P. Bruno Fischer (1939–2019)

12.09.2019

P. Bruno Fischer (1939–2019)

P. Bruno Fischer war sein Leben lang als Lehrer, vor allem an der Marienburg in Rheineck/Thal tätig. Nun ist er im Alter von 80 Jahren verstorben.

Bruno  Fischer wurde am 13. Februar 1939 als sechstes Kind von Anna und Albert Fischer-von Arx in Egerkingen, Solothurn, geboren. Seine Eltern führten dort einen Laden, in dem man fast alles kaufen konnte. In seiner Heimatgemeinde besuchte er auch sechs Jahre lang die Volksschule. Als Ministrant besuchte er mit zwei seiner Kollegen Exerzitien in Solothurn. Die zwei Tage, die sie dort verbrachten, waren für ihn «wie Sonntage, obgleich es an Werktagen war», wie P. Bruno in seinem Lebenslauf selbst festhielt. So trat er im April 1952 in das Missionsgymnasium Marienburg, Rheineck SG, ein und schloss im Sommer 1960 an der Stiftsschule Einsiedeln mit der Matura Typus A ab. Danach brach er nach St. Gabriel in Mödling bei Wien  für das Noviziat bei den Steylern auf. Sein praktisches Jahr während des Theologiestudiums verbrachte er von Herbst 1962 bis Sommer 1963 als Präfekt und Lehrer in der Marienburg.

Danach studierte er ab Herbst 1963 Philosophie und Theologie in St. Augustin bei Bonn. Am 22. Oktober 1966 empfing Bruno Fischer die Priesterweihe in St. Gabriel. Ab Ostern 1967 war er Lehrer in der Marienburg und begann ab Herbst 1968 sein zweites Studium an der Universität Bern in den Fächern Latein, Griechisch und Alte Geschichte. In seiner Studienzeit, die er 1975 mit dem Lizentiat abschloss, half er in der Studentenseelsorge mit.

Nach einer vierjährigen Tätigkeit als Religions- und Englischlehrer an der regionalen Orientierungsschule in Gampel, Wallis, unterrichtete er ab 1980 am Gymnasium Marienburg in den Fächern Griechisch, Latein, Französisch und Geschichte.

Diese Fächer hat P. Bruno mit der ihm eigenen Art sehr engagiert und begeistert bis 1998 unterrichtet. In diesem Jahr wurde Bruno Fischer vom Generalsuperior gebeten, in der Bibliothek  der Generalatsleitung  und anderen Bereichen in unserem Haus in Rom mitzuarbeiten. Auch diese Aufgabe führte er mehre Jahre gewissenhaft aus. Nach einem kurzen Abstecher als Wallfahrtsseelsorger in Oies, Südtirol, im Geburtshaus des Heiligen Josef Freinademetz, kehrte er 2007 in die Schweiz zurück.  Er lebte in der Gemeinschaft Maria Hilf, Steinhausen, und leistete verschiedene priesterliche Dienste in der Umgebung. 

Aus gesundheitlichen Gründen  übersiedelte er im Oktober 2017 ins Pflegeheim St. Franziskus in Menzingen . In den letzten Wochen hat er sich bewusst auf die letzte Reise vorbereitet, indem er die Dankbarkeit für sein Leben und die Menschen, die ihn  begleiteten, zum Ausdruck brachte . Am Abend des 9. September ist Bruno aufgebrochen in das grosse Geheimnis Gott, das ihn ein Leben lang nicht losgelassen hat. 

Die Steyler Missionare und viele weitere Menschen werden seine manchmal kauzigen, knappen, pointierten Ausrufe ebenso vermissen wie seine ausgefeilten Predigten. 


Der Abschiedsgottesdienst für Pater Bruno Fischer feiern die Steyler Missionare am Donnerstag, 26. September, um 14.00 Uhr in der Don-Bosco-Kirche in Steinhausen. Anschliessend findet die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof Erli statt.

P. Stephan Dähler SVD, Provinzial