Antonio M. Pernia (2000 - 2012)

10. Generalsuperior der Steyler Missionare

Antonio M. Pernia SVD geboren am 2. Januar 1949 in Tagbilaran City, Bohol, Philippinen, als 8. Kind (von 9 Kindern) der Eltern Dr. Juan C. Pernia und Petra del Mar. Er besuchte die Heilig-Geist-Grundschule der Steyler Missionsschwestern in Tagbilaran, trat anschließend in das Kleine Seminar der Boys High School der University of San Carlos in Cebu City ein und wechselte dann in das Christ the King Mission Seminary in Quezon City.

1967 trat er in das Noviziat des Divine Word Seminary in Tagaytay City ein und legte die ersten Gelübde 1969 ab. Sein Diplom in Philosophie (M.A.) erhielt er 1971, legte 1975 die Ewigen Gelübde ab und wurde am 5. September 1975 zum Priester geweiht.

Nach der Priesterweihe lehrte er zunächst Philosophie am Divine Word Seminary in Tagaytay. 1978 setzte er seine Studien in Rom fort, die er 1980 mit dem Lizentiat in Fundamentaltheologie an der Gregoriana abschloss. Anschließend erhielt er die Bestimmung für das Regional Major Seminary in Davao City, wo er Studiendirektor, Vizerektor und schließlich Rektor von 1984 bis 1985 war.

1985 nahm er das Doktoratsstudium in Theologie an der Gregoriana in Rom auf, das er 1987 erfolgreich mit der Promotion abschloss. Nach seiner Rückkehr auf die Philippinen lehrte er am Divine Word Seminary in Tagaytay (1988-89), wurde darauf wiederum Rektor am Regional Major Seminary in Davao City (1989-93).

P. Pernia war Mitglied des Provinzrates der philippinischen Südprovinz von 1982 bis 1985 und Vizeprovinzial derselben von 1990 bis 1993. Er war Delegierter seiner Provinz auf dem XII. Generalkapitel 1982, Mitglied der Vorbereitungskommission des XIII. Generalkapitels 1988 und wurde im Februar 1992 Zonenkoordinator der Asien-Pazifik-Zone. Im Januar 1993 wurde er in der philippinischen Südprovinz zum Provinzial gewählt. Das Amt trat er im März desselben Jahres an. Das Generalkapitel von 1994 wählte ihn zum Vizegeneralsuperior der Gesellschaft des Göttlichen Wortes.

Das 15. Generalkapitel wählte ihn am 26. Juni 2000 zum 10. Generalsuperior der Steyler Missionare. Seine erste Amtszeit war vor allem geprägt von der Antwort der SVD auf die Herausforderungen in der Welt des beginnenden dritten Jahrtausends und dem Bestreben, das Verständnis von Mission als prophetischen Dialog zu verankern. Einschneidende Ereignisse waren die Heiligsprechung des Ordensgründers Arnold Janssen sowie eines der ersten Missionare, P. Josef Freinademetz, die Stärkung der zonalen Struktur der SVD, die Einrichtung einer Vertretung der Steyler Ordensfamilie als NGO an der UNO sowie die Übernahme neuer missionarischer Aufgaben etwa im Tschad und in Südafrika.

Am 23. Juni 2006 wurde er auf dem 16. Generalkapitel mit überwältigender Mehrheit für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Diese zweite Amtszeit war geprägt durch die Umsetzung der Beschlüsse vom 16. Kapitel vor allem den "prophetischen Dialog" zu fördern. Zudem nahm die Internationalität in den einzelnen Provinzen und Regionen zu. Dabei wuchs die SVD vor allem in Afrika und Mozambique wo sie neue Gebiete in Südafrika, Tschad und neu im Süden Sudans und neue Aufgaben übernahm. In Europa nahm die Zahl der Mitglieder ab, wurde aber internationaler und übernahm vermehrt Aufgaben in den eigenen Ländern. In Südamerika engagiert man sich vermehrt im Bereich der wachsenden sozialen Ungerechtigkeit und der Verstädterung. In Asien und Ozeanien sieht man die Früchte in der Ausbildung einheimischer lokaler Priester und engagiert sich vermehrt in abgelegeneren Gegenden. Die Zahl der Mitglieder nahm vor allem in Europa und den USA ab, welches durch das Wachstum in Asien und Afrika nicht ganz wett gemacht werden konnte.

 

Die Personal-Entwicklung der SVD in seiner Amtszeit:

Stand: 1. Januar 2000 2006 2009 2012

Patres

3.769 3.928 4.047 4.152

Brüder

811 726 708 691

Fratres

1.007 1.085 1.047 919

Novizen

374 363 329 253

SVD insgesamt

5.961 6.102 6.131 6.015
 
P. Antonio M. Pernia