2. Sonntag im Jahreskreis (B)

Liturgische Bausteine

zu Joh 1,35-42

1. Lesung: 1Sam 3,3b-10.19
Zwischengesang: www.antwortpsalm.de
2. Lesung: 1Kor 6,13c-15a.17-20
Evangelium: Joh 1,35-42


Einleitung

„Niemand fängt Fische mit trockenen Füßen“, lautet ein Sprichwort der Lappen. Wie immer man es verstehen mag, es meint sicherlich: Wer sich auf etwas einlässt, muss auch mit den Folgen rechnen. Das gilt im alltäglichen Leben, das gilt im religiösen Leben. Wer sich auf Christus einlässt, muss es ganz tun – bis hin zu den nassen und kalten Füßen.

Bußakt

Bevor wir das Gedächtnis unseres Herrn feiern, wollen wir uns besinnen und Gott um Vergebung unserer Schuld bitten: Ich bekenne, Gott, dem Allmächtigen …


Kyrie – Rufe

Herr Jesus Christus, 

  • Du bist das Lamm Gottes. - Herr, erbarme dich.
  • Du tilgst die Schuld der Welt. - Christus, erbarme dich.
  • Du versöhnst uns mit dem Vater. - Herr, erbarme dich.

 

Tagesgebet

Herr und Gott,
deine Gemeinde ist versammelt
   und wir sind voller Erwartung auf das,
   was du uns heute wieder erfahren lässt.
Schenke uns deinen Heiligen Geist,
   damit wir besonders die leisen „Töne“ aufnehmen können,
   die deinen Weg mit uns markieren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus...

 

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du hast zu den Jüngern auf ihre Frage „Meister, wo wohnst du?“ geantwortet: „Kommt und seht.“ Wir bitten dich, zeige uns, wo du wohnst. 

  • Dass wir in den Armen, Kranken und Geschundenen dein Gesicht finden:   Lamm Gottes, Heiland der Welt, A: wir bitten dich, erhöre unser Gebet.
  • Dass wir in unserem Leben deine leitende Hand finden:
  • Dass wir im Leid der Welt, den furchtbaren Kriegen, den flüchtenden Menschen dein Kreuz und die Hoffnung auf deine Auferstehung finden:

Herr Jesus Christus, so wie du mit den Jünger gingst und sie folgten, so gehe auch mit uns, damit wir dich sehen und dir folgen können. Der du lebst und herrschst in Ewigkeit.

 

Gabengebet

Gott,
es ist nicht allzu viel an Gaben, die wir dir weihen,
   aber wir legen unser aller Leben in sie hinein.
Nimm mit ihnen auch uns an,
  so wie wir sind.
Wir vertrauen darauf,
   dass du uns an die Hand nimmst und uns wandeln kannst
   durch Christus, unseren Bruder und Herrn.

 

Hochgebet - „Berufung“

Präfation 

Wir können nicht anders, Gott,
als dich zu rühmen und dir zu danken.
Denn zu jeder Zeit rufst du
die Menschen auf einen Weg,
der für sie und alle zum Segen wird.
Einst hast du Abraham gerufen.
Auf dein Wort hin hat er alles verlassen
und sich auf den Weg gemacht,
den du ihn führen wolltest.
In der Wüste hast du Mose gerufen,
und er ist mit deinem Volk aufgebrochen,
um es in die Freiheit zu führen.
Dann hast du Propheten gerufen,
damit sie dein Volk wachrütteln
und zur Umkehr bewegen,
um nicht wieder in Abhängigkeit zu fallen.
Im Neuen Bund hat Jesus Menschen gerufen,
ihm nachzufolgen, seine Schüler zu werden
und den Menschen den Weg
der Befreiung zu zeigen.
Heute rufst du uns,
denn durch uns willst du die Welt
auch heute noch zum Heil führen.
So stimmen wir dankbar
in den Lobpreis deiner Heiligen ein
und singen voll Freude: 

Sanktus

Dich, liebender Gott,
feiern wir in dieser Stunde.
Du hast alles für uns getan
und legst deine heilende Hand
auch weiterhin auf uns.

