Pater Gerhard René Josef Vogel verstorben

30.12.2019

USA - Wenige Tage vor Weihnachten, am 18.12.2019, starb Pater Gerhard René Josef Vogel in Techny, USA

 Pater Gerhard René Josef Vogel SVD. (Foto SVD) 

Kindheit und Ausbildung
Gerhard Vogel wurde 1936 im lothringischen Grenzstädtchen Forbach geboren. Er war einer der wenigen gebürtigen Franzosen in der SVD. Forbachs Nachbarstadt ist Saarbrücken. Sein Vater Oswald kam aus Forbach, seine Mutter Ernestine Palm aus dem saarländischen Riegelsberg. Ab 1947 besuchte Gerhard die Steyler Missionsschule St. Wendel. Nach dem Abitur trat er in St. Gabriel (Österreich) ins Noviziat ein und legte dort ein Jahr später seine Erstgelübde in der Gesellschaft des Göttlichen Wortes ab.

Missionsbestimmung: USA
Am 7. Juni 1961 reiste er mit dem Dampfer „Statendam“ von Rotterdam nach New York, wo er am 5. Juli ankam. Im Steyler Priesterseminar St. Augustine in Bay St. Louis, Mississippi, das nach dem 1. Weltkrieg vor allem für die Aufnahme von Afro-Amerikanern gegründet worden war, absolvierte er seine theologischen Studien. Am 8. September 1964 band er sich durch die Ewigen Gelübde in der SVD für immer an Gott. Fünf Monate später wurde er zum Priester geweiht. Seine Bestimmung erhielt er für die Steyler Südprovinz der USA. Er blieb zunächst in Bay Saint Louis, wurde Studiendirektor des Seminars und auch Rektor des Hauses. 1979 wechselte er in das sog. Kleine Seminar der Steyler in Perrysburg, Ohio. 1985 verschlug es ihn nach Kanada. In Granby war er 2 Jahre verantwortlich für die dort Studierenden. Dann wurde er Präfekt der Theologiestudenten im ‚SVD House of Studies‘ in Montreal. 1994 kehrte er in die USA zurück und arbeitete in der dortigen Zentralprovinz der Steyler in der Seelsorge. Seine Pfarrei trug den Namen St. Peter Claver und lag in der Kleinstadt Ashbury Park. Im Jahre 2000 nahm er als Übersetzer am 15. Generalkapitel der SVD in Nemi bei Rom teil. Die Jahre 2004 bis 2011 verbrachte er im kleinen Ort Bordentown, am Delaware River gelegen.

Krankheit und Tod
Bereits vor 20 Jahren machte sich der Beginn einer schleichenden Krankheit bei P. Gerhard bemerkbar, die ihn immer hilfloser werden ließ. Er wechselte schließlich in das große Haus der Steyler Missionare nach Techny, wo er in den letzten Jahren Hilfe und Pflege erfuhr. Hier wurde er nun erlöst.