SVD Spiritualität

Der religiöse Hintergrund Arnold Janssens und der Gründergeneration führt uns in die niederrheinische Mystik. Vor allem das Aufblühen der „Devotio Moderna“ hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf Deutschland und die Gegend des Niederrheins, der Heimat Arnold Janssens und der Mitgründerinnen der Steyler Ordensfamilie. Die Spiritualität des 19. Jahrhunderts ist Teil der sogenannten „Modernen Spiritualität,“ die sich durch einen affektiven und devotionalen Charakter auszeichnet. Sie ist christozentrisch und trinitarisch, mit Betonung des menschgewordenen Wortes. Sie stützt sich auf die Schriften des Evangelisten Johannes, des Apostels Paulus und des heiligen Augustinus.

So ist die Spiritualität der Steyler Missionare geprägt von:

  • der Verehrung des Herzens Jesu in dem die Liebe des dreieinen Gottes erfahrbar wird.
  • die Menschwerdung des Göttlichen Wortes. Die Ausbreitung des Glaubens, die Verkündigung des göttlichen Wortes ist daher das besondere Ziel seiner ersten Gründung und so nennt er sie "Gesellschaft des Göttlichen Wortes".
  • das Bewusstsein der Anwesenheit der Dreifaltigkeit in jedem Menschen
  • die Kraft des Heiligen Geistes, die zur Verehrung der ganzen Dreifaltigkeit führt. 

„Es lebe der heilige dreieinige Gott in unsern Herzen und in den Herzen aller Menschen“. Diesen Wahlspruch, dieses Gebet kann man als die Zusammenfassung der Spiritualität Arnolds und seines missionarischen Charismas betrachten.

 
Glasfenster in Steyl - Foto: Heinz Helf SVD
Glasfenster in Steyl - Foto: Heinz Helf SVD