47 Jahre im Einsatz für die Steyler

29.06.2021

Josef Deigner arbeitete in den unterschiedlichsten Betrieben des Missionshauses St. Gabriel. Nun verabschiedete er sich in den Ruhestand.

Steyler Patres und Brüder stoßen mit Josef Deigner auf seine Pensionierung an

Er hat viel bewegt: Es werden wohl einige Tonnen an Zeitschriften, Büchern, Broschüren und Poststücken sein, die Josef Deigner in den vergangenen Jahren auf- und abgeladen, sortiert und von einem Ort zum anderen befördert hat. Im Lager hatte er den Überblick über „Stadt Gottes“-, „Weite Welt“-, „Pico“- und „Leben jetzt“-Hefte, Michaels- und Tischkalender, verschickte die Produkte verlässlich an Förderer und Abonnenten, unterstützte Außendienst und Vertrieb bei der Vorbereitung von Veranstaltungen und brachte Tag für Tag die Post mit Bestellungen, Leserbriefen und Rätseleinsendungen. Wo und wann er gebraucht wurde, der langjährige Mitarbeiter des Medienapostolats war immer verlässlich zur Stelle.
Unglaubliche 47 Jahre war Josef Deigner in den verschiedensten Bereichen im Missionshaus St. Gabriel beschäftigt und ist aktuell damit der am längsten tätige Mitarbeiter gewesen. Ende Juni wurde Josef Deigner von der Geschäftsleitung des Medienapostolats, Patres und Brüdern der Steyler Missionare und seinen Kolleginnen und Kollegen in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

"Tragende Rolle"

Pater Franz Helm SVD dankte Josef Deigner im Namen der Ordensprovinz für seine verdienstvolle Arbeit in den unterschiedlichen Abteilungen des Missionshauses – in der Druckerei, im Buchverlag und schließlich im Medienapostolat - und hob seine im wahrsten Sinne des Wortes „tragende Rolle“ hervor. „Es nützt nichts, gute Medienprodukte zu erzeugen, wenn sie nicht zu den Menschen gelangen. Dafür haben Sie gesorgt." Der Rektor des Missionshauses überreichte Josef Deigner ein Abschiedsgeschenk mit "Steyler" Bezug. Eine geschnitzte Kreuzwegstation aus dem Kongo, hergestellt in einem SVD-Projekt und verpackt in ein Tuch aus Indonesien, dem Land, aus dem derzeit die meisten Steyler Missionare stammen. Der Geschäftsleiter des Steyler Medienapostolats, Bruder Paul Heider SVD, würdigte das große Pflichtbewusstsein, die Zuverlässigkeit und Genauigkeit, mit der Josef Deigner seine Aufgaben immer verrichtet hatte und wünschte ihm Gesundheit und Gottes Segen für die kommenden Jahre, in denen er nun seine Pension genießen kann. „Vielen Dank, dass Sie uns Steylern so lange die Treue gehalten haben.“ Für die Missionsprokur St. Gabriel bedankte sich Pater Franz Pilz SVD bei Josef Deigner für die jahrelange gute Zusammenarbeit und seine Verlässlichkeit.

Abschiedsgeschenk mit "Steyler" Bezug: Rektor P. Franz Helm überreichte Josef Deigner eine geschnitzte Kreuzwegstation aus dem Kongo. Als umweltfreundliche  "Verpackung" diente ein Tuch aus Indonesien
Abschiedsgeschenk mit "Steyler" Bezug: Rektor P. Franz Helm überreichte Josef Deigner eine geschnitzte Kreuzwegstation aus dem Kongo. Als umweltfreundliche "Verpackung" diente ein Tuch aus Indonesien
Die Geschäftsleitung des Steyler Medienapostolats dankte Josef Deigner für seine langjährige Mitarbeit und die Treue zu den Steyler Missionaren: Michaela Schneider-Mestrom und Br. Paul Heider SVD
Die Geschäftsleitung des Steyler Medienapostolats dankte Josef Deigner für seine langjährige Mitarbeit und die Treue zu den Steyler Missionaren: Michaela Schneider-Mestrom und Br. Paul Heider SVD
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Medienapostolats verabschiedeten sich bei einer kleinen Feier von ihrem Kollegen
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Medienapostolats verabschiedeten sich bei einer kleinen Feier von ihrem Kollegen

Als Schriftsetzer begonnen

Das gedruckte Wort begleitete Josef Deigner während seines ganzen Berufslebens. Im September 1974 begann er als Jugendlicher in der Druckerei St. Gabriel eine Lehre als Schriftsetzer. „Wir haben damals noch mit Bleisatz gearbeitet“, sagt Deigner, der sich an einen Auftrag des Stiftes Heiligenkreuz erinnert: „Das Stift ließ das Brevier neu drucken, alle Seiten wurden im Bleisatz gesetzt.“ Später arbeitete Josef Deigner in der Buchbinderei und im Buchverlag St. Gabriel, wo er das Lager betreute. Nach der Schließung des Buchverlags wechselte Josef Deigner im Jahr 2000 in das Medienapostolat St. Gabriel. Seine Kolleginnen und Kollegen wünschen ihm viel Freude und Gesundheit für die Pension und sind sich sicher: "Wir werden Josef Deigner und seine ruhige, freundliche Art vermissen!"

Text: Ursula Mauritz; Fotos: Regina Bäuerle