüngern
und sprach:

NEHMT UND TRINKT ALLE DARAUS:
DAS IST DER KELCH
DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES.
MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH
UND FÜR ALLE VERGOSSEN WIRD
ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.

Das ist und bleibt ein Geheimnis des Glaubens! 

A: Wir preisen deinen Tod,
wir glauben, dass du lebst.
Wir hoffen, dass du kommst
zum Heil der Welt.
Komm, o Herr! Bleib bei uns!
Komm, o Herr, Leben der Welt!


Vater, weil Jesus, dein Sohn,
unser Bruder, bei uns ist,
finden wir Worte, dir zu danken.
Vereint durch seinen Auftrag
stehen wir da,
bereit hinauszugehen,
weil ER uns sendet.

Er hat uns Freunde genannt,
weil wir seine Gedanken kennen.
Er hat uns seinen Geist gegeben,
den Geist der Menschenfreundlichkeit
und Liebe, damit wir seinen Auftrag nicht vergessen. 

A: Du bist Licht und du bist Leben;
Christus unsere Zuversicht.


Wir danken dir,
dass wir so Großes tun dürfen.
Wir danken dir,
dass du uns stark und fähig machst,
immer wieder einen
neuen Anfang zu setzen.
Wir danken dir für das Vertrauen,
das wir einander schenken dürfen.
Wir danken dir für jedes gute Wort,
das wir empfangen oder geben.
Wir danken dir,
dass du uns Ihn gegeben hast,
durch den wir so vieles vermögen.

Wir bitten für die Verantwortlichen
in unserer Kirche,
für Papst Franziskus,
für die Bischöfe und alle Gläubigen:
Schenke ihnen jene Liebe Jesu,
die Wunden heilt,
die Versöhnung stiftet
und gebrochene Herzen aufrichtet.

Den Verstorbenen,
mit denen wir immer noch
in Liebe verbunden sind,
schenke die ewige Freude in deinem Reich.
Hier kann für Verstorbene gebetet werden.
Geleite sie in deine Gegenwart,
zusammen mit Maria,
mit Josef, ihrem Gatten,
den Patriarchen,
Propheten und Prophetinnen,
den Aposteln und mit allen Heiligen,
die schon bei dir leben.

Mit ihnen allen
singen wir dir Lob und erwarten
das herrliche Kommen deines Reiches,
wo wir mit der ganzen Schöpfung,
erlöst von Sünde und Tod,
dich verherrlichen werden
durch Christus, unseren Herrn. 

Doxologie

Quelle unbekannt

Einleitung zum Vaterunser

Zu Gott, unserem Vater, der auch das Verborgene sieht, wollen wir beten: Vater unser …

 

Einleitung zum Friedensgebet

Versöhnung ist eine Voraussetzung für den Frieden. Deshalb sandte Gott seinen Sohn, damit ER uns den Weg zur Versöhnung zeige. Wenden wir uns an unseren Herrn Jesus Christus, dass er in uns die Bereitschaft zur Versöhnung wecke und uns seinen Frieden schenke. Herr Jesus Christus, …, und schenke uns, …

Schlussgebet

Vater im Himmel,
hilf uns ehrlich und kritisch uns selbst gegenüber zu sein.
Ja, nach dieser heiligen Feier
   möchten wir uns wieder mehr von dir in Dienst nehmen lassen,
   die Menschen mit deinen Augen sehen,
   ihren Ängsten und Nöten mit deiner Offenheit begegnen,
   ihnen unsere Hände reichen …
Aber dazu brauchen wir deinen Segen durch Christus, unseren Herrn...

 

Die in den „Liturgischen Bausteinen“ veröffentlichten Gebete und Texte sind Alternativen zu den offiziellen Texten, die der Zelebrant immer im MB findet.

 

P. Karl Jansen SVD