Hinaus aus der Quarantäne

14.11.2020

Im Missionshaus St. Gabriel geht die strenge Corona-Quarantäne schrittweise zu Ende.

Sr. Maria Hemetsberger SSpS freut sich, dass die strenge Quarantäne in St. Gabriel nun zu Ende geht.
Sr. Maria Hemetsberger SSpS freut sich, dass die strenge Quarantäne in St. Gabriel nun zu Ende geht.

Während Österreich auf einen harten „Lockdown“ zusteuert, kann die Quarantäne für die Steyler Missionare und Missionsschwestern im Missionshaus St. Gabriel ab heute, Samstag, 14.11., schrittweise gelockert werden. Insgesamt waren in den letzten Wochen 12 Corona-Infektionen unter den 45 Ordensleuten in St. Gabriel festgestellt worden. Das erste „positive“ Testergebnis wurde am 29. Oktober bekannt, das letzte am 6. November. Bei einem Altersdurchschnitt von über 75 Jahren war der Ausbruch der Corona-Erkrankungen bei den Ordensleuten sehr besorgniserregend. „Die Krankheitsverläufe waren unterschiedlich schwer – von komplett symptomlos über Fieber, Erbrechen und Appetitlosigkeit bis hin zur Lungenentzündung“, berichtet Pater Franz Helm SVD, der Rektor des Missionshauses. „Gott sei Dank sind mittlerweile fast alle Mitbrüder wieder hergestellt. Ein Ordensbruder befindet sich noch im Krankenhaus, aber auch er befindet sich auf dem Weg der Besserung“, stellt Pater Helm erleichtert fest.

Während der Corona-Quarantäne mussten die Ordensleute ein Quarantäne-Tagebuch führen.
Während der Corona-Quarantäne mussten die Ordensleute ein Quarantäne-Tagebuch führen.
Zusammenhalt: Weil alle Pförtner erkrankt waren, übernahm P. Jakob Mitterhöfer SVD die Verteilung der Post.
Zusammenhalt: Weil alle Pförtner erkrankt waren, übernahm P. Jakob Mitterhöfer SVD die Verteilung der Post.

Isoliert am Zimmer

Für die Patres, Brüder und Schwestern waren die letzten Wochen eine herausfordernde Zeit. Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu vermeiden, sei es ganz wesentlich gewesen, dass sich die Ordensleute auf ihren Zimmern isoliert hätten, so der Rektor. Auch das Gemeinschaftsgebet und die gemeinsame Feier der Heiligen Messe mussten vorübergehend ausfallen. Nur durch die Unterstützung durch die angestellten MitarbeiterInnen, die alle auf ihren Zimmern mit Essen usw. versorgten, konnte die Situation gemeistert werden.

Die Mahlzeiten wurden von den Küchen-Mitarbeiterinnen vorbereitet und den Ordensleuten vor die Zimmertür gestellt.
Die Mahlzeiten wurden von den Küchen-Mitarbeiterinnen vorbereitet und den Ordensleuten vor die Zimmertür gestellt.
Nur kurz vor die Zimmertür: P. Elmar Pitterle SVD hollt sich sein Mittagessen.
Nur kurz vor die Zimmertür: P. Elmar Pitterle SVD hollt sich sein Mittagessen.

Wichtige Lernerfahrung

Ab heute werden die Mahlzeiten in St. Gabriel – mit gebührendem Abstand - wieder gemeinsam im Speisesaal eingenommen, die gemeinsamen Gebete und liturgischen Feieren werden ab morgen, Sonntag, wieder aufgenommen. Öffentliche Gottesdienste in der Heilig-Geist-Kirche sollen – sofern es die Lockdown-Bestimmungen zulassen - ab dem Christkönigs-Sonntag, 22.11., wieder stattfinden.
Rektor Franz Helm hofft, dass der Umgang mit dem Corona-Ausbruch „eine Lernerfahrung war, die uns hilft, die kommende Zeit der Pandemie gut zu überstehen“. „Wir wissen jetzt aus eigener einprägsamer Erfahrung: Wer Abstand hält, Maske trägt und Hygiene ernst nimmt, schützt sich selbst und vor allem die anderen. Er trägt auch dazu bei, dass die Spitäler nicht noch mehr belastet werden. Gott sei Dank hatten sie (noch) Kapazitäten, um unsere schwer Kranken aufzunehmen, als die häusliche Pflege nicht mehr ausreichte. Es wird schlimm, wenn das nicht mehr möglich ist. Und das zeichnet sich derzeit leider ab in Österreich.“
Franz Helm dankt im Namen der Hausgemeinschaft allen, „die an uns gedacht und uns mit ihrem Gebet begleitet haben. Es war spürbar, dass viele Menschen in aller Welt mit uns verbunden sind.“

Text: Ursula Mauritz; Fotos: Franz Helm SVD