3. Sonntag im Jahreskreis (B)

Liturgische Bausteine

Umkehr und Nachfolge

1. Lesung: Jona 3,1-5.10
Zwischengesang: www.antwortpsalm.de
2. Lesung: 1Kor 7,29-31
Evangelium: Mk 1,14-20


Einleitung

Im Verlaufe der Menschheitsgeschichte war immer wieder einmal die Rede von einer Zeitenwende. Man denkt dabei an das Ende einer Geschichtsperiode, meist herbeigeführt durch eine einflussreiche, faszinierende Persönlichkeit und den Eintritt in eine neue Phase der menschlichen Geschichte, eine Wende mit dem Ausblick auf eine politische und soziale Neugestaltung der Zukunft. 

„Die Zeit ist erfüllt“ – hören wir heute Jesus bei seinem ersten Auftritt in der Öffentlichkeit sagen. Mit seinem Kommen ist die eigentliche Zeitenwende eingetreten, die allen bisherigen Wandel in den Schatten gestellt hat. Sie war sogar mit einer neuen Zeitrechnung verbunden, die bis heute ihre Geltung hat. Die von Jesus herbeigeführte Zeitenwende sollte weitreichende Konsequenzen für die gesamte Menschheit mit sich bringen.

Bitten wir den Herrn, dass er unser Herz reinige und wir fähig werden, auf seinen Aufruf zur Umkehr und Versöhnung in der rechten Weise zu antworten.


Kyrie-Rufe

Herr Jesus Christus,  

  • du bist in die Welt gekommen, um uns zu Gott zu führen. – Herr, erbarme dich.
  • Du hast uns aufgerufen, deinem Wort und Wirken zu folgen. – Christus, erbarme dich.
  • Du hast uns versprochen, immer bei uns zu bleiben. – Herr, erbarme dich.

 

Tagesgebet

Guter Gott,
Jesus hat dich mit ganz anderen Augen gesehen.
Mit seinem Bild von dir geht die Sonne
  bedingungsloser Liebe endgültig und unwiderruflich über der Menschheit auf.
Damit setzt er der Zeit der Angst vor dir ein Ende
  und stößt die Tür zu einer neuen Weltzeit auf,
  die im Zeichen der Hoffnung und der Liebe steht.
Wir bitten dich,
  lass uns begreifen, welches Geschenk du uns damit gegeben hast
  und welche Mission uns daraus erwächst. 
Darum bitten wir durch Jesus Christus...

 

Fürbitten

Das Reich Gottes befindet sich in unmittelbarer Nähe. Es ist an uns, uns seiner Botschaft zu öffnen. Der Herr ist bereit, uns dabei seine Hilfe und seinen Schutz zu gewähren. So bitten wir: 

  • Stärke alle Christen in ihrem Glauben an deine Gegenwart in Wort und Sakrament. – Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Bewahre uns vor falschen Haltungen, Neigungen und Erwartungen, die uns vom Weg deiner Nachfolge abbringen.
  • Lass uns in allen Ereignissen deinen Willen erkennen und schenke uns die Bereitschaft, ihm zu folgen.
  • Segne die Bemühungen um Frieden in dieser Welt und führe die Politiker zur Einsicht, dass alles Wettrüsten ein Ende nehmen muss.
  • Sei den Kranken, Einsamen und Notleidenden nahe und lass sie im Empfang des eucharistischen Brotes Trost, Hilfe und Heilung finden.
  • Schenke unseren verstorbenen Familienangehörigen und Bekannten den Frieden und ein immerwährendes Glück bei dir.

Herr, unser Gott, du hast uns ins Leben gerufen und berufen, es zu schätzen und nach deinem Willen zu gestalten. Bleibe bei uns und begleite uns mit deiner Weisheit und Güte. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Gabengebet

Du unser Gott,
mit diesen schlichten Gaben weihen wir dir unser ganzes Leben.
Wir bitten dich,
hilf uns zu Umkehr und Richtungswechsel im Leben,
   damit wir Christus immer ähnlicher werden.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn...

 

Hochgebet – „Nachfolge“

Präfation

Ja, es ist würdig und recht
es ist gut und richtig, dir,
guter Gott, immer und überall
in unserem Leben zu danken,
denn in Jesus Christus hast du uns offenbart,
wer und wie du für uns bist:
ein menschen- und lebensfreundlicher Gott. 

In ihm, Jesus Christus,
sind wir mehr als Frauen und Männer,
wir alle sind Schwestern und Brüder,
die seinem Beispiel folgen wollen. 

Wir danken dir,
denn deine frohe Botschaft ruft uns Menschen
zur Umkehr und zur Nachfolge,
zu Solidarität und Achtung voreinander. 

So danken wir dir, Gott,
für das Leben und die Berufung
die du einem jeden von uns geschenkt hast.
Darum freuen wir uns und singen
mit allen Engeln und Heiligen des Himmels:

Sanktus

Ja, guter Gott, du bist heilig
und du schenkst Heil,
doch die Welt, in der wir leben,
ist voll von Unrecht und Unterdrückung.
Sie trennt zwischen reich und arm,
unterscheidet zwischen mächtig und ohnmächtig,
grenzt oben von unten ab.

Als Christen sind wir oft sprachlos,
wenn wir dann das eine Wort sagen sollen,
das Menschen heilen kann;
wir sind oft ratlos,
wann wir den ersten Schritt tun sollen,
diese unhaltbaren Zustände zu beseitigen.

Um dennoch nicht aufzugeben
im Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden,
feiern wir Eucharistie und denken an Jesus,
der mit allen teilt.
Mit ihm kam ein neuer Anfang in diese Welt.
Denn da waren Menschen,
blind vor Rechthaberei und Gesetzestreue;
er sagte: Seht mit meinen Augen,
da gingen ihnen die Augen auf.
Da waren Menschen,
taub vor hohlen Phrasen.
Er sagte: Hört mit meinen Ohren.
Da verging ihnen Hören und Sehen.
Da waren Menschen,
lahm und müde von stets neuer Enttäuschung.
Er sagte: Geht auf meinen Wegen.
Da folgten sie ihm nach.

Deshalb, guter Gott,
feiern wir jetzt Eucharistie
und sagen dir Dank für Jesus,
deinen Sohn und unseren Herrn.

Wir tun zeichenhaft, was er wirklich getan hat,
denn ihn hat sein Tun das Leben gekostet.
Menschen zum Durchblick zu verhelfen,
Menschen zur Umkehr der Werte zu bewegen,
das störte allzu sehr die Großen und Mächtigen.
Jesus aber fasste sein ganzes Leben
in einem einfachen Zeichen zusammen,
in Brot und Wein,
als er mit seinen Freunden
das Abschiedsmahl hielt.

So bitten wir dich, allmächtiger Gott:
Segne diese Gaben von Brot und Wein
durch deinen Geist
und vollende sie für uns
als den Leib + und das Blut deines Sohnes,
unseres Herrn Jesus Christus.

Damals brach Jesus das Brot.
Er dankte dir und gab es seinen Jüngern
mit den Worten:

NEHMT UND ESST ALLE DAVON:
DAS IST MEIN LEIB,
DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch,
dankte wiederum, reichte ihn seinen Jüngern
und sprach:

NEHMT UND TRINKT ALLE DARAUS:
DAS IST DER KELCH
DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES.
MEIN BLUT, DAS FÜR EUCH
UND FÜR ALLE VERGOSSEN WIRD
ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.

Geheimnis des Glaubens: 

Akklamation

Darum bitten wir dich, Vater,
für deine Kirche:
Beschütze und führe sie;
gib ihr Frieden und Einheit
überall auf der Welt.
Gib unserem Papst Franziskus,
unserem Bischof N.
und allen Frauen und Männern,
die in deiner Kirche ein Amt verwalten,
Weisheit und Kraft.

Gedenke in deiner Güte auch der Menschen,
die in unserem Herzen
einen besonderen Platz haben.

Bleib all jenen treu,
die der Tod uns
in diesem Leben genommen hat.

Mit deinem ganzen Volk,
mit Maria, der Mutter des Herrn,
dem heiligen Josef,
mit den Aposteln und Märtyrern,
[mit dem/der heiligen N.]
und all den heiligen Frauen und Männern,
ja, mit allen Menschen auf der Erde,
die auf dich vertrauen,
bitten wir dich um deine Barmherzigkeit,
neigen uns vor deiner Größe
und sagen dir unseren Dank. 

Doxologie

(Quelle unbekannt)

 

Einleitung zum Vaterunser

Jesus Christus hat gesagt: Das Reich Gottes ist nahe. Um das Kommen dieses Reiches bitten wir in dem Gebet, das er uns zu beten gelehrt hat: Vater unser …

 

Einleitung zum Friedensgebet

Wo wir dem Geist Gottes Raum geben, da werden Liebe und Frieden auch in dieser Welt möglich. So bitten wir um den Frieden für uns und für die ganze Welt: Herr Jesus Christus, …, und schenke uns,

 

Schlussgebet

Barmherziger Gott,
deine Sorge um uns kennt keine Grenzen.
Das hl. Mahl helfe uns,
   dich in der Sorge um die Menschen nachzuahmen,
  damit wir besonders diejenigen, die der Hilfe am meisten bedürfen,
   nie aus den Augen verlieren.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn...

 

Die in den „Liturgischen Bausteinen“ veröffentlichten Gebete und Texte sind Alternativen zu den offiziellen Texten, die der Zelebrant immer im MB findet.

 

P. Anton Weber SVD / P. Karl Jansen SVD