Frauen-Bilder

Glaubensserie

Auffallend viele Philosophen schätzten Frauen nicht hoch ein

Auffallend viele Philosophen schätzten Frauen nicht hoch ein und waren von der Überlegenheit des Mannes überzeugt. Konfuzius erlaubte den Männern, ihre Frauen wegzuschicken, wenn sie ungehorsam oder eifersüchtig sind, ihm keinen Sohn gebären, eine böse Krankheit haben, stehlen oder zu viel reden. –

Platon versprach den Frauen, sie dürften, wenn sie tugendhaft leben, im Jenseits Männer werden – als wäre das Mann-Sein eine höhere Daseinsform. 

John Stuart Mill begründete die Unterlegenheit der Frauen: Sie hätten keine Werke hervorgebracht, die mit denen eines Homer, eines Aristoteles, eines Michelangelo oder eines Beethoven auf gleicher Höhe stehen. Er scheint nicht bemerkt zu haben, dass das auch den meisten Männern nicht gelang!

Jean-Jacques Rousseau behauptete: die Frau habe mehr Witz, der Mann mehr Genie. Aber wie kam er zu dieser Ansicht?

Friedrich Nietzsche vermutete: „Wenn eine Frau gelehrte Neigungen habe, sei etwas an seiner Geschlechtlichkeit nicht in Ordnung.“ 

Der Aufklärer Ferdinando Galiani sah in der Unfähigkeit der Weiber, Kriege führen zu können, die auch Männer besitzen sollten, einen Mangel. 

Und Sören Kierkegaard meinte: die Frau habe mehr Angst als der Mann, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass Frauen ihre Ängste weniger verstecken. 

Diese Gründe für die Überlegenheit des Mannes und die Unterlegenheit der Frau beweisen nur, dass auch große Denker sich auf Vorurteile stützen, wenn sie keine Argumente haben.


P. Walter Rupp, SJ