Erzbischof von Vitória zu Gast in Deutschland

08.08.2012

Deutschland - Der Erzbischof der brasilianischen Diözese Vitória, Luiz Mancilha Vilela, hat für knapp zwei Wochen Deutschland besucht. Begleitet wurde er von Pater Hugo Scheer, einem aus Olpe stammenden Steyler Missionar, der seit über 35 Jahren in Vitória wirkt und dort unter anderem die kirchliche Hochschule leitet.

In Pater Scheers Heimatstadt Olpe besuchte der Erzbischof unter anderem den St.-Raphael-Kindergarten. Die Kinder dort trugen ihm ihre Lieblingslieder vor; der Erzbischof erzählte von seiner Heimat Brasilien. Anschließend informierte er sich über die Rahmenbedingungen der Kinderbetreuung in Deutschland und zog Vergleiche zu Brasilien.

Erzbischof Luiz überreicht ein Geschenk an den Olper Krankenhaus-Geschäftsführer Wolfgang Nolte (Bild: Katholische Hospitalgesellschaft Südwestfalen gGmbH)
Erzbischof Luiz überreicht ein Geschenk an den Olper Krankenhaus-Geschäftsführer Wolfgang Nolte (Bild: Katholische Hospitalgesellschaft Südwestfalen gGmbH)

Im Anschluss an seinen Besuch im Kindergarten machte sich der Erzbischof ein Bild vom Olper Krankenhaus und den angrenzenden Martinus-Höfen. Besonders beeindruckt zeigte er sich von den zahlreichen Baumaßnahmen auf dem Gelände. "Obwohl die medizinische Versorgung in Brasilien grundsätzlich gut ist, gibt es sicherlich auch in den Großstädten nicht viele Einrichtungen, die so modern ausgestattet sind wie das St. Martinus-Hospital", bilanzierte Bischof Luiz.

Treffen mit "Missionaren auf Zeit" aus dem Erzbistum Paderborn (Bild: Erzbistum Paderborn) 
Treffen mit "Missionaren auf Zeit" aus dem Erzbistum Paderborn (Bild: Erzbistum Paderborn)

Nach einigen Tagen in Olpe reisten der Erzbischof und Pater Scheer zum Libori-Fest nach Paderborn weiter. Das Fest erinnert an die Ankunft der Gebeine des Heiligen Liborius. Er ist der Schutzpatron des Erzbistums Paderborn. Zu Beginn des Pontifikalamtes im Hohen Dom begrüßte der Paderborner Weihbischof Matthias König neben Luiz Mancilha Vilela zahlreiche weitere Ordenschristen und Missionare und dankte ihnen für ihr gelebtes Zeugnis. Ebenso dankbar sei er für das Zeugnis junger Menschen, die sich als „Missionare auf Zeit“ in fernen Ländern in den Dienst der Kirche stellten, so König. „Ich freue mich, dass sich aus den verschiedenen Teilen unseres großen Erzbistums Ordenschristen, Missionare auf Zeit und auch Messdiener auf den Weg gemacht haben, um diesen Tag gemeinsam zu begehen.“ Beim Treffen mehrerer Missionarinnen und Missionare aus Paderborn mit der Bistumsleitung am Libori-Mittwoch nahm auch eine „Missionarin auf Zeit“ aus Brasilien teil, die aktuell für ein Jahr beim Caritasverband für das Erzbistum Paderborn tätig ist.

Beim Planungstreffen für den Weltjugendtag 2013 (Bild: Erzbistum Paderborn) 
Beim Planungstreffen für den Weltjugendtag 2013 (Bild: Erzbistum Paderborn)

Am Rande des Festes nahmen die Planungen der Fahrt des Erzbistums Paderborn zum Internationalen Weltjugendtag in Rio de Janeiro im kommenden Jahr Gestalt an. Die Paderborner Gruppe wird die „Tage der Begegnung“ vor dem eigentlichen Weltjugendtag im Erzbistum Vitoria verbringen und nutzte die Gelegenheit, ihren Gastgeber Luiz Mancilha Vilela kennenzulernen, bevor dieser am 4. August die Heimreise antrat.

Markus Frädrich