„Erzählt im Himmel von China“

15.01.2020

„Erzählt im Himmel von China“

Sechswochenamt für China-Forscher Pater Malek in Sankt Augustin

Mit einer bewegenden Eucharistiefeier haben rund 100 Freunde und Wegbegleiter des Ende letzten Jahres verstorbenen Steyler Missionars Pater Roman Malek gedacht. Pater Malek hat über 40 Jahre in der Kommunität in Sankt Augustin gelebt, war Direktor des Instituts Monumenta Serica, Gründungsmitglied des China Zentrums und ein international geachteter Wissenschaftler auf dem Gebiet der China-Forschung.

„Vielleicht ist er längst im Himmel und erzählt dort von China“, sagte Pater Martin Welling SVD, der Direktor des Chinazentrums, zu den angereisten Gästen. „Bisher haben wir in tiefer Trauer an den Tod unseres Freundes und Wegbegleiters gedacht. Jetzt können wir aus der anderen Sicht gucken, von Ostern her. Das kann uns Mut machen.“

Tief bewegt äußerte sich auch Pater Zbigniew Wesolowski, der Direktor des Instituts Monumenta Serica, über seinen Vorgänger: „Pater Roman war ein Steyler aus Fleisch und Blut und ein großer Freund. Er verband in seiner Person drei Kulturen: Polen, als seine Herkunft, Deutschland, als sein Lebensort und China, als Ziel seiner gesamten Forschungsarbeit.“ Er habe seine Forschung unermüdlich vorangetrieben und sein ganzes Leben in den Dienst für China gestellt. „Es scheint, als habe er mehrere Leben gehabt, um das zu Stande zu bringen“, so Pater Wesolowski.

Seine enorme Arbeitswut und die Dauerbelastung hätten aber auch an seinen Kräften gezehrt. „Der Adler, der so hoch am Himmel schwebte, wurde durch seine Erkrankung in seinem Körper eingeschlossen. Trotzdem arbeitete er noch jahrelang weiter und hat viele Menschen für China gewonnen“, würdigte Pater Wesolowski den Verstorbenen. „Ich bin sehr dankbar für alles, was Pater Roman gegeben hat.“

Im Anschluss an das Sechswochenamt konnten die Gäste nochmal in das Leben von Pater Malek eintauchen und in einer Bilder-Show die Stationen seines Lebens nachverfolgen.

Text: Nils Sönksen