Solaranlage der Missionsprokur erreicht 100.000 kWh

10.08.2012

Deutschland - Die Solaranlage auf dem Dach der Sankt Augustiner Missionsprokur hat am Wochenende einen bisherigen Gesamtertrag von 100.000 Kilowattstunden (kWh) erreicht. „Wir freuen uns, mit unserer Photovoltaikanlage die Energie der Sonne nachhaltig zu nutzen und zur Bewahrung der Schöpfung beizutragen“, sagt Missionsprokurator Pater Konrad Liebscher.

Seit 2005 werden 90 Quadratmeter des Daches der Steyler Mission von Solarkollektoren bedeckt. "Die Leistung unserer Anlage ist sehr vom Wetter abhängig“, erklärt Pater Konrad Liebscher. „Wetterbedingt kommt es zu starken Leistungsschwankungen der Anlage, was einen Eigengebrauch wenig sinnvoll macht. Wir speisen den Solarstrom deshalb ins öffentliche Netz. Für jede eingespeiste Kilowattstunde bekommen wir dafür vom Energieversorger 0,54 Euro vergütet. Das heißt, dass die Steyler Mission bei einer Leistung von 100.000 Kilowattstunden bisher 54.000 Euro erwirtschaftet hat."

Mit ihrer Solaranlage, die sie dank der großzügigen Unterstützung des Energieversorgers „RheinEnergie“ auf ihrem Dach errichten konnte, geht die Missionsprokur jedoch weniger wirtschaftlichen Interessen nach. "Wir wollen weltweit Öffentlichkeitsarbeit für regenerative Energien leisten", sagt Konrad Liebscher. "Wir möchten Freunde, Wohltäter und unsere Missionare, die aus allen Teilen der Welt auf Heimaturlaub nach Sankt Augustin kommen, neugierig machen und sie von die Chancen und Möglichkeiten alternativer Energien überzeugen." Viele der weltweit in 73 Ländern wirkenden Steyler Missionare seien inzwischen begeisterte Verfechter der Sonnenenergie. Im Norden Ghanas sei der Steyler Missionar Pater Joachim Mika etwa aktuell dabei, die lokale Produktion von Sheabutter durch Solaranergie vom instabilen, öffentlichen Stromnetz abzukoppeln. Die Bonner Firma SolarWorld habe Pater Moses Asaah Awinongya SVD darüber hinaus Solarmodule für ein Ausbildungs- und Studienzentrum im ghanaischen Namoo gesponsert.

Markus Frädrich