Ergreife nun diese Gaben
durch deinen Heiligen Geist
und schenke sie uns wieder
als den + Leib und das Blut deines Sohnes,
unseres Bruders und Herrn Jesus Christus.

Denn in der Nacht der Entscheidung
nahm er inmitten seiner Jünger das Brot,
sagte dir Dank, brach das Brot
und reichte es den Seinen mit den Worten:

NEHMT UND ESST ALLE DAVON:
DAS IST MEIN LEIB,
DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.

Dann nahm er den Kelch,
dankte dir wieder
und reichte ihn seinen Freunden,
wobei er sprach:

NEHMT UND TRINKT ALLE DARAUS:
DAS IST DER KELCH
DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES,
MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH
UND FÜR ALLE VERGOSSEN WIRD
ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.

Geheimnis des Glaubens: 

Akklamation

Dein Sohn ist durch Leiden und Tod
zurückgekehrt in die grenzenlose Freiheit
deines Lebens, um für uns
einen Platz bei dir zu bereiten.

Uns aber hat er aufgetragen,
uns selbst und alle vorzubereiten
für diese Zukunft in deiner neuen Welt.
Sein Wort hat er uns hinterlassen,
damit es uns den Weg in die Zukunft weist.
Seinen Leib und sein Blut reicht er uns,
um uns stets von neuem zu heilen
und zu stärken für diesen Weg.

Sei mit deinem Heiligen Geist
stets in uns und unter uns.
Er erhalte uns in der Treue zu unserer Berufung.
Er schütze und leite uns und
unsere gläubigen Schwestern und Brüder,
unseren Bischof N. und alle Bischöfe,
unseren Papst Franziskus
und deine ganze heilige Kirche,
auf dass wir deine Sendung
für die Menschen erfüllen.

Du versagst keinem deine Liebe,
wie sehr er auch vor dir versagt haben mag.
Denn du willst jeden zu dir zurückführen,
der sich von dir getrennt hat,
weil dein Vatersein keine Grenzen kennt.

Darum haben wir auch Zuversicht
für unsere verstorbenen Schwestern und Brüder,
dass du unser Gebet für sie erhörst
und an ihnen vollendest,
was in ihrem irdischen Leben
Stückwerk geblieben ist.

Und in diesem Vertrauen
bitten wir für uns selber und für alle,
die mit uns auf Erden leben:
Lass unsere Hoffnung nicht vergebens sein!

Schenke uns zusammen mit
(der/dem hl. N. und) allen Heiligen,
wozu du uns berufen hast:
die Seligkeit befreiten Lebens in deinem Reich.
So bitten wir durch deinen Sohn,
unseren Herrn Jesus Christus.

Doxologie

(s.: Werner Enzinger, Impulse zum Eucharistischen Hochgebet, Butzon & Bercker, 03/2000)

Einleitung zum Vaterunser

Guter Bruder und Herr, nimm uns mit dir, zeige uns wo und wie du lebst, lass uns eintauchen in das Reich deines Vaters, damit wir seinen Namen heiligen und so sein Reich sich weiter ausbreite in der Welt. Vater unser …

 

Einleitung zum Friedensgebet

Wirklicher Friede wird dort, wo die Gegenwart Christi gelebt und erfahrbar wird. Bereiten wir Herz und Sinn, indem wir unseren Herrn hier im heiligen Sakrament unter uns anwesend bitten: Herr Jesus Christus, … und schenke uns, …

 

Schlussgebet und Segen

Himmlischer Vater,
die heilige Versammlung löst sich jetzt wieder auf
   und jeder wird seines Weges gehen.
Lass uns im Getriebe des Alltags nicht vergessen,
  was wir hier gefeiert haben,
und sende uns, Hoffnung in die Welt zu tragen.

Dazu segne uns der gute und menschenfreundliche Gott,
der Vater + und …

 

Die in den „Liturgischen Bausteinen“ veröffentlichten Gebete und Texte sind Alternativen zu den offiziellen Texten, die der Zelebrant immer im MB findet.

 

P. Dr. Horst Rzepkowski SVD (+), P. Karl Jansen SVD