Steyler Missionare seit 100 Jahren in der Schweiz

06.01.2020

2020 ist für die Schweizer Steyler Missionare ein Jubiläumsjahr: Vor 100 Jahren kauften die damaligen Verantwortlichen die Liegenschaft «Rigiblick» in Steinhausen und kamen damit in die Schweiz. Das Jubiläumsjahr begehen die Schweizer Steyler mit einer Reihe von Aktivitäten und Anlässen.

Am 11. November 1920 unterzeichneten die Verantwortlichen den Kaufvertrag für die Pension «Rigiblick» auf dem Schlossberg in Steinhausen. Schon an Weihnachten 1920 zogen die ersten drei Steyler Missionare in die ehemalige Pension ein.


Verlag und Missionsprokur 

Die Neugründung «Maria Hilf» war von Anfang an vor allem Zeitschriften-Zentrale (Werbung, Verkauf, ab 1941 Redaktion), diente aber auch als Ferienort für die Mitarbeiter des Generalates sowie für die Steyler Studenten in Rom. Verlag und Redaktion der «stadtgottes» und anderer Publikationen sind noch heute im Missionshaus ansässig. In den 70er-Jahren kam die Missionsprokur dazu. Von hier aus betreut P. Antonio Enerio die philippinische Migrantenseelsorge in weiten Teilen der Schweiz, mehrere Patres sind in regionalen Pfarreien in der Seelsorge tätig. Insgesamt wohnt und arbeitet hier eine kleine Kommunität von rund einem Dutzend Patres und Brüdern, von denen drei im Ruhestand sind. 

Eine zweite Schweizer Niederlassung der Steyler gibt es in Thal, wo die Steyler Missionare in der «Marienburg» bis vor ein paar Jahren ein Gymnasium (früher «Missionsschule») führten. Auch von dort aus werden mehrere Pfarreien betreut.


Anlässe im Jubiläumsjahr 

Bereits am 12. Januar findet der erste Anlass im Jubiläumsjahr statt: Der Steyler Freundeskreis feiert hier den Arnold-Janssen-Tag (Gründer der Steyler Missionare) mit einem öffentlichen Festgottesdienst in der Pfarrkirche von Steinhausen und seiner Mitgliederversammlung im Zentrum Chilematt. 


Vom 1. Bis 3. April tagen die deutschsprachigen Missionsprokuren in Steinhausen. 


Höhepunkt der Feierlichkeiten ist der Besuch des Generalsuperiors der Steyler Missionare, P. General Paulus Budi Kleden, der selbst vor einigen Jahren in der Schweiz tätig war und heute die weltweite Steyler Gemeinschaft von Rom aus führt. Dieser Besuch findet am 19. und 20. September statt: Für Samstag ist dann ein Tag der Offenen Tür im Missionshaus Maria Hilf geplant, für Sonntag ein Festgottesdienst (bei schönem Wetter auf dem Schlossberg, bei schlechtem Wetter in der Pfarrkirche).


Ausserdem werden die Steyler Missionare in verschiedenen Pfarreien intensiver als sonst über ihre Missionsarbeit berichten.

Roger Tinner
Das Missionshaus «Maria Hilf» – hier begann 1920 das Wirken der Steyler in der Schweiz.
Das Missionshaus «Maria Hilf» – hier begann 1920 das Wirken der Steyler in der Schweiz